V. Cap. von dem ausser!. Zustünde
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entrissen, wie bey der Baronesse von Aufstß inFranken, der man ihren Sohn auf öffentlicherStrafe mit bewehrter Hand entrissen, ingleichsn beyden 4. E ci-altlMei» Kindern und andern mehr ge-schehen ist, die man ihren Anverwkndten mit Ge-walt genommen und Catholffch gemacht. 2) Hin-gegen haben die, so Evangelisch geworden sind,nichts von ihren Vermögen erhalten können, der-gleichen bey der Freyin von Hlziestem aus Böh-me,» und andern wahrzunehmen gewesen. 2) Manhat die Evangelischen Prediger mit Processen vordem Reichshofrathe, durch den Reichsftscal, verfol-get, als wenn sie hart wider die Mutter Mariamgeredet hätten, dergleichen zweyen Predigern zuEssen, (Kciumedcrr» und BaDmstäbre»» wieder-fahren ist, und gar geschwinde wider sie verfahrenwollen, da es sonst, wenn vor die Protestanten ge-sprochen wird, sehr langsam hergehet, b) Und we-gen der Refornürten Gemeine zu Wevth und derenPrediger K1. Sct>lürer, muste der König in preistst»», sich,der Sache annehmen, und an die Re-gierung nach Münster i?gO. ein Schreiben erge-hen lassen, c) dadurch doch wenig oder gar nichtserhalten worden.
Das allermcrklvürdigste Stuck dieser Kirchenhi-storie ist, die grosse Wanderung der Salzknrgisct)en Evangelischen, da über etliche gooOo.Seelen endlich ausgegangen sind, und anderwers,meistens aber im Preußischen, ihre bleibende Stättegefunden haben. Es sind derowegen eine unglaub-liche Menge von Schriften herausgekommen, welcheman in der Fortgesetzten S-NttUmg, 6) in den3upplem«nru zur Auserlesenen Theologischen Bi-bliothek und in andern dergleichen Schriften, esfleißig erzehlet hat. Am wichtigsten find darunterfolgende, als der ssgenanre Aetennräsilge Berichtvon der l tzrnraltgen schweren Verfolgung derEvangelischen in dem Erzblschofkkmne Salz-burg, Frankfurt und Leipzig, nebst den dazu ge-hörigen cKalzbirrgischen Emigrattonsacten,gejamlee von Johann ^aeob Mostr, re. 17;r.in zwölf Stücken: die Ausführliche Historie derEmigranten, so zu Leipzig 17z 2. rc. in ver-
r) Fortgesetzte Samlung 17z,. ?. «8. 800.
») Eben diese 17;-- p. zaz. b) Eben diese p.;-4.c) Eben diese «7;c> p. 1207.
<!) Eben diese >7Z2. p. zry. zzo. 984. 67,. 672. «;6.> 7 -Z- >6r. ;io. 6,4. 6z». 646 6;c>. 6;l.8;r. >ci6.>70. 999 - 8»8 >?Z 4 . p- « 47 - ' 5 *. »04. 299. 682.68Z.804.t?z;- 98 4>6. p. 607. 61.
»^..Hü'"burg,sche Berichte i?Z4.' ?. 21«. «Nieder,sächsische Nachrichten >7»r. p. ;86. 679. 772. 807.p. i4>. Auserlesene Theologische Bibliothek. 66. Theil?.61;. 8upplemem» dazu, rc.
in. Tbcil.
schiedenen Theilen herausgekommen ist in 4. k) G.G. Göckings volkom»»»ene Eniigrarionsge,schichte, von neuen aus dem Salzburgischenvertriebenen und grostentheils naüi Preussengegangenen Lutheranern, so mit des HerrnAbt kftoßheims Vorrede 1734. 4. zu Frankfureund Leipzig herausgegeben worden: g) lohnn«tieorgii 8clielbornii Lommenmrio lustorico- ecclcila-stica 6e religioniz Luangelicas in prouincia 8 ali 5 öur-genli orcu, progrestü Lc fatir, Tipstse i/zr. welcheHerr tck. Stübner ins Teutsche übersetzet und Herrv. August Friedrich Müllers Dissertation vondem Auszuge der Einwohner eines Landes der Re-ligion halber, beygefüget hat, K) anderer zu geschwei-ge», welche auch von allen Orten, wo Salzburgerdurchgezogen, hervorgekommen find.
Was diese außerordentliche Begebenheit selbst an-betrifr, so haben sich im Salzburgstöheu immer,seit den Zeiten der Waldcnser, sonderlich aber seitden Zeiten der Reformation Lutheri, Leute gefun-den , die an der Römischcatholischen Kirche keinVergnügen gehabt haben , und wenn sie gleich sichim äußerlichen noch einigermassen zu derselbigengehalten, so sind sie doch heimlich der Evangelischentehre zugethan gewesen, haben vor sich die'Bibel,Johann Spangendergs Postille, das Nürnbergi-sche Handbuch, und andere Evangelische Bücher ge-lesen. Schon 1684. und 1686. äusserte sich dieses,als einige Salzburger nach Begerifiurg kamen, undihre Drangsalen bey den Protestantischen Befand-schifften anbrachten, vor die endlich von Chursachsen,Churbrandenburg und andern ProtestantischenStänden, bey dem damaligen Erzbischofe Maximi-lian Gandolfo, so viel erhalten wurde, daß ihrer420. emigriren durften, unter welchen der oben ge-dachte Joseph Schaitberger der berühmteste war,die aber über 6oc>oo. Gulden im Stiche lassen mu-sten. Unter dem vorigen Erzbischofe , einem Frey,Herrn von Harrack), der ein gütiger Herr war,blieb die Sache ziemlich rn Ruhe, allein unterdem jetzigen Herrn Erzbischofe , Leopold 'Antoneinem geborncn Freyherr« von Firmian, wurdensie etwas genauer beobachtet, und da man etwasder Eatholffchen Religion widriges bemerkte z. E.daß sie keine Rosenkränze hätten , den EatholffchenGruß: Gelobet styIEsus Christus, nicht brauch-ten rc. gezwungen, in die Catholischcn Kirchen undmit den Catholischcn Proceßionen zu gehen, es_Wur-
fs Fortgesetzte Samlung 17z».?. Z29. 17;;..?. 6z6.> 7 Z 4 - P- 68Z.
xs Eben diese >7;;. p. 822.
li) Eben diese >7;;. ?. >64. 298. Niedersächsische Nach-richten I7Z2. x. 5Z4. 6Z7. 874.
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