I. Cup. von der griechischen Kirche,
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konte er leicht durch Verläunidung von seiner Würdeoder in grosses Unglück gebracht werden, wie es demPatriarchen Jercmiä I l. von scmem Archidiaconegeschehen ist, dem er übel begegnet hatte, und von die-sem davor angegeben wurde, als ob er ein heimlichesVerständniß mit Rußland unterhielte, darauf er insGefängniß geworfen und nicht eher loßgelassen wurde,bis er viel tausend Gulden bezahlet hatte, und da ihmdieses zum andern male wicderfuhr,legte er diePatriar-chcuwürde nieder und gieug auf den Berg Athos. o)Ea leicht wird er zwgrjctzo nicht abgesetzet, nachdem er.
re melden noch, daß die Griechen zu Jerusalem et-wa ig. so wol Kirchen als Klöster hätten, wovondes Patriarchen Kirche die gröste, und dem Con-smnmio als einem Heiligen gewidmet wäre, ande-re iz. Mönchklöster und 5 Frauenklostcr, welcheaus Priesterwitwen bestehen. Das meiste bringt diesemPatriarchen das Griechische vorgegebene Wunder-werk ein, mir dem heiligen Lichte und F ucr beydem heiligen Grabe da die Griechen das beste Theil,nemlich das so genante Chor der Kirche der Auf-erstehung, besitzen, und weswegen des grossen Zu-
wie bereits gemeldet worden,nicht nur seinen Bcstäti- laufs der Pilgrim, bey Gelegenheit des Wunders
gungsbricf, sondern auch eine ordentliche Bestallungbekommen hat,doch war es sollst nicht schwer durch Geldund Verlaumdung es bey den Türken dahin zu bringen,daß er,abgesetzet, oder wol gar um das Leben gebracht,
wol 2OOON. Thaler jährlich einzunehmen haben, r)Es sol nemlich am Sonnabend vorOstcrn der HErrChristus in dem heiligen Grabe Feuer vom Him-mel fallen lassen, dabey der Patriarch seine Lampe
und ein andrer Patriarch an seine Stelle gesetzet wur->und von dieser die Fremden ihre Wachskerzen an-de,wie aus den vorigen Geschichten sattsam bekant ist.szünden, so dann damit Kreuze auf ihre Tücher tröp-Der purciarch von Altraudria hat nunmehr we-jfclen und solche wider allerhand Krankheiten undige Kirchen, und gar keine Bischöfe mehr uüter sich, in den Todesängsten gebrauchen. Der Patriarch
rüge
doch tragt er eine zwiefache Krone, die er auch bey derMesse, aufbehält, und darin ein besonderes Vöbrechtsuchet, von vergoldetem Silber, mitdielcn-groffen Per-len,Rubinen und andern Edclgesteyien besetzt, die 0-ben ein güldenes Creutz hat, welches ein Geschenk ei-nes ^Großfürsten von Rußland seyn soll, und wann erMesse liefet oder lesen lasset, wird das Evangelium unddie Epistel Griechisch und Arabisch gelesen, er wird einP.ibjt genennet, tragt den doppelten Streif, der umdas Genick gehet, und bis über die Knie hängt,darfdenTürken kein Geld bezahlen und verarget es dem zuEonstantinopel gar sehr, daß er Geld giebt,weil er demzu Constantinopcl freywillig den Rang überlassen, hatcrdavorden Titel. mes 2 >lrUreus den W lt bekom-men, bestätiget die Patriarchen zu Autiochia und Je-rusalem, und führet sich nach seinen wenigen Einkünf-ten dennoch prächtig gnmrg auf. p).
Der pari lmcti von Annockmcn besitzt jetzo noch,Bcstätigunqsbriefe von der Otkomannischen Pfot'mehrere Kirchen als der Alexandrinischc, und ob er te durch seine Vermittelung erhalten. Die ausserwol in der Stadt Dami>cuc,wo ei' seinen Sitz hat, Eonstantinopel erwehlten Patriarchen, werden innoch über Eommunicantcn hat, fo wohnet er Gegenwart zum wenigsten dreyer Metropoliten oderdoch in einem schlechten Hause und ist in schlechten.Erzbi'schöfe eingeweihet, dabey sie auf einem TucheUmstände». g) «oder Teppiche, worauf ein Adler qemahlet ist, stc-
Der Patriarch zu Jerusalem hak zwey Bischöfe,Ihen, als ob sie gleichsam die weltliche Herrlichkeitzu Bethlehem und zu LAazarer > und etwa hun-^mit Füssen treten und ihr entsagen, sie sprechen ihr
überschickt so dann seine Kerzen an den Ezaar, andie'Fürsten in der Moldau und Wallachcy, und analle vornehme Herren in Griechenland, die ihm da-vor grosse Geschenke überwachen. Ehe dieses hei-lige Feuer hervorgebracht wird, thut der Patriarchin seinen Pontisicalibus vor der Thüre des heiligenGrabes die Römische Kirche öffentlich in den Bann,dabey zum Zeugniß ein Nagel mit Hämmern in dieErde geschlagen wird. 5)
Der Kayser Justiniaims hatte auch zu Ach-n'da oder (k>chrida einen Patriarchen gesetzt, demaber jetzo die griechische Kirche diesen Namen nichtzugestehet, so wenig als ehemals dem Patriarchenin Rußland, sondern nur vier Patriarchen zehlet.r)Diese werden nun an ihrem Orte von den dasigenGeist-und Weltlichen, doch auf Vorstellung desPatriarchen zu Eonstantinopel erwehlet, und die
dcrt Pricstcrmönche, auch vormahls das Kloster aufdem Berge Sinai unter sich, gebraucht aber vielAlmosen zur Unterhaltung des heiligen Grabes undanderer heiligen Oerter, und die schwere Schätzungan die Türken zu bezahlen, daher er seine Priestc»weit und breit versendet, und oft selbst nach Eou-stantinopel komt, auch viel Almosen erhält. Ande-
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Glaubcnsbekenrniß und das Symbolum mit lauterStimme her, und versprechen Christo und seinerHcerdc getreu zu seyn, worauf der heilige Geist an-geruffen, ihnen die Hände aufgeleget werden undder Patriarchalstab eingehändiget wird. Die Pa-triarchen zu Jerusalem undAlcpandria werden übcr-dem am Haupte zur Bestätigung gcsalbet, als Ge-V z salb,
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