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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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k. Cap. von den Rom. Cath. Lehrern.

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d«naer Universität berief. Die Dominicaner wu-,Orientalischen Kirchenbücher auftrug. Seine Ein-

freilich so viel auf dieftn gelehrten Mann, daß sieihn hier und da in ihren Klöstern zum Prior er-wehlten, ob sie gleich wüsten, daß er ein scharfferMann war, der sehr genau auf die Disciplin desOrdens hielt. Mit der Zeit wurde er Provincialin der Lombardcy, und Inquisitor zu Meyland, daer sich sehr eifrig erwiest, und mit Mund und Federwider d»e Ketzer stritte.

Durch dieses, und besonders seine Schriften,setzte er sich an dem Römischen Hofe in besonderePurist'und Hochachtung. Benedicrus Xlll. warselbst ein Ordensbruder des heiligen Dominici, undfaste also den Entschluß, die Verdienste eines sogelehrten Dominicaners, als Gotti war, mit demPurpur zu krönen. Gotti stellte sich anfänglich,als ob ihm nichts damit gedienet jware, und that,so bald er Anno 1727. von diesem Vorhaben Nach-richt erhielt, bey dem Pabst deswegen Vorstellung,mit dem Vermelden, wie er Alters und Schwach-heit halben diese Würde nicht annehmen könte. Al,lein als der Pabst Ernst daraus machte, und ihn,nachdem er ihn kurz vorher zum Patriarchen vonJerusalem ernennet, den zc>. April Anno 1728-nntin der Promotion begrif, nahm Gotti die Wür-de mit allen Vergnügen an. Die ganze Stadt,samt der Universität und den Dominicaner Klosterin Bologna nahmen durch allerhand angestellteFreudenbezeugungen an demselben Theil.

Weil es ihm nun an Mitteln fehlte, die neueWürbe mit gehöriger Magnificenz zu führen, so sie-len ihm von allen Seiten her sehr reiche Geschenke

fünfte vermehrten sich durch die Mildthätigkeit desPabsts se länger, se mehr. Er bekam nicht Nur ei-ne ansehnliche Pension auf das ViSthum Perugia,sondern auch drey Prioreyen, die zusammen über10022. Scudi eintrugen.

Nach Absterben dieses so milden Pabsts'tvohnteer Anno 17-0. zum erstenmal dem Eonclavi bey,darinne Clemens XU. durch die Wahl den pabst,lichen Stuhl bestiege. Den Gor« hatte indemEonclavi kein Mensch in Vorschlag gebracht, ver-muthlich weil man urtheilte, er möchte ein andererBenedictus XIU. werden, mit dem er von einerleyKemüthsbeschaffenheit zu seyn schiene. Der neuePabst Clemens XII. konte ihn dem ohngcacht wohlleiden, und bediente sich desselben, als eines erfahr-nen GotreSgelehrten in mancherley Angelegenheiten,so daß er an den wichtigsten Handlungen des Kir-chenregimentS Antheil hatte.

Er studierete dabey immer fleißig, und erfreue-te die Kirche und gelehrte Welt -mit Schriften.Der Pabst trug ihm auf, die Lebensbeschreibungder verstorbenen Gemahlin des Prätendenten ab-zufassen, welche er auch A. 1736. zu Stande ge-bracht haben soll,' doch ist davon nichts in öffent-lichen Druck erschienen. Nach dem Tode LinnensXU. war Eorri einer der stärksten Competentenzur päbstlichen Krone, und harre in dem langwie-rigen Comlave von Anfang bis fast zum Ende nochHofnung dazu. In der Mitte des MaymonarS1740. fehlten ihm so wenig Stimmen zu der er-forderten Zahl, daß ihn jedermann schon vor er-

zu. Der Pabst ubersch,ckte ihm Z202. Scudi baar wählt hielt. Wenn es der Cardinal Cammcrl.ngu d gab .hm c.ne Anweisung, um aus der Aposto- Albnm mit ihm ernstlich gemeynet hätte, dürste diebfchen Cammer monatlich 100. Scudi zu heben. Wahl ohnfthlbar in seiner Person vollzogen wor.

ZbM 9 Spmola beschenkte ihn mit/den seyn. Allein der trat ihm nicht -her bey, als

drey schönen Wagen, und Alberoni mit einemWechkelbriefe von 500. Scudi. Der Senat zu

wenn er die Absichten der Gegenparthen verhindernwolle. Also war die päbstliche Wurde nicht ihm

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XIV. war zugleich sein Landcsmann, und erkläreteihn sogleich zu seinem Theologo. Er würdigte ihnaus alter Bekanrschaft vor andern seiner Hochach,tung und Vertraulichkeit, und ernannte ihn zumProkecror der Stadt und des ganzen Landes vonBologna. Endlich kamen A. 1741. die Verbotendes Todes. G orri ward krank, und wurde zu ver-schiedenen malcn vcn Er. Päbstlichcn Heiligkeitin Person besucht. Nun besserte es sich zwar nach-aeliends etwas; abrr es hatte kein-n gestand.Der Cardinal befand sich immer unpäßlich, brSeidlich den 28. September 1742. der Tod diesen

fünften.

Er gieng also nach Rom , um den Hut mit ge-wöhnlichen Ceremonien aus des PabstS Händen zuempfangen, und erhielt einige Wochen hernach denPriesterritul S. pancratil, den er aber A. I7Z9-nur dem von St. Gixro vertauschte, wobey er zu-gleich zu einem Beysitzer des heiligen Osficü, und,Mltglicde der Eongregationen von den Bischöffenund Regulären, derer Xirumn, pr^>pag.mcis tüte,deö Lx.,rr>lmr der Bischöffe, des Concilii, derer In-dulgentienrc. ernennet wurde. Der Pabst wür-digte ihn einer ungemcincn Vertraulichkeit, und zog

ihn fleißig bey den Angelegenheiten der Kirche ^Abwechselungen ein Ende machte. Er hatte seinRah«, wobey er ihm zugleich die Aufsicht über die' ^"er