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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Fortsetzung von I7ZI. bis 17z5.

wurden ihnen auch die Bücher weggenommen, undverschiedene in harte Gefängnisse gcleget.

Also kamen anfänglich ihrer zwey, Hans Lere!),ner und Brir D eine 1729. be» dem Evangeli.sehen Corpore zu Regenjpurg mit ihren Religions«bcschwerden ein, und baten ihnen die Freyheit zuemigriren , zu bewürken , und die Sache wurde zuAnfang des Jahres 17Z0. zuerst in Bewegung ge.

klären sollen und sich anheischig machen, nimmcrmc! rdie CathoUsche Religion zu verlassen, fanden sich im-mer mehrere die emigriren wölken. Der Salzburgi-sche Hof lies eine Erzehlung drucken, darin dieEmi«granten der Rebellion, und daß sie Christum nichtanbeteten, beschuldiget wurden, weil man meinte, esdahin zu bringen , daß sie vor Leute gehalten wür-den, die des Religionsfnedcns nicht fähig waren

bracht, da auch die Salzburgische Gesa»,dschafk sich'und also das Recht nicht hätten zu emigriren, eswegerte, einige Vorstellungen vom Evangelischen'kamen auch allerhand Dinge wider die EmigrantenCorpore anzunehmen, ergieng von demselbigen einige von Catholischcr Seite heraus, die aber von demVorstellung an den Herrn Erzbischof selbst vom 22. Gegentheile kräftig widerleget wurden , wie dennApril i7zo. Weil man nun aufSalzburgischer Seite auch, was Ihre Käyserl.Majästät an die Stadt Kc«die Sache mir Gewalt anfänglich kractirete , und gcnsvttrg, als wenn ihre Prediger die Salzburgermit der äussersten Schärfe wider die Einwohner, aufgewiegelt hätten , ergehen l«es , abgelehnet

welche sich zur Evangelischen Religion betanken,verfuhr, sie als Rebellen in Ketten und Bandenund in die härtesten Gefängnisse legte , Kayserliche

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wurde, i)

Weil nun die Bedrückungen im Salzburgischenimmer heftiger wurden, nahmen sich die Evangeli-

Völker einrücken lies, der vermeintlichen Rebellion scheu Stande, über dieses der Holländische Abqezu steuren, die Gränzen und Pässe zu besetzen , sich sandte zu Rcgenspurg, der König in Dännemark, die

der verdächtigen Personen zu bemächtigen, IhreKayserl. Majestät, wie sie nemlich von der Geistlichkeit waren berichtet worden, vom 26. Aug. 17zr.öffentliche Abmahnungsschreiben wider den fernernAufstand ergehen kiesen, man ferner den Evangelischen ihre Bücher nahm und verbräme, hernachda das Evangelische Corpus vor dieselbige inständigstbey Kayserl. Majestät und dem Herrn Erzbischofeum die Emigration anhielt, sie in etlichen Tagen,mit militärischer Hand und bey Verlassung alles ih.rigen aus dem Lande schaffen wolte und harte Aus-druckungcn wider die Evangelischen gebrauchte,wurdedie Sache ivon allen Seiten ernstlicher- heftiger undgefährlicher, so daß immer grössere und wichtigereBeschwerden von den Salzburgern bey dem Evan-gelischen Corpore, und von diesem wiederum beyKanscrl. Maj. gcführet wurden, so daß es nichtviel gefchlet hatte, es wären allerhand weitausse-hende Bewegungen und besorgliche Unruhen darausentstanden.

Endlich wurde die erste Parthey von Emigrantenan 800. stark, mitten im Winter fortgeschaft, welcheden 27. December 1751. sich ,vor Rmrfdeuren ein«fand-n- darauf folgten noch verschiedene andere, baldstärkere, bald schwächere Partheyen, und weil die

Könige in Engelland und Schweden, sonderlich derKönig in Preussen der Bebrütten mit allem Ernstean, der König in Preussen lies bekant machen, wieer die Emigrircnden in seinem Lande aufnehmenund versorgen wolle. Es wurde auch eine Emigran-.tencaffe zu Kegenstuil y aufgerichtet, und dazu al-lenthalben wichtige Geldsummen eingcsamlet, wiedenn aus Eng^U-iid über Z8600. Pfund Sterling,aus Holland 522202. Fl. von der dasigen Juden«schaft so gar 25200. Fl. aus Hamburg über 28440 »Fl. aus lTilürnbercr über 10022. Fl. aus dem Han-noverischen 62220. Reichsrhaler, aus Vünne-mark über 122002. Mark, von den Mennonistenin Vanzjg Z4<x>. Fl. ausser diesen über 22220c».Reichsthaler hin und wieder, so ihnen von ChristlichenGemüthern bey ihren Durchreisen mildreichst zuge-worfen worden, ohne das was Ihre Königl. Maje-stät in Preussen den Emigranten zugewendet haben,den Salzburgern grästenthcilö zugeflossen ist, wieman wenigstens glaubet. Da auch nachgchendS derKönig in Preussen darauf gedrungen, daß ihnenihre zurückgelassene Güter haben müssen gut gethanwerden, so sind noch vor kurzer Zeit von ihren ver-kauften Habseltgkeiten durch den Preußischen Bevol»machtigten Herrn von plotcho, 400222. Rthlr.

Frist zur Emigration zu kurz war, bemüheten sich die nach Berlin geliefert worden. Es sind denn dieEvangelischen Stände diesem Uebel, durch wieder« mreistcn in Preussen, viele im Reiche zu Ulm,holte Vorstellungen abzuhelfen, einige schienen gar ^Tsürnberg, Augspurg, viele üu Hannoverischen,geneigt, gegen die Catholischen, in ihren Lande Re« viel«

pressalien zu gebrauchen, und da man die übrigen,die im Salzburgischen zurück bleiben wolten, durcheinen schweren Eid zur Catholischen Religion zu ver-binden suchte, dabey sie zugleich die bereits emigrirtenvor Leute, die in das Veroeröen gegangen wären, er«

;) Fortgesetzte Camlung 17,'. p. Z V. vry. ,7,,. p.

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y?7. r?Z4 p. >47. p br. chamburgischc De«richte >7^1. a »2 Niedersächstsche Nachrichten p. 82S.A Theologische Bibliothek 6 > . Tberl p 89. EurvväischeFamaZZL-Theil, x. ioz»-l24. Aclciiinasiger Der^r x-r