I. Cap. IV. Abtheil. von den Zwistigkeiten
keHrung derselben gelehret wurde, von besten Be-mühungen die Juden ju bekehren zur andern Zeitzu gedenken ist. lc) Herr v. Zelrner gab 1754.eine Oillertacion äs impeclunentt! 6c ^äiumsntiz con-ucrlloni! luäaeorum praecipuir heraus, darin erzwar die Bekehrung der Juden zu befördern suchtestch aber von einer algemeinen Bekehrung schlechteHofnung machte. I)
In des Dachsels kibiji, accenruati? wurde diealgemeine Bekehrung der Juden behauptet, unddaher solche in der Samlung auserlesener Materienzum Van des Reiches GOttes gerühmet. rn)
Unter den Reformirten pflichtete AnronDriejssnin lelu nascencc Patience 6c invrience 1732. n) die-sem Lehrsätze bey, und meinetc das dem Malchoabgehauene und von Christo wieder angeheilte Ohr,habe dergleichen vorher bedeutet. Eben dergleichenwurde auch in des traÄacu äe üaru
inorcuorum 6c relurgcncium , 6c äe kurura Iu 6 acorum reüauracionc, der zu Helmstädt i/ZZ. über-setzt, aber von den Verfassern der fortgesetztenSamlung geprüfet wurde, gelehret o) BernhardMeyer suchte in seiner zu E bec scl-' herausgegebenen kurzen doch nähern EikläumgundBefestigmig des christlich-rcfornrtrren Eatechistni, und Johann Daniel Mann m denen zuBreinen 1754- herausgegebenen dem P rophetenAacharia durch den in ihm redendenEn^el desHE rn gezeigten Gesichten und predigten,dergleichen zu behaupten, p) und Gaurin schienstch gleichfals, von einer noch bevorstehenden son-derbaren Bekehrung der Juden, grosse Hofnungzu machen, g)
XXI.
Was ist wegen des geistlichen Priesterthumsferner gestritten worden?
Daß Herr l) Arackerviz eine üiiguilicionem äcläceräokibuz 6c k-euitir Igoui Tellainenri 1729. her-ausgegeben habe, ist in dem andern Theile beydiesem Puncte zuletzt angemerket worden, in die-
Hanfch in seiner Abbildung der predigten imersten Lhristenthume, der Rath gegeben hatte,daß man künftig wohl geübte Layen öffentlich sollemit predigen lassen. H Jngleichen bezeigten sie einMißfallen, daß Herr v. Jo. Georg pe^ tsth inseinen Llemcntis lnrir Lsnniuci , allen Unterschiedder Elerisey und Layen verworfen, das Lehramtnicht aus dem göttlichen Rechte herzuleiten zugege-ben und einen sonderlichen Unterschied imer miniüe-rium Verbi, welches von GOtt, und Ministeriumccclellafficum, welches von Menschen sey, gemachthätte, r) Fast eben dergleichen setzten sie auch anLhristiani Lidern Untersuchung von den Lo»r-vencionalrcchren der Evangelischen Ai.che, so1734. herauskam , aus. u)
Hingegen Mttste billig ein jeder vernünftigerMenschmißbilligen, daß Lhrlstran Democrüus in seinerpredige vor Nürnberger Prediger in der Vor-rede schrieb: „Es sey gar nichts gesundes mehr an„dem Priesterstande, und wenn man nur einen Pre-diger nennete, so wäre es so viel, als einen blinden„und verkehrten Heuchler zu nennen , bey welchem„weder Wahrheit noch Weißheit, weder Tugend noch„Gerechtigkeit zu suchen wäre, er hoste noch die Zeit„zu erleben, da die Priester dieses selbst erkennen„und bekennen würden.,, Welche Hoffnung, daßsie falsch gewesen sey, sein unverhofteS Ende gezeigethat. x)
XXII.
Was ist wegen der Beicht und Absolutionvor Streit vorgefallen?
Einmal haben verschiedene Juristen von der Beich-te überhaupt also gcurtheilct, daß die Gotkesgelehr-ten dawider Erinnerung zu thun stch gemüßiget ge-funden. So hatte Herr Johann BalthastrrMernher zu Mirrenderg in seinen krincipüz lurirLccjellsltici ?roreüsmium, dieAbschassung der Beichtevor etwas indifferentes gehalten, sich wider dieKir-chenbusse erkläret, und vorgegeben, ein jeder Christekönne das heilige Abendmahl austheilen, der Geist
ser widerlegte oerselbige Herrn v, Lang. 11, welcher!^ Verfolgung habe zu unserer Zeit überhand ge-unter den Priestern und Lcviten Altes Testaments, ^ Pietät vertrieben, rc. y)alle Christen verstanden hatte, daß er auch vorge-!^^r.O'>A'kedrich N)illenberg,, der we-geben, unsere Lehrer solle man durchaus nicht Prie->^" seiner Zwistigkeiten mit den Gottesgelehrten aus
ster nennen, r)
Die Verfasser der fortgesetzten Samlung warennicht zufrieden, daß Herr I). Michael GorAieb
1c) Fortgesetzt Samlung >7zc>. p..1147.
l) Eben diese p H4-
m) Eben diese 173 z p. 117. n) Eben diese x.'z;r.0) Eben diese>7Z4. prg. r-9.
p) Eben diese p. 5049. 1041.
q) A. Theologische Bibliothek, 83 -' Thei/, p. nSz.r> Fortgesetzte Samlung »731. p. zzz.
dem andern Theile unserer Kirchenhistorie bekantist, hatte in seinem Traktate cls oKcio vocanri; 6 caci minilterium Lcclelislticum, so zu Jena«7Z 2. gedruckt worden, gelehret, die Privatbeichte,so er nicht accurat die Ohrenbeichte nennet, sey einT 2 blosser
5) Eben diese ? 49 - r) Eben diese 1732. x. .496.o) Eben dieser« i 7 Z 5 - p. 70.
x) Eben diese »744. pvi 8 r.
y) Eben diese. 1730.x. xo.