l. Fortsetzung von r7zr. biö 17z;.
„schon genau übereinkommen, und werden sehr rheu-„er für 2O. Rubeln (40. Rcichsthalcr) verkauft,„weil sre sehr rar worden, daher sie nur von Mei-richen können angeschaft werden, insonderheit ist die„Ostrogische selten zu bekommen und kostbar. Pe-„truo l. hatte befohlen, die Slavonische mit dem„Griechischen zusammen zu halten, und diese Arbeit„anvertrauet dem Bischöfe von Tweer, Lapanii,„dem von Vologda, Le»ndoidi, einigen Popen, dem„Sophronio, so iezt in Moscau gestorben, und„phtlonieno, der sehr alt ist, und zu Novogrod„bey dem Erzbischofe lebt, weil aber einige nach der„Kayserin (Larharinä Zeiten sind aus Petersburg„nach ihren Bißthümern verwiesen worden, hat man„so bald keine neue Läilinne; zu hoffen. Ich glau-„be, die alten Griechen oder Slavonischen Manu«„scripte, daraus die Übersetzung hergekommen, sind„alle zu Grunde gegangen, weillvstroghia von den„Polacken und Tartcrn oft geplündert worden. Man„findet von den alten nichte mehr, als den Tempel„und einen steinernen Pallast, so man den Patribus„der Jesuiten übergeben hat, da sie noch eine Bi-„bliotheck ohne Manuscnpt so auch sonst war berau„bet worden, behalten. Die E»nthestungen oder„Zachala, so im neuen Testamente vorkommen, sind„zudem Ende gemacht, damit die Geistlichen und,»Weltlichen in der Kirche wissen, wie weit jedes-„mal die Lection gehet. Diese Abtheilungen sind in„dem Alten Testamente unnökhig, und in der Offen-„bahrung St. Iohanniö, denn diese beyden Bücher„werden in der Kirche nicht vorgelesen, als nur in„einigen Festtagen einige Stücke aus den Prophe-ten. Das Psalterbuch, so da Raplstsmara hat,„wird im Morgen- und Abendgebetn täglich verle-ben, ob es gleich von allen, wegen Hoheit des ver-blümten Styli, nicht völlig verstanden wird. In„der Patciarchalbibliotheck liegt ein sehr alt Manu-„script, so sieisig abgeschrieben wird, aber ich weiß„nicht, wem zu Liebe oder zu was Ende, (erzielt„hicrbey auf den Herrn ?rnf. Groß, der damals„die Mühe des AbschrcibenS auf sich genommen, x)Herr Martini führt auch das Schreiben einesEnglischen Gottesgelehrten an, aus welchem wir eben-fals etwas beybringen wollen, weil e« vom 6. Iun.1728- aus Cambridge geschrieben worden, und ver-schiedenes zur Erläuterung der Bibelhistorie bey denRussen in sich hat. Es heist nemlich von derOstroghischen Übersetzung: „Dieses Buch ward ge-druckt »IN Jahr > 581 . zu Dstroghe in Polen auf„Befehl Lonstanrini, der bey seiner Tauffe Bäsl-j„lins genant wurde, (ich gebe ihnen seine eigene,„Nachricht) Herzogs von Ostroghe, Woywodenl,„von Kyow, Palatinen von Volhinicn, der Buch-!
„druckcr selbst nennet sich Johann, Sohn Theo-„dori von Großrußland, man glaubt, die Version„sey gemacht durch einen Lonftanrinuin, genant„Eyrilluo, den Apostel der Sclavonicr. r) (Vondiesem Cprillo wird in der Rußischen Chronick,Rnicza Srepcnnaja genannt, (Buch der Krade)nebst Merhodio, ??keldung gethan, als zweyer Gne-chischen Bischöfe, Söhne des Leonis von Thcssa-lonich, im yten Jahrhundert, die an die Gegend desschwarzen Meeres zu Fortpflanzung des Christen-thums und Übersetzung der Griechischen Bibel in dassclavonische, gesandt wurden. Diesen beudcn,so zugleich für Heilige und Schuzpatrone von C'käh«reu gehalten werden, pfleget dasige LandeSgcncssen-schaft jährlich ein besonderes Fest zu Ehren zu sey-ren.) „Die Lchrion vom Jahre i66j. wird von,,lLe Eong in seiner Lilstiochcca lacra eine weit brs-„serc genannt, als die vorige. Lvrilli Übersetzung„der Bibel ist ohngefehr auf das Jahr 880. gesetzt,„da war eine alte Geschichte von S. ^icl oiipino,„einen Dalmaricr, so er wegen Gutthaten seiner Lan-„desleute in das Sclavonische übersetzt, aber d:cs„findet keinen Glauben. Es ist schwer zu sagen, wer„die Bibel in das Sclavonische übersetzt hat. Es„war nicht S. Hieronyimw, denn ich sehe nicht,„daß die Sclavonicr zu der Zeit in Illyrien ringe»„fallen, ich setze dies einige Zeit darauf, auch kam„das Christenthum nicht so sehr zeitig zu diesem„Volke, vielleicht hat abgedachter Lprillns viel hie-„bey zu thun. Man hat gefragt: Woher diese Vcr-„sion gemacht worden ? Einige meinen von der vul-gären Lateinischen, aber wenn man sie mit einander„vergleichet, befindet man sie sehr von einander un-„tcrschicden, ohne Zweifel ist sie vom Griechischen„hergenommen worden, man kan aber die Zeit schwer«„lich ausmachen. Die Alerandrinische der Königli-„chen Bibliotheck ist sehr alt, welche von dem Orte„war hergebracht worden, als sie vom Eprrtlo thu«„cari zu Constantinopel weggenommen war, sonst„höret man vowkciner. Sie sehen ihre gegenwär-„tigc Übersetzung (von 166g. auf Befehl des Ale-„ril Michaelorvitsch gemacht) ist eine Copey von,,dcr vorigen Tstikion, und ich glaube, daß die Ma-„nuscripre nicht sind zu Rathe gezogen worden, und„daß der Druck vom Jahre 158'. nicht leicht zu„bekommen. Ich mag wegen ihrer Abtheilung keine„Nachricht geben, denn sie find alle wilkürlich, wie„es dem Übersetzer oder Aukqebcr gefallen, wie ww„es auch in unsern eigenen Bibeln finden, die oft„gar' nicht geschickt genug gemacht sind, so wie dw„Capitel und Verfielst bey uns. Saubercus in„seiner Vergleichung der Verschiedenen Lecrio-
„nen
>) C. Martini l. c> z>. 14.
r) Siehe dieser Kirchenhistorie t. Theil p. 107 z.