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r Fortsetzung von ryzr. bis »7)5.
ferner des P. Se r"s jetzt angeführtes Buch, undendlich der am 2z. Febr. 17Z4. gesasseke Schlußdes Parssischcn Parlcmenks widerleget wurde, undder Verlader so gar behaupten wölke, daß man voneinem Lvncilin Occumcmco an den Pabst oppelli-
wäre. Es war zwar dieses Buch schon 1729. zuLion, doch ohne Privtlegia gedruckt worden, abernun kam es mit Erlaubniß des Abt« und Generalsder Cistcrcienser, von neuen heraus und wurde rechtbekanr. So bald als man den Inhalt desselben inren und daß der Pabst dessen Schlüsse ändern kön-'.Frankrrich recht erfuhr, wurde es durch einen Ve-ne. Hierwiderstellete dcrp.vT-erxy 17 4. zu C öln,, fehl vom Hofe unterdrückt, und im Parlamente zu
(X^enedNI) an das Licht: Insal ioililsrir ?onkistcjaeiuliis kermmi; circumlcriprac expiicarie,, darin ersich vertheidigte, und seines Gegners Meinungvon der Appellation an den Pabst und auch daß derCardinale Einstimmung nur Berathschlagungen,und gar nicht conäikio kme gua non sey, Nachdruck,lich widerlegte, 2.)
Im Jahre 17; i. hielten zwey Dominicaner Dr»,its und Miller zu Tnut». im September eine Dis-putation, und der Abt Cac-aznam machte in sei-nen Vorlesungen über das Canonische Siecht zu Tu-rrn, gewisse Sätze bekannt, darin in beyden deck
Parlß verdamt, weil es dem Baselischen und Cost-nitzer Loncilii,, und der Französchen Kirchenfrey-heit zuwider, und unter andern setzte: der Pabstverschlösse sich in der Fülle seiner Macht, alle ande-re Prälaten hätten keine Macht, als so viel er ih-nen mittheile, das Concilium habe keine Macht un-mittelbarer Weise von Christo, sondern vom Pab,sie, wo es von diesem abgesondert,könne es irren, rc. c)Mit dem Canton Lnc-im hatte der Päbstlich«Stuk neueFwistigkeiten, als im Jahre 1755. wegender Kirchengüter ein Streit entstand, dabey mandas päbstliche Ansehen nicht so hoch, wie sonst in
PabsteS Ansehen gar sehr verkleinert wurde, z. E-!den alten Zeiten geschehen war, zu verehren schien,der pabst kann auch in Religionssachen irren,! doch hiervon ,st das Leben des Pabsts Clemens Xll.ob er auch gleich den Ausspruch von dem Gru-'nachzusehen, da diese Sache schon um mchrern be-
le Sr. pecrl r -äre, der pabst allein kan ohneBeystimmung k cr ganzen Breche, in keinenGlaubensarnckel einen gewissen und richterli-chen Ausspruch thun, der pabst ist nni r dasOberhaupt u d der algeineine Bischof aller andern Christlich n Buchen, sondern eine jedwedc Buche kan nach Gefallen eine bechndereLi chcndiscip in vorschre den und anordnen,die Macht eines Loncilii ist über den pabst,welcher auch so gar von dein Lsncilio kan ab-gesetzer wenden, und viele andere, die merkwür-dig zu lesen sind. ->) So bald diese Sätze in Rombekant wurden, machten sie ein grosses Aufsehenund der Cardinal Alexander Albani, lies, wie ervorcab, auf Befehl des Königs von Sardinien,
rühret worden, ll)
XXXXM.
Was ist wegen der Wunder des Abts Pa-ris gestritten worden?
Das Leben des Abis s a> ls haben wir oben erzeh-let, weil nun daraus seine affecrirte.Heiligkeit bekant«st, so machte diese, daß er von einsältigen Leuten,nach seinem Tode, vor einen wahrhaftigen Heiligen,der gar Wunder thun könne, gehalten wurde. Da-her entstanden nach seinem Grabe Walfahrten, vonallerhand kranken Leuten, welche sich auf dassclbige leg-ten, so dann gar Eonvulsionee bekamen, und also ihrerMeinung nach gesund wurden, durch die Verbitte desheiligen parrß, welches sie doch eigentlich «hrer när-bekant machten: Es wären diese Sätze niemals zuptschen Einbildung zuzuschreiben hatten. Da er aberTurin weder verfertiget noch vertheidiget worden,lals e»n strenger Äppellante gestorben war, so wollen dieund alles was davon gesagt, wäre eineUnwarheit,rc. Constttutiomsten, Jesuiten und Contraappellauten,Weil man auch die Jesuiten beschuldigte, als hätten jdurchaus nicht zugeben, daß es mit seinen Wundernsie die ganze Sache aus List und Bosheit erdichtet,
' ^ e,._
und durch ihre Schüler ausgebreitet, so liessen siedagegen eine besondere Apologie drucken, b)
Im Jahre 17zg lies der p. Raphael Bon'dlg, ein Teutscher Bernhardiner, der sich in Frank,reich aufhielt , Lilcnclium ?riuile§,orum Ae^ulariumcam rncn.iicanrium, t^uam non menäicanrium, Maxi-me Llücrcienlmm, Loloniae Kkunarianre drucken,darin er des Pabsts Ansehen gar entsetzlich hoch trieb,als wenn der Pabst eine wahre Gottheit auf Erden
richtig zugienqe, und also entstanden heftige Bewe-gungen und S Nettigkeiten. Die Sacke >st so selzam,daß man kaum glauben solle, wie eö möglich, daß beyeiner Nation, die sich sonst so klug zu seyn dünket, der-gleichen närrische Dinge vorfallen sollen, den» dieConvulsioncS oder Verzückungen breiteten sich berge»stall unter das Volk aus, daß man in kurzer Zeit euregrosse Menge von Convulsionairs, und eine ordentlwche Secte dcrselbigen, nicht nur in pariß, sondernauch an andern Orten antraf.
Ich
c) Fortgesetzte Camlung 497-
<t) oben prz- gr. f.
r) Fortgesetzte Camlung 17,4. p. s»». !
a) Sl Theologische Bibliothek 5?. Theil, p. 995. 5 egg.
b) Eben diese, 60. Theil, p. 1095.