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III. Fortsetzung von 1741. bis 1745.
etwas aufgewecktes merkte, brachte es dahin, daßer m ein Collegium, und zum Studiren kam. DieMutter, welche unterdeß eine Wittwe geworden,freuete sich hernach selber, als sie sahe, daß dieserihr Sohn mit den Kindern der Leute vom erstenÜiange umging, und von diesen sehr wohl gelittenwar. Insonderheit wurde er schon als ein Schü-ler in dem Hause, des vornehmen StaatSministerSPellerj-r bekant. Als er unter dem berühmtenHerfan die Rhetoric lernte, und dieser seinen Schü-lern, und sie zu einer Nacheiferung im Guten zugewöhnen, gewisse Beynahmen nach ihren Eigen-schuften gab, nennte er unsern Roll,n le vivm,den göttlichen. ja wenn jemand von diesem treflichen Lehrer etwas in Prosa oder in Versen wolre
und suchte in der Stille vor sich ju arbeiten. DieUniversität trug ihm noch dann und wann auf, inihrem Namen zu reden, machte ihn auch 1720. noch«Mahls jum Rector. Auswärtige und Einheimischehielten seine Schriften hoch. Der Herzog von Cum-berland samt dessen Prinzeß,», Schwestern bekamenallemal die ersten Eremplare von denselben. IhreFrau Mutter, die verstorbene Königin von Engeland,lies ihn ihres Wohlwollens auf eine sehr gnädige Artversichern, und wölke mit ihm Korrespondenz ansan«gen ; wie sie der König von Preussen, als Krön«Prinz würklich mit ihm unterhalten hat.
Er lebte zwar remlich, aber liebte den Aufwandso wenig, daß er, als er starb, eben die Meublee nochhatte, die er A. 168z. sich m dem (!olleg,o du Pleßis
gemacht haben, wies er sie gemeiniglich an diesen ^ machen lassen Dabey wohnete er in dem entle-seinen Schüler, und sprach: <Aeht hin zu dem, gensten Revier von Paris in einem sehr kleinen Hause,der wird es euch noch besser machen, denn ich. .'Er starb im 8 isten Jahr. m) Von seinen SchriftDaher eS auch kam, daß, als der Professor dem gros- ten sind zu merken,sen Minister Luvois zu Gefallen das Kollegiumquittiren mustr, man den sungen Roliin an dessenStelle setzen wolle,ob er gleich kaum 22 bis 2z Jahr altwar. Doch er war mit einer niedrigern Profeßionzu frieden, und stieg nach und nach zu wichtigernStellen. Er führte die Griechische Sprache, dieman bisher auf der Universität gar sehr verabsäu-met, auf eine sehr kluge Art wieder ein, daß sievon jener Zeit ietzt häufiger als vorher getriebenwir». Überall bewies er sich als Un ganzer Schul-mann, der die Fähigkeit seiner Schüler bald einse-hen, sich nach derselben richten, und uyermüdet ar-beiten tonte. Er zog also vortrcfliche Leute.
Nachdem er acht od.r zehn Jahr in dem Collegiodu pleßis gelehret, quittirte er solches, um sich ei-nig und allein auf die alte Geschichte zu legen, undbehielt von seinen gehabten Aemtern keinö, als dieprofeßion der Beredsamkeit im B.önigtichcnLoUegio, davon er aber gleichsam nur Ertraordi-narius war, weil er nur die Anwartschaft, aber nochkeine Besoldung hatte. Er hatte etwa sechs odersiebenhundert Livres jährliches Einkommen, unddas beuchte ihm genug zu seyn. Allein die Univer-sität , mit welcher das Lomglichc Lollegium ei-gentlich keine Verbindung hat, verlangte ihn wieder,und ernannte ihn 1694. zu ihrem Rector, wiederholte auch dieses zwey Jahr nacheinander, welchesdamals eine ganz auserordfntliche Ehre war. Nach-dem er diesem Amte mit Ruhm vorgestanden, brach-te er das Eollegium von Veuuvais, so bisher ganzwüste war, wieder in besonderes Aufnehmen. Dievornehmsten Leute vertrauten ihm ihre Kinder, unddie Fremden aus den Provinziell drangen sie ihmwohl gar fast mit Gewalt auf.
Im Jahr 1712. »erließ er auch diese-Eoltezium,
1. Eine neue Ausgabt des Quintiliani in zwey Bändenin ir. »715.
». I'riürc äe l» mrmere ä' eeuSIer Le ä' enleixner I«belle-i lerere, 4 . Bände 1716 . l 7 » 8 . Ist in das Ita-liänische und deutsche übersetztltistoire ^ncienne äer Lg^pricnr, ä« Ll»,r»gmoir,äe« örbplomenr, äe; lVteöe; Lc üe< per-le? , clcr?lti>ceäonicn? L »ler Lre« Xtlt. Bände von»7Zr>- >7Z«.
4. Uiüolre Komrine Se puir li konärrior» äe Itomeju?g' » l» LrrriNe ä'Eium Vll. Bände von »7lS- an17 4». Nach der Zeit hat sie ein gelehrter SchülerHerrn Rollins, Herr Crcvier fortgesetzet. Diese Hi.storie hat man als ein Meisterstück aufgenommen, unddieselbe auch schon in die Italiänische, n) ,ja auch mdir deutsche Sprache übersetzet.
vc ktONIkAVCOtt
Ein gelehrter Bencdictiner von der Eongregation St- Mau-rus starb den r>. Nov- >74».
Dieser Hauprgclehrte in Frankreich war den l6.Jan. 16;;. zu Roquctaillade, einem Ort des Kir-chengebiers von Alikh gcbohren, und stammet auseinem wohl bekannten Adelichen Gc>chlecht. Wieer sich in der Jugend nnk Gelehrsamkeit und Wissen-schaften befreundet, also suchte er solche »mmermehrzu erweitern, und glaubte, diese Absicht nirgendsbesser zu erreichen, als wenn er sich in die berühmteGesellschaft ob,„gedachter Bencdictiner begäbe, inwelche er würkl.ch 1675- also ,m 2 isten Jahr seinesAltere, eintrat.
Die Benediktiner hatten bisher mit allgemeinenBeyfall an den Vätern der lateinischen Kirche gear-beitet, und wölken sich nun an die Griechischen wa«gen. S»e suchten daher aus ihren Mitteln drey
Männer
m) Libliorllegue krilonnee 1 °. XXIX. p. 4 Zs.
n) Leipziger gel Zeitungen A- » 74 L- *' 5 - > 7 '-