I. Cap. von den C'vang. Luth. Lehrern.
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§6. Liblia psrenrkerica Leipzig 174z. in fol. XXIll.A-ph. i)-7- Eine grosse Menge Dssputationes, Dcdencken,Programmata, Orationes, Streitschriften, Vorre-den Briefe u- d. m.
58. 1°keol. I). und krof. ?. o der Theologischen Facultatzu Wittenberg Senior, und der Stipendiaten Epho-ruS,gcb. den 14. Febr- >e6§. gest. den »7. May
1744.
Sein Vater war Prediger zu Craz?ir im Son-dershäusischen, welches auch der Geburtö-Ort un-sers Gelehrten war. Er besuchte in seiner Jugenddie Schulen zu Nordhau cn, Halber-stadt undGrömu^ n, und kam 1690. nach Wittenberg.Ohngeachtet er schon 692. Magister geworden,und als Präses verschiedene Disputationen gehal-ten hatte, hörte er doch dabey die Theologie fort,und disputirte unter Naumannen über des D-LeyserS Ajisiurssmoz spoüolicoz. A. >696. bekamer Gelegenheit nach Schweden als Hofmeister beyeinem vornehmen Herrn zu gehn, besähe vorherverschiedene Ocrtcr in Deutschland, und wendetesich so dann »ach llpsal, wo er sich durch etlichedaselbst gehaltene Disputations in grosses Ansehensczke. Man suchte ihn deswegen gar allda zu be-halten : allein die Liebe «u seinem Vaterlande zwangihn, wieder nach Wittenberg zu gcdcncken, nach-dem er sist) vier Jahr in Schweden aufgehalten.
Er gieng also übrr Holland nach Deutschlandzurück, kam wieder nach Wittenberg, wurde Ad-junctuS bey der philosophischen Facultat, übte sichficißig im Dlsputiren und Lesen, und erhielt A-1722. den Ruf als Pastor nach Breitsten und Ass-fessoc des Sondershäusischen Consistorii, wobey ervor seiner Abreiste zu Wittenberg den Gradumeines Licentiaten annahm, auch hernach daselbstDoctor wurde. Als er eilf Jahr in diesen« Amtegestanden, holte man ihn nach Wittenberg zum Ar-chidiaconus an der Marienkirche, worauf er mirder Heit Professor cksieol. ssxcraorciinariu! A. 1726.aber oäinarm, wurde. Er hat sich 172z. vier-heyrahtet, und ausser 4. Töchtern, auch vier zumTheil "durch Schriften schon betanke Söhne gczcu-gcr. Eine von den Töchtern ist an den Herrn Rek-tor Baumeister in Görlitz verheyrathtet. Er istbey den Streuigkeiecn, so die hohe Schule zuWittenberg des Pietismi wegen unter sich gehabt,auch eine Hauptperson gewesen. Was theils wegender menschlichen Natur,Christi, die dem Gesetz auchvor sich solte unlcrwcrfsen gewesen seyn, theils we-gen des thätigen Glaubens in der Rechtfertigung,theils wegen des Haltens der Gebote unk ihm ge-stritten worden, ist bereits aus dieser Kirchcnhisto-
rie bckant. le) Von seinen Schriften sind anzu-mercken:
I. Oiss. äs lupxliczt'icmidu; tchrilki gro ss-mec igso,' >729.in 4.
r. lVlelereina äs 6<ke operola, rrnguiim ävkknnL Lvan-xelico I^urberrnL cbrrLÄere xroyrio »727. in 8- auch>718-
z. sswnlAli, Ibeoloxi» xolirivo - scrosmaticr cum kr«f.Lc nori? 1757. in 8.
4. Vinäic'iL ^rnäisn« 1728.
5 Gemeinschaft Christi und der Auserwehlten i?Z9 8.
6. f. -Vrnä 4. lüvres vrri ttbriüirnisme, rraöuirs par8. 6e Leauval exikkemenr revnr §c conssnncez svec1' Original par si O lä. 1729. 8.
7. Viele Disputaliones und Progammata. Die lezteDisputation handelte clo Oisserenrir NUUI-L und xra-riiL 1744. und enthält allerhand bcdenckliches.
SI4ss18'I'0?l4 8HKKLPastor Primarius und Garnison-Prediger der.Stadt
und Vestung Driesen, geb. den Merz 16^4 gest.den Febr. 1745.
Das Vibelwerk, so dieser fleißige Mann, als ernoch Dorfprediger war, veranstaltet hat, wird semAndenken bey der Kirche unvergeßlich machen. Erwar zu Freyemvalde an der Oder gcbohrcn, wosein Vater Canror, und bereits 7. Monat vor die-ses seines Sohnes Geburt gestorben war. Wie erhierdurch in gar kümmerliche Umstände gesctzetwur,de: also erfuhr er gar besondere Spuren der gött-lichen Vorsehung von Kindes Beinen an. DerEticf - Grosvatcr, Pastor Primarius zu Freyen-walde nahm ihn nebst der Mutter zu sich ins HauSund sorgte vor dessen Erziehung. Er lernte zu Hau-se und auf dasiger Schule so fleißig, daß, als erim i7ten Jahr seines Alters das Gymnasium zuBerlin bezog, er nicht viel mehr zu lernen vor sichfand, sa in einigen Stücken mehr rückwärts, alsvorwärts ging.
A. 172z. bezog er die Universität zu Halle, setztesich vor allen Dingen in den auf Schulen vcrsaum-ten Grundsprachen feste, und band sich übrigens inHaltung der Collegiorum genau an die Vorschriftder theologischen Facultät. Er konce sich aber nichtlange über zwey Jahr da aufhalten, und muste da-her manches zurück lassen, daß er sich zu lernen vor-gesetzet. Er bekam zwar Anfangs eine Eondition inBerlin, ging aber hernach auf des scel. ForstsRecommendation aufs Land zu einem Prediger,dem er nur nur carechisiren und Predigen bcystund.Hier hatte er Zeit und Gelegenheit, sowol fleißig zustudircn, als sich zum Predigtamt vorzubereiten.A. 1729. ward er als Prediger nach Nennhauftnberufen, welchem Amt er 28. Jahr treulich vorge-Mmm m z stän-
ke) Messers Lcpieon sitzt lebender Gottesgelehrten p. r;8-4 ' 9 - 792 . 995 Ncubaucrs Fortsetzung desselben p.558. /ssta fkistoetLo-k.cüle 5 . ' 1 . viel. z>., 7rr.
1) Nachrichten von den neuesten cheol-Büchern ss.sst>.6z9,