I. Cap. M. Abthcil. von der Lehre.
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auch die (Gemeinde immer mehr zu, so, daß am Lande weiter aus, da der Catechet Ghmappcii,Weynachtsfcste Anno.i?Z2. sich a,tf276. Personen^dcr seinem Bruder dem mehrmahls erwehntcn Rn-die insgesamt Christen, so auf dem Lande hin und-jairarkken, in gutem Eifer treulich nachfolgte, sichwieder wohnhaft, in Tranquebar zum Gehör des! zu Madagacudi im Tanfchaurischen, niederließ, undgöttlichen Worts und Genuß des heil. Abendmahlöchas dasige Oberhaupt durch gute Vorstellungen da-
elnfanden, und bey dieser Gelegenheit auch zur leiblichen Sättigung einige Tage bey einem Liebesmahleerquicket wurden, c)
Hierzu trug nun der rühmliche Fleiß der Cateche-ten ein grosses bey, welche bey zunehmender Ertönt-niß auch immer mehr Eifer zeigten, die ChristlicheLehre auszubreiten, und der Gemeinde Gliedmassenzuzuführen, daher sie sich nicht nur selbst durch flech-sige Betrachtung der H. Schrift unter einander er-bauetcn und berathschlagten, wie durch ihren Dienstdie Christliche Lehre tönte ausgebreitet werden, <i)sondern auch durch fleißige Untcrrichtung andererund hie und da angestelce Visttationcs, ihre gefastcnRathschläge treulich ins- Werk zu richten suchten,wovon sie allemal denen Mißionariis ihre ausführli-chen Berichte so wol mündlich als schriftlich erstat-teten, welche von ihrer Erkäntniß und rühmlichenEifer «in sattsames Zeugniß geben
Weil auch in der Gemeinde eine ziemliche AnzahlDittbe» und andere ledige.Wcibcspersonen vorhawden, die theils noch Unterricht, theils eine genauere Aufsicht bedurften, dabey die Catechetcn nichtallemahl füglich gebraucht werden tonten, so hieltendie hliiüonarii vor rarhsam, ein verständiges undbetagtes Wcib aus der Gemeinde, so dabey ein gutZeugniß hat, zu einer Lchrmcisterin zu bestellen, de-ren Arbeit darinnen bestand, daß sie die jüngere Wei-bespersonen und ledigen Mägdlein unterrichte, diePredigten mit ihnen wicdcrhohle, sie zu allen Gutenermähne, und auch sonst auf ihren Lebenswandelgenau acht habe. ej
Bey mehrerer Ausbreitung des Werks wolte derRaum im Mißionshause nicht mehr zulänglich seyn,daher steh die Mißionarii entschlossen,. des seel.Probsts Zieyenbalgs Ha»ß vor 50V. Thlr. an dieMißion zu erkauffen wozu nachher» ein Malaba-rischer Kaussmcmn, ein Stück von seinem Hofranmverehrcte,, welches Geschenke darum desto merkwür-diger, weil es von einem Heydnischcn Manne oü'eri-rer wurde, g) Man verlegte auch die Portugiest,schc Knabenschule aus dem kleinen Mißionshauseindas grössere, damit derjenige Mißionarins, dem dieordentliche Aufsicht über dasselbe zukam, seine Woh-nuilg daselbst nehmen könter k)
Nicht weniger breitete sich ant, das Werk
csidiä. p. >262.
Hx.XXV. Lcmc. pr». l>6r. 1164. L^onc. XXXVH. p. 6;.e)XXXVl- Lnnr. «248. leg.
5 )XXXX^!l. Lonr. pnz. 21.
Hjlbiä. pr». 44. 1>) Ibiä. z6.
hin bewog, daß! eä'i die Erlaubniß gab, da-selbst anzubauen, da er denn an verschiedenen umlie-genden Dörfern Gelegenheit fand, das Wort GOt-tes zu verkündigen, daß sich auch die hcydnischeObrigkeit selbst darüber verwunderte, daß sich dieChristliche Religion allenthalben so sehr in diesemLande vermehrete. i)
Doch diese Ausbreitung verursacht« bey den Fein-den der Wahrheit einen desto grösseren Neid undErbitterung / und eben der ietztgcdachte neue Anbau,)U Madagacudi machte dem Rajanarkken einenneuen Verdruß, welchen er schon mehrmals von denRömischen erfahren müssen. Denn als derselbemit seinen Leuten aufs Pfingstfcst nach Tranquebargehen wolte, ward er unterwegcs von einem Haus«scn Römischcatholischer angehalten, und gefragt:ob er nicht derjenige sey, dessen Bruder sich zu Ma-dagacudi niedergelassen habe. Da er nun solchesmit ja beantwortete, versammlete sich eine starkeRotte wider ihn, schalten und schlugen ihn als ei-nen Verführer, und ward der Tumult so heftig,daß dabcn ein Geschrey entstand, man solle einensolchen niederhauen. Es zog auch würklich einerden Scbcl auf ihn, und würde ihm ein noch grös-seres Unglück widerfahren seyn, wenn nicht dessenWeib nebst noch einer andern den Catechetcn umfas-set und den Schlag gehindert hätten. Er selbstaber zeigte dabey eine recht Christliche Bescheiden-heit, und sprach: beweiset mir mein Verbrechen, undnehmet mir so dann das Leben, ohne Beweist mitmir so zu verfahren, ist das höchste Unrecht, doch weilich nicht um Ubelthat willen leide, so ist mir dieseSchmach eine Ehre. Der HErc IEsus ist beymir, er wolle euch ein ander Herz geben, indessen istmein Leib in eurer Gewalt.
Hierauf wurde die Wut zwar einiger Massen ge-stillet, doch hörete der versammlete Haufe nicht aufsie noch weiter zu verfolgen, dazumal unter dessenauch zwey Römische Catechetcn dazu gekommen wa-ren, die den Tumult dirigiretcn, bis sie endlich nachHuduar kamen, und durch ihr Geschrey: Ist hierkein Recht, ist hier kein Recht, einen dasigenHcyden bewogen, daß er sich ihrer annahm, und ih.ncn Sicherheit für ihren Feinden schuften, daß siemsthre Reise nach Tranquebar ungehindert fortsetzen'tonten, lc)
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