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I. Fortsetzung von 17z i. bis 17z5.
Hand, der neue Patriarch ertheilet dem Volke den habe, die Türkischen Unterthanen dem Ramschen
Segen, und behalt die Erzbischöfe in seiner Woh- ^ ^.—^
nung zur Mahlzeit, f)
Der Bestäti^ungsbrief, welcher auf TürkischEharrsicherrf heilet, und von dem Großsultan ei-genhändig unterschrieben ist, da der Erzbischöfe ,hrBcstätigungsbrief nur von dem Großvczier unter-schrieben ist und Barak heiffet, wird »hm von deinKiaja dem Geheimen Secrerario und Rathe desGroßvezierS eingehändiget, wovor bis 20000. Gül-den an den Vezier und die Ianitscharen müffen erlc
Pabste unterwürfig zu machen, deswegen vor einenRebellen erkläret werde, und daher jederman freystehen solle, ihn zu fangen und zur gehörigen Stra-fe einzuliefern. Allein die Rümischcarholischen hat-ten! bereits Wege gefunden, diesen ihren getreuenJerenüam auf die Seite zu schaffen, daß niemandgewust hat, wo derselbige hingekommen sen. DieseUnruhe »st vor den würkliä-en neuen Patriarchen sovortheilhafriz ausgefallen, daß er bey dieser Gele-genheit, sich eine ordentliche Bestallung seiner ge>st«
get werden, da vormals der neue Patriarch von dem. lichcn Würde auszuwnrkrn, und dadurch vor künf
Sultan ein Geschenk von einigen lOvo. Ducaten bekam,welche Veränderung der Ehrsucht einigerGeistl,-chen zuzuschreiben ist, die sich durch Geld und Geschenke den Weg zu dieser Würde zu Zeiten habenbahnen wollen, g) Als im Jahre 17z i. im Mo
tigcn Anfällen, in Sicherheit zu sczen, das Glückgehabt, wovon die Uebcrsezung aus dem Arabischenalso lautet:
„Der Befehl und Ausspruch der edelsten und„Königlichen Unterschrift des grossen Reichs und
nat Mas der Patriarch Icremias III. der vor ei- „hohen Throns, unter dem herrlichsten Kayscrli«niger Zeit abgesezt und auf den Berg Sinai rele-^„chen Insiegcl, welche der gamen Welt befehlen,girct worden, Gelegenheit fand, sich wieder zu Eon- „und unter dem Beystände GOrteS und Schutzestantinopel einzustellen, wüste er sich bald Anfangs »des höchsten Wohlthäter» allenthalben aufgenom-unter den Griechen einigen Anhang;» machen, auch „men werden, dem muffe sedermann gehorchen, wiedie Römisch-Eatholischen Geistlichen auf seine Seite .„nachfolget. Der MerropelitanuS, welcher gegen»zu bringe», denn er versprach die sämtliche Gricchi- ^»markigen glücklict-en Befehl des Kaysers in seinensche Kirche dem Ansehen des Römischen Pabstes zu »^Händen hat, ist vermöge dieses offenen BnefeS
unterwerfen, wofern sie ihm zu dem abgenommenenPatriarchate hinwiederum behülflich seyn würden.Weil sich nun diese durch die Rönusch-Eatholischenauswärtigen Gesandren bey der QtkomannischenPforte, seiner annahmen, und er selbst etliche ivo.Beutel an d»e vornehmsten Türkischen Bedientenaustheilete, wurde ihm ziemliche Hofnung gemacht,seinen Zwek zu erlangen. Uly deswillen sahensich die Griechen genöthiqet, sich mit Jercmia zuvergleichen, der eine Summe von etlichen 100Q.Reichsthalern, nebst einer jährlichen, Pension undeiner reichen Abtey in der Moldau, vor den gan,lichen Abkrit anzunehmen sich bereden ließ, aber kurzdarauf, als man vermeinte mit ihm zum Schlüsse zukommen, wieder anders Sinnes wurde, und sich zu
„zum algemeinen Patriarcben des Bischöflichen„SrulS unserer Stadt Esnstantinopel gcsezt. Und„nachdem dieser oberste Bischof den gewöhnlichen„Tribut von neunhundert AspcrS in unsern Scbaz„erleget, so ertheilen wir ihm gegenwärtige Be-gnadigung als eine Vslkommenheit seiner Glück-seligkeit. Derowegen befehlen wir ihm, daß er ein» Patnarche aller derjenigen Griechen seyn solle, die„unter der Gerichtsbarkeit des gedachten Pakriar-„chen Stuls stehen, und nach der alten Weise le-„ben, indem sie ihre bisherigen Gebräuche, d,e zwar„an sich selbst unnüze und untauglich sind, beobach-ten. Wir wolleä ferner und verordnen, daß alleGriechen von dieser Art, hohe und niedrige, Ne-tropolitancn, Bischöfe, Priester und Manche »er-
den Eatholischen Geistlichen in ein Kloster begab, „meldetcr Griechischen Religion, diesen von uns er-auch von daraus von neuen ansieng, sich an dem Tüe-i,,nanten Oberblschof vor ihren Patriarchen erken-ckischen Hofe um die Würde eines Patriarchen zu „nen, und halten sollen, daß man sich dahero in al-bewerben. Weil aber die Griechen, ohngcachret sie , len Angelegenheiten, die bey seinem Amre bestehen,sonst in grosser Uneinigkeit lebten, sich sämtlich ver- „an ihn allein wende, und von setnen rechtmäßigeneinigten, und grosse Geschenke den Großvezicr auf „Aussprüchen in keine Weise abgehe, daß auch nie-
ihre Seite brachten, so wurde die Sache in demDivan vorgetragen, und darin beschlossen, daß Ie-
„mand ihm zu widersprechen, sich unterstehe, wenn„er Metropolitanen, Priester, Mönche, oder andere
remias billig und rechtmäßig abgesezet worden, „Geistlichen, die er vor würdig erachtet, einsezet, oderfolglich daß er ohne Erlaubniß aus seinem Eriln s.,auch absezer, wofern sie die Degradation, oder an-
gegangen sey, neue Unruhen gemacht und getrachtet
5 ) lvLVl pi?. ;s. Z 4 --cius 1. c. I. 9. 47,
ß) lOLtel 9. 59. 60. Heinec-
, dere noch schwerere Züchtigung verdienet, daß auch„kein einziger Geistlicher eder r)rden-mann ennaeS„geisilchcs Amt, das er bisher bet leider, oder künf-
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