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I. Fortsetzung von 17z t. bis 1755.
Roth gefraget, er traget aller Kirchen Sachen undAnliegen dein Türkischen Hofe vor, und befördert die-fclbige noch Vermögen. Er setzt und weihet die Erz-bischöfe und Metropoliten ein, welches em altes Vor-recht des Patriarchen ist, so ihm viel einträgt, setzt s»eaber auch ab, wegen wichtiger Ursachen, und mit Gc-nehmhaltung seines Raths, in welchem auch weltliche
lich verbannet, nicht allein die Morgcnländischcn,stcn inner-, EnryUna,,NMndprvsircr!, und der-gleichen, sondern auch den Pabst mir seinen Acsuiten,welche senier Kirche unter den Türken so manche Un-ruhe und Drangsal erregen, die Protestanten aber wolnicht darunter begreifet, welche er in seinem Patriar-chalschrcibcn,so er dem Aclianast') Dorotra>ns mit-
Eltcscci, fitzen, wachet gegen neue Lehren undKctzcrey- gegeben, Lredhaber. Christi und seine gelrcbceL<uien, doch nimt er in wichtigen und die gesamte Kirche,d i nennet, m)
angehenden Sachen, nichts vor, ohire Zuziehung seinergeistlicheir Rathsvcrsamlung, welche aus den zu Eon-stantinopef wohnenden Vischofeir und Metropoliten,auch wie gedacht, einigen weltlichen bestehet, in derenNamen er Antworten und Schlüsse ertheilet, k)
Des PatriarchcnEmki'lnflc belauffcn sich, des Dd»restainl Berichte n^rch, aufi2O2c>o. Gulden, wovoner dieHclfte an die Httomanmschc Pforte erlegen und«roch Überbein am grossen Dciranifejke den Türken,6000. Gulden an Brod, Hammel, Schafe, Easse, Zll»
Als Erzbislchiof'v§n Const.mrmopel sorget er cker und Wachsliä-tcr verwnrdcn, und damit demC^wvor seine Diöces urrd unmittelbar unter ihm stehen. ^m.rcanr odcrGouvcrneur zuEonstankinopel und andernden Kirchen, die er ordentlich untersuchet, entscheidet vornehmen Bassen Geschenke macl-en muß. Die Ein.nicht allein geistliche,sondcrn auch gewisse weltliche Sa- fünfte hebet er aus seinen Kirchspielen und ausser der
chen und Streitigkeiten in seiner GerichtSversamlung,welche wöchentlich dreymal, Montags,Mitwochs undFreytagS gehaltcu wird, darin der Arcb>lnianvltf«PporosynceUno, Mct)tdlacs»»l»s, LIMx.rs d>eco»,rioinus, Procopapas und aridere, auch Priestermön-che Sitz und Stimme haben. Des Sonrags halt ergemeiniglich eine kurze Predigt und Ermahnuiig inder gemeinen Griechischen Sprache an das Volk vonder Eanzel, wohnt auch des Nachmittags nebst seinenMönchen, und in der Woche dem öffentlichen Gottes-dienste bey in seinem Stulc. An grossen Festtagen ver-richtet er das hohe Mit in PontisicalibuS,und in derFastenzeit in den vornehmsten Kirchen der Stadt, zu
Stadt durch die Metropoliten oder seine AbgesandteErarchcn, wozu alle ihre Almosen beytragen, im Falleder Noth schreibt er cin Ermahnnngsschreibcn aus,einmchrers auSjiisinden. Sein Hof stehet viel höher amBerge als dre Parriarchalkn che, und hat die Aussichtaus dem Hafen ins Meer, samt einem kleinen Gartenhinter seinem Hofe. Seme Wohnung ist nach demBrande neu und bester erbauet und mir Schiefer ge-kokt, in dem obersten Stokwerke sind de?Patr»arc 1 -en,in dem untern senrer Bedienten Zimmer, als des Archi-mandritcn, des Archcdiacom und anderer Geistlichen,an der rechten Seile wohnen die Schreiber, derer wol40. sind, weil man keine Buchdruckcrcy hat und die
welci-erZeir er die gewöhnlichen Geschenke empfangt,^728. angelegte Buchdruckercy, nach des Dmosramisonst hat er aucsi seinen Beichtvater,und comnulnicirct Berichte, wieder aufgehörerhat, runden Hof gehet ei
am erstcir aus den Händen des Protopapas, doch be-richtet der Archimandrit Dorcsttuinuo, daß er, wie»in jeder Priester, der das hohe Amt hält, sich das A-bcndnrahl selbst reiche. I)
Sein Msehen ,st bey den Griechischen Kwchcnsehr groß,als des ersten Patriarchen, dem sie die präch-tigsten Ehrentitel beylegen und den Herligjlett nennendie übrigen Patriarchen verehren ihn als den erstenBruder, ihn und seine Kirche als dasHaupt und Rieh' ,schnür der Morgcnländischen Kirche, so wol die Grie-chen als dieTürken neigen vor ihm das Haupt,niemandaber fält vor ihm aufdic Knie. Wenn mit dcnEhrist-liehen Machten Krieg geführet wird, fragt ihn derSultan oder Großvezicr,'wie auch die GriechischenFürsten in der Wallachey und Moldau, um feine Meinung, die Griechen desto eher in Gehorsam zubehalten.Sein grösteS Ansehen und Macht beweiset er mit demso gewärmten heiligen Banne oder Excommunication,
ne nicht gar zu hohe Ringmauer. Hefters fa rcr derParriach auf die Dörfer und zu Wasser nach den imUmfange von Eonsiantmopel liegenden tleiiren Inseln,die Weinberge und Garten haben, und zum Patriar-chat oder guten Freunden gehören, weit aocr aus derStadt darf er sich, ohne sonderbare Erlaubniß desGroßvezierS, weicher oft em ansehnliches Geschenkvor diese Gunst verlangt, nicht wageir, da man ihm garleicht eiir Verbrechen aus dem Wegreisen mac 1 )en wür-de, welches kaum mikwiner grossen Summe Geldes kön-te gcbüstct werden. Wenn der Patriarch eigennützigist, oder eiir genauer Haushaltet, kan er etwas von ser-nenEinkünftsn ersparen und sinnen Verwandten nach-lassen. n)
Bey dem allen ist er ein sehr geplagterMann,welcherden AnlaufderGricchen undTürkcn an, meisten empfin-det,und sa nicht leicht einem Basien, der ihn anspricht,eine Summe Geldes, oder einem von ihm vorqeschlage-
-a er aM Sontage CLuadraqejinia die Ketzer offen-- ncnMönche eine gesuchte Würde versagen muß. Sdnst...... . - konte
ki) p. 74.
?. 67. Z49.
Hrmeccius l. c. 1 - p. 4 Z. 44. I). MIM
1 m) lOL« x. 77. leg. lOllbk p. zr. 87 -