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l. Fortsetzung von r/zi. bis ,7;7.
aber keine geschnitzte Bilder, sie thun niemand in denlschrifrcn, befinden sol. A. 17,9. hat einer NamensBann, als Todschläger, und stehet solches allein dem MindHorn, eine kurze Ei, ,lcmrncf n, Ge Aerl'io.Patriarchen zu, da denn die Verbannten an der pische, sonderlich Habvßini«ct,e alre und neueK.rchrhüre Buse thun und wol gar m eine Pöni. Cheolottie, herausgegeben, worin die dann rft'tenzhole kriechen müssen. Die Priester und Mönche ' ' — - -
haben weder Zehenden noch Almosen, die sie betteln,sondern leben von ihrer Arbeit, der König verziehtalle Kirchenämtcr, ausgenommen die Patriarchats-
körlgen Sn idcnren, eine deutlielw Rirchenüi-storie, wie auch die Lein-puncten und Rircl'e«t-Gebräuche der Heidnischen und ChristlichenEinwohner in Aerhiopien, sonderlich der Hain-
würde. Sir haben die Canon» Apoliolico; im ho'Eßinier, entworfen worden, es sind ruchIobi Ltt.hen Werthe, und auser dem verschiedene l..ru^,en, dolssi Schriften von den Habyß,n:crn bckant, «,)davon eine den Namen Christi, die andere den Na- ingleichen die kelarion tt.^rigueä'^bil neäuK.?.
mcn der Marien führet, ohne Zweifel weil sie aufdie Feste Christi und Marien verlesen werden.Über diese haben sie noch unterschiedene Bücher, alsdas so genante Orxanum vcngkcl, oder Lobbuchder Jungfrauen Marien, welches sie sehr hochhalten, in gleichen das erdichtete Buch Heuochs,und ein anderes Buch, so unter andern ein Gebetin sich hält, welches die Maria an Christum sol ge-than haben, den Jünger Marrhiam aus dem Ge-fängnisse zu retren. Von den Selen der Verstor-benen glauben sie, daß die Frommen nicht alsobaldnach dem Tode zur völligen Geniefsung der ewigenHerrlichkeit kamen, sondern erst am jüngsten Tage,bey der Vereinigung des Leibes und der Sele inzwi-schen aber sich an einem dritten Orte, zwischen Him-mel und Hölle, aufhielten. Sonst pflegen sie nochheute zu Tage bey dem Altare ihre Gaben zu opfern,Weirauch, Wachs, Weizen oder Meel zu dem geseg-neten Brode, Bücher, Kirchengeräthe und derglei-chen. Sie haben eine seltsame Kirchenmusik, nem-lich zwo Paucken ein eisern Stöckgcn vol Schellen,und eine halbe Trommel mit Schellen behenget, dar-auf sie unter dem Singen schlagen, hüpfen und sprin-gen, in die Hände klopfen, und viel Allcluja singen.Die angehenden Ehcleute werden vor derKirchthürcunter dem freyen Himmel getrauet, es ist aber nichtsgemeinere, als daß die Eheleute durch die Königli-chen Richter von einander geschieden werden, wiewolsolches weder die Geistlichen noch die Bauern thundürfen, und obgleich von der weltlichen Obrigkeit undden Bürgerlichen Gesetzen die Polygamie zugegebenwird, so wird sie doch von der Kirche verworfen, unddie darin stehen, werden von dem Abendmale abge-wiesen. Von der Gesandschaft, welche sie an den
^ lrsäuire cominuce par /,kari, 1728. 4. i)
Nun ist noch zum Beschlusse dieser Nachricht et-was von den Secren der Russen zu gedenken, wel-che überhaupt bey ihnen Raskoluizkcu oder R»-fcolsziken, das ist, 8 cl»i 5 makiki genennet werden,davon zu Anfange des ltzten Jahrhunderts nur et-was weniges angeführet worden ist. LbrlstianTNarrnil hat in seiner Nachricht von Rußland, ausdes Demerrü Sari; Roßisklo Raskolmtsches'koi, oder Untersuchung von dein Gchijinari,sehen Glauben, davon mehrere Nachricht gegeben,als man sonst in unserm Lande gehabt hat. Dasmeiste, dessen sie beschuldiget werden, berriftihr Abweichen von den Rußischen Kirchen-gebräuchen und die unbesonnene Begierde, Märtyrerzu werden,und selbst zu verbrennen. Dasindalso 1.)Chrlstophtschina,dcrenHaupt war ein Turtc,der sichChristum nenncte, den sie ohne demZeichen deeRrcu«tzes verehren. Er führte bey sich ein schönes Mägdleineine Rußin, eines Bürgers Tochter, die er Mutternenncte und das gemeine Volk gar ein GotteS-gebärerin. Er wohnte im Dorfe Paolo perewozgenant, bey dem Dcca, sechzig Werste von LTistLTovogrod, und Hielte zwölf Apostel, die herumwandelten, so bald sie einen Einfältigen überredet,führten sie ihn zur Anbetung des falschen Christihin. Seine Anhänger lästern zwar die RussischeKirche, doch besuchen sie die Tempel, verehren dieBilder, küssen das Kreuz, so ihnen der falsche Chri-stus erlaubt, damit sie nicht verrathen werden. Erist von jemand in einem verfallenen wüsten Tempelbey der Molga gesehen worden,da erben dem Her-ausgehen von dem Altare einen Eirkel, wie sie «hn
Pabst Clementem Vll. sollen geschickt haben, undiden Heiligen auf den Bildern um das Haupt »nah,von den Meßionen der Römischkatholischen, sie zurren, um den Kopf gehabt, um welchen viel kinneRömischen Kirche zu bringen, ist in dieser Kirchen- Bilder als Vogel herum geflogen, d»e der Rußische
Historie, wie auch von dem Hasse, welchen beyderseitsgegen einander haben, im sechzehenden, siebenzehndenund achtzehendcn Jahrhundert Nachricht gegebenworden. Sonst sollen sie auch zwey UniversitäteneinezuArum und die andere zuEmbie haben, wo-selbst sich auch ein groser Vorrath von Büchern, dieaber alle geschrieben sind, und von raren alten Hand-
Scribcnt vor Teusfelgen oder kleine Bilder, die anden Cirkel angeheftet gewesen, hält. Das verführ-te Volk ist bey seinem Anblicke auf das Gesichte me-
der-
k) Siehe die vorhin angeführte -uüorer loe. cir.i) Gelehrte Zeit. »7--. x. 12. 447-