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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Handlungen von der Rechtfertigung und dem recht-fertigenden Glauben mit Anmerkungen heraus,gab. o)

10 ». k^VI.V 8 KIt?bI 0 ».

Abt ;u Ct- Quentin, Aufseher der Academie der Wissen-schaften, und Königlicher BibliorhecariuS zu Paris geb.den ix- Eept- gestorben den »4.

Mark. 174,.

Diesen Mann hat man billig vor das Haupt derGelehrten in Paris gehalten. Er war der jüngereSohn Hieroiiymi, Staatsraths, und Advocatensim Parlament. Er trat in den geistlichen Stand,und ward An. 1691. zum Priester gewe.het. We-nige Zeit hernach erschien er bey der Versammlungzu St. Gcrmain, als Abgeordneter der Eleriscy,und setzte sich dadurch in solches Ansehn, daß er169z. die Abtey zu st>ucnrul erhielte. Seine Ga-ben zu predigen waren ungcmein, und er hat davonvielfältige Proben vor dem Könige, und in dengrossen Kirchen zu Paris, abgelegt. In der Ppi.losophie war er ein Eartrsianer, doch kein blinder,sondern er crkante zugleich die Fehler, die man mirRecht an selbigen aussetzet. Im obgcdachtem

M. Fortsetzung von 1741. bis 1745.

liche Gesellschaft zu tonden hatte ihn unter ihreMitglieder aufgenommen, p) Er hat das ZoteJahr überlebet, und ist gv. Jahr lang ein Mitgliedder Französischen Academie gewesen.

XII.

Was sind vor Evangelistb-Lutherische Leh-rer zu merken?kkikvkicn vvLknrn.

8. 8. Hievt. DoK und ArchidiaconuS zn St. Nicvlai inLeipzig geb. den >4. Man 165-. starb denApril 174'.

Fleminqen, ein Dorf bey Naumburqwar der Ge-burtS Ort dieses GotteSqelehrten, wo sein Vaterft 77 .kNarrbäitS Werner Prediger war. Dieser brach,te ibm selber dieAnfangSqründe der lateinischen, midqriecbiscben Sprache ben» und schickte ihn darauf imfunfzebenden Jahre 1674. aufdie Fürstl. Landschulezur Pforte, wo er sich die Unterweisung dastger qe-schickter Lehrer sechs Jahr lang zu Nutz machte. ImJahr 7680. begab er sich von dar nach Leipzig. Al.lein die damals berumschleichende Pest trieb ihn baldwieder nach Hause. Doch versuchte er es das fol-

2 . .»«Mhe Jahr. und qicnq wieder dahin zurück, hörte die

Jahre 169z. nahm ihn die Acaäem.c kr ^ z » Männer, Valentin Alberti, OttoMenke.

.hrem Mtgl.ed- «uf; Rechenbera, Johann. Eyprian, und Ioach.

die Acadcmwn der Wlss sch f I > den philosophischen Wissenschaften, und

wi- auch der Mahler und Bildhauer L»Par^nach ^ ^ Zögen, die ebrä.schr, chaldä.Ä'e, undfolgten. Ja d.e beyden "kn, Sprachen. Die philosophische Tacultät er-

schaftenundInstriptl-ncn, wähl te ^ ^ ^ icheilte ihm 7684- die Magisterwürde, worauf er sich

gar zu ihrem Aufseher, ""d d> 2 - ' ^ unter Skhertzern, Möbius, Carpzoven, und Olearius

der schönsten Entdeckungen, welch I ^>.,lin der Gottesaelalwheit übte. auch von spini« ....i,

anfüllen, ist meist seinem Rath zu zuschreiben.Der

König crnenncte ihn A- 1707. zum ordentlichenSraacsrath, rmd bald darauf zum Vorsteher desgeistlichen Gerichts; im Jahr 177g. aber ward er

in der Gottesqelahrheit übte, auch von Rivin undHahnen die Predigerkunst erlernte.

Nachdem er sich fleißig im Dispukiren geübt, undvon der theologischen Facultat Ao. 169c». zum 2 ac«

. ^.rund Verwabrcr des calaurcusgemacht worden, so fieng er an theologisch«,

Köi'igl. Dlbllochecanu., Cabinets, wo-!»nd besonders homiletische Eollegia zu lc,en, welche

«önigl. w° > ^ zL, fb.su», < A>- d.r R.ch

,u ,71s, »n S-Pt- n°ch d>- >°« v«- ^ R-», Kir», ,i»-«b,n >,»,

Königl. Bilchercablnet^erh. '^läurerre Historie, ward er an derselben zum Vesperprediqer bestellet,ausgegebene , durch Mm^ A. 77.4- der Ruf zum M.ttagSpre-

Ludervlgs des srosieu, u ^aicksie seines'diger an der Thomaskirche, sieben Jahr hernach derAcademie zu ^ntpcUlcr sin 9 g Diaconat und Freytag-prediger zuiLt. Nicolai,

gedruckte und geschriebene Bücher vcrmeh-re° worden: und das berühmte Par.ser Journal,hat auf sein Errathen dw gegenwärtige Gestalt er-halten. Sein Schloß zu ^.ole-Belle war derSammelplatz aller Gelehrten und Ku'N-lcr, dere.,

Gesellschaft er ungemcrn liebte. Auch die König.

0) Genealogisch historische Nachrichten 1 °. VI. p. 976

leg.

Er verhcyrathcte sich A. 7705. mit eines damali.gen RathShcrrn und nachheriqen BürqemeisterSzu Greifcnberg, Ierenr. Herbsts, ältesten Tochter,mit welcher er fünf Töchter erzeuget, deren drei, ihn

über»

p) llickmre äe l',cräemie ro/rle <le^ Icience, 1747.ir vl. r^iion. 1'. XI.I. ?. I. p. >46- >><,. Neuester gelehrterCtaac von P.,riü p ;.lg. Genealogische hist. N ickrichlenI . V. p. ,98. Ig. Leipziger gelehrt. Zeit. A. i? 4 ^- ? rz7.