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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Cap. von den Rom. Cathol. Lehrern.

angeführtem Ort nachlesen. K) Wir aber glauben vonder sämtlichen neuern griechischen Geschichte so vielbeygebracht zu haben, als dienlich ist, die in demvorigen gegebene Nachrichten zu ergänzen, zu ver-bessern, und zu vermehren.

X.

Was vor Lehrer sind in der Occidental-schcn Kirche zu merken?

1. Die Römlfthcacholischen Lehrer.

2. Dre Eoangelischlucherischen Lehrer,z. Die Resormirren Lehrer.

XI.

Was sind vor Römischcatholisthe Lehrer zumerken?i. Ein Pabst.

XlV.

geb. den zi.Merz 167;. Card. i?»«- Pabst 1740-

So.vol von der Gelangung dieses Pabsts auf denpabstlichen Thron, als dessen persönlichen Eigen-schaften, und den gleich bey dem Antritt seinerRegierung gemachten Anstalten, ist in dem vorher-gehenden zur Gnüge Meldung geschehen. Die seitder Zeit vorgefallene politische Angelegenheitenwollen wir kurtz, die von ihm getroffene Anstaltenin Kirchensachen hingegen, etwas umständlicher be-rühren. Die vornehmsten Höfe, mit welchen derpäpstliche Stul gleich bey dem Antritt seines geist-lichen WeltregimentS Verdrieslichkeiten beyzule-gen hatte, waren der Portugiesische, iLardinische,und Neapolitanische. Wie die mit den zwey ersternbald gütlich beygeleget worden, haben wir vormalsgedacht.

Der Vergleich mit dem Neapolitanischen we-gen der Kirchenfreyheit erfolgte nicht lange-hernach.Man hat zwar denselben niemals ordentlich bekantgemacht; doch woltc man wissen, daß er aus 12.Articuln bestanden. I) Es sollte unter andern da»rinne ausgemacht seyn, daß zu Neapolis ein neuesTribunal errichtet werden solle, das aus zwey Geist-lichen und aus zwey weltlichen Personen, nebst ei-nem Präsidenten geistliches Standes bestünde. Diegeistlichen solte der Pabst, und die weltlichen der Kö-nig ernennen. Dieses Tribunal solte alles, was dieKlrchrnfrcyhcitcn bekrift, unter seiner Aufsicht undGerichtsbarkeit haben, auch über die Vollstreckungdieses Vergleichs genaue halten. Um dem Königdiesen zu vcrsüssen, hatte ihm der Pabst die Ein-ziehung einiger Vischcfthümer zugestanden, die mitandern sollten vereiniget werden, auch dabey 4 pro

k) E 2 Ilillor. kccles Um. IV. p. «74- r?6.

l) Leben und Thaten des letzt regierenden Pabsts undder Cardinäie p- ro.

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Cent von allen geistlichen Einkünften, welches jähr-lich eine Summa von fechsmalhunderttausend Tha-ler beträgt, und einen jährlichen Abtrag an 7cooo.Thalern von gewissen Abteyen und geistlichen Vene-sicien verwilliget, die zu Commenden vor die Ritterdes neuen S-Carls-Ordens selten verwandt wer-den. m) Der König beyder Sicilien hatte sichauch durch Bezeugung seines kindlichen Respectsnicht wenig vor so viel eingestandener päbstlichenoder Kwchen-Wohlthaten verdient gemacht. Dennals Benedicrus XIV. den zo. Apr. 1741. von derEathedralkirche zu S> IohanniS in Lateran mit ge-wöhnlichen Ceremonien Besitz nahm, hatte ihm ge-dachter König einen prächtigen Triumphbogen auf-richten lassen, der unter andern kostbaren Gemähl-den und Aufschriften die Unterschrift hatte, n)

In?erri cmkeära^x templo collocarumAä Lccleüam omnium marremUrbi; 6c Orbis plausuLcnecliAum XlV.killali vcncranone prolcguiturdarolu! LarboniurUcriuügue LiciliL Lex.

Der Connetable von Lolonna hatte also in ebendem Jahre noch die Ehre, dem Pabst unter öffent-lichem Gepränge den gewöhnlichen Tribut wegen desKönigreichs Neapolis zu präsentiren. Das Zelter-Pferd stürzte bey dieser Solennität im hinaufsteigender Treppe vor der S- Petri Kirche, und die Ce-remonie war schon vorbey, ehe man es wieder aufdie Beine richten konte. 0) Haben die Neapolita-nischen Truppen bey gegenwärtigen Kriege dann undwann auch den Kirchenstaat mit beschweren müssen,so ist es auf die Rechnung Spaniens und Frank*reichs geschehen, und sie haben nur mit gegessen.

Mit der Rönigm von Ungarn schien es derPabst Anfangs sehr gut zu meynen. Er erkante sienach dem Tode Carls VI. so gleich vor die Erbin derväterlichen Reiche, und sein Nuntius war der erste,der es zu Wien unter allen fremden Ministern that.Die Königin bat ihn A. 1741. bey Geburt desPrinzen Josephs zu Gevatter, p) der CardinalKollonitsch muste dessen Stelle vertreten, und zuRom sogar nach angelangter Nachricht von glückli-cher Niederkunft der Königin, von den Cardinä-len in der Kirche äel' anima zu einem bisher uner-hörten Exempel Eapelle gehalten werden. Doch hatGgg g 2 der

m) Neue europäische 1 s. Vll. p. 58.

n) Leben und Thaten des letzt regierenden PabstS undder Cardinäle p. ?4.

0) Neue europäische k-ms H VII. p. iz r.

k>) Leben und Thaten des ictzt regierenden Pabsts p. rr.