I. Cup. von dfti Eoangel. Luth. Lehrern.
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königl. Academio zu Llvlal ;um Bibliothecariuö.Diesem Amre stund er ganzer 22 Jahr mit algc«gemeinen Beyfal vor. Er war sehr fleißig, ohnedeswegen dieBüchcrpresse in stetem Gange zu erhal-ten. Insonderheit hatte er in der schwedischen Hi-storie fast nicht seines gleichen. A. >719. ward erDoctor, und 172z. vierter Professor der Theologie.Nach drey Jahren, erhielt er endlich A. 1726. dasVischofthum zu Gothenburg, und das zu
Lincopmg, worauf er endlich A. > 742. zur Erz-bischöflichen Würde selber bestimmet war. Allein ermuste noch zu Lincöping in den 69 Jahre seines Al-ters den Geist aufgeben, y)
r) Von seinen Schriften sind bekant.
1. 8iclu? luäaicu; Xloli; IVtaimoäisT^raki. äe 8iclisc2yi-k2 cluo Irrine verlä lsc-2 8
8aysscmenr2 llomiliarum tob. Lbr^kolkomi ex coä.Iel88. VylaliT >708- 8-
Z. Ibeoplu-M LkzraÄere; cum Inälce omnlum verbo-rum anäl/rico Vpläl. 1708. 8 -4. lokrnni; Vaitovü v'ni; -^guilonirr Vys» 1 . 1708. in 4.r Alps). 6 Bogen.
blormmenri ttiüorica vetera ecc'eÜL tvec. OoklücLex coä 1)18 Vys^l. >729. in 4.
6, !Vlrr<;rrerb'e VasÜLnsnüs Lbronicon äe 8.
Lrij-irs ex coci. ke 18 . l/io. 4.
7. dtornioe liretarl»:, teÄione? prim«, cay'ua äecem;gnse r <.>5 luäLkirmn exbikenc >716.
x./ireviarii bitt. Lcolell Ver. Lc dl. T'. beari parenri?,kisirio rercir cum 2nnor2kionibo; 1717.
9. Diarium V2^ttenl'e ab ipü!> monLiterü Inlnl? 26 eja?
clekruttionem ex cvä. bullis »c M-
p1um2ciku5 ruÄum Vjisäl 1721. 4.
10. Verschiedene Dissertaciones, Orationes, Predigtenu. d in. Man hat auch auf seine Veranlassung an-gefangen »720. die ^Ä2 iueraria dvecia:, herauszu-geben.
Nach seinem Tode hat sein Herr Sohn willens,die Anmerkungen, so jener über die Gothische Der,sl§li des LUpsül.rs gemacht, in Engeland druckenzu lassen, s)
lOllAKN
Herzogs. Sachsen-Coburg und Eisenachischer Kirchen« undssouststorial-Äakb, Gencrasfuperinrer.d, Schoirechn, undProfessor Theelog-a Primarius des Gymnaüi, auch ocrtönigl. Preußischen Societät der Wissenschas.ten Mitglied, geb. den 4 May lLj>o.gest. den >; Dcc. 174;.
Er war zu Osnabrück gebohrcn, wo sein HerrVater als Prediger an der S. Eatharincn Kirchestund. Die Vorfahren desselben hatten sich ehedemMujculur geschrieben. Er verlohr die 2 >rutter, alser kaum ein, und den Vater, als er nur drey Jahralt war. Die Stiefmutter nahm sich .anfangs sei-
v) »kta Dill, liccl. 7 '. X. p 58z.
7) Gölten s gel. (kurcpa 77 m. p. 17.
2) Krafts neue cheelcg. Biblicthcc ?. V. x. gzz.
M. Theil.
ner Erziehung treulich an, und hielt ihn fleißigzur Schule, weil aber seine rechte Mutter einegebohrne Brünningen war, nahm ihn sein Vet«ter Gerhard Brünmng zu sich ins Haus, undließ ihn auf das sorgfaltigte erziehen. Nebender Unterweisung, die er von geschickten Männernzu Hause genoß, besuchte er die Stadtschule sei,ner Vaterstadt, uyb brachte es unter poir.rr undöötzen in den schönen Wissenschaften so weit, daßman ihn vor würdig erkläret?, die Universität zu bezie-hen. Ehe er aber dieses noch that, lies er sich nochim Griechischen, in der Kentnis der Alterthümer,und im Hebräischen von dasigen geschickten Man«nern privacillime unterrichten, und nachdem er sichhierinncn recht fest gesetzek, besuchte er erst A. 1699.die Universität Jena.
Hier hörte er im hebräischen, chaldaischen, syri»scheu, rabbinischen, und arabischen Danzen, in dergelehrten Geschichte Schubarum, in der Welt,Weisheit Müllern, Hebeiistreir, und Hamber-gern, in der Anatomie und Physiologie wedelnund Slevogr, in der Gottesgelahrheit überleben«streit, Dechmann, und insonderheit Müllern, dener seinen pyrhagoras zu nennen pflegte, weil erfast alles bey ihm gehöret- Dabey lies er auch dieSchulen der Rechkslehrer, eines Lffiik rs undGlevogrs nicht unbesucbr. Weil seine Absicht im-mer gewesen, auf Universitäten zu bleiben, ward er1702. Magister und wölke auswärtige Akademienbesuchen. In dieser Absicht gieng er A. 170g. nachLeipzig, hielt sich aber nur vier Monat daselbst auf,weil man ihm von Eopenhagen aus, die Stelle einesProfessoris Historiarum bey der daselbst neuauge,legten Ritter. Academie antrug. Um diese anzutre-ten, gieng er nach Hamburg, und gcricth wegen ei-ner entstandenen Fcuersbrunst, welche auch das ober-ste Stock des Hauses, darinne er schlief, ergriffen, inLebensgefahr. Vom Hamburg gieng er nach Riel,um sich daselbst auf ein Schis nach Dannemark zubegeben: allein das Schifwar schon abgegangen, undman behielt unsern Mensche» zu Kiel. Er w:-:rdeAssessor der philosophischen Facultäk, bald daraufausserordemlicher Professor der Philosophie, undbekam die Erlaubniß dabey, theologische Collegia zulesen. Allein diß wahrete eine sehr kurze Zeit. Sei,ne Vaterstadt Assnabrücr berief ihn A. 1704. schonzum Pastorat au die S. Catharincn Kirche, und erfolgte diesem Ruf, obgleich etwas ungerne- Hiermuste er so viel Verfolgungen von den Jesuiten aus«stehn, daß er A. 1707. den Ruf zum Prediger beyder Evangelischlutherischen Gemeine im Haag inHolland mit Freuden annahm, auch nicht zu bewegenwar, diesen Ort wieder mir Osnabrück zu vertan»Mmm m scheu,