I. Cap. von den Christi. Scribenren.
Männer aus, denen sie solche Arbeit sicher anvertrau-en möchten. Diese liefen sie in der GriechischenSprache, und ander» zu jenem Zweck nöthigen Wsenschaften weiter unterrichten Unter diesen befandsich auch iststo.rtf.rnc^n. Dieser legte sich über die»ses noch auf die Hebräische, und andere zur Erkennnisi der Alterthümer nöthige Sprachen. Er thatselber , 698- eine Reise nach Italien, suchte die altenHandschriften auf, und bemerkte alle Alterthümer.Überall fand er freyen Zutritt; auch zu solchen Schä-tzen, die nur selten den freunden gezeiget, vielweni-ger zum Gebrauch überlassen werden. Er war imBegrif eben wieder nach Hause zu reisen, als er vonseinen Obern 1700. Befehl erhielt, wieder nach Romzu gehen, und daselbst das Amt eines procuraruri;xsnersli, zu verwalten. Er muste gehorchen, erhieltaber auf sein Bitten die Erlaubnis gar bald, 1701.wieder nachHause zu kommen, um den auf der Reisegesamleten Schatz in Ordnung zu bringen. Dashat er auch redlich gethan. Der Mann hat mehrgeschrieben, als viele Gelehrte kaum lesen, und wennsie nichts thaten, als abschreiben, kaum schreibenwürden. Seine Einsicht in die alten Handschriften,besonders in die Griechischen war auserordentUch.Eine ungemeine Erkenknis der Sprachen: ein reinerGeist: ein richtiger Geschmack, und die Kraft rechtzu urtheilen, und zu unterscheiden, leuchten aus allen
8. l-e livre l!e pkiilon äe l» vie conremplativ« rraüuir?srist 1709. 12.
9. Lercrox tur ia Iteli'glon cles Istieraxevro; 17>2. Parisin >2.
lv. blexaplorum Ori^enis, gase luxeriunr, mulriz parri-bu? -müiori» 17 »z. Fol. 2 Bande
11. Lcdliorkeca Loirüniaoa 17-5. Paris in Fol.
12. Lbr^l'oüomi.arckiepilcopiLoristanril'.op. Opera Omni»in cilfFolianten Paris '719-172;.
i z. I.' annyuirc expliguee Lc repreience enfünf Bände.
14. 8upz>1emenr au livre cle U snriqurce expliquee Lca,714. fünf Folianten. Ist in das Englische übersetzt.
l.e; irionumen? cie la dlonarcliie vran^oiste >729-.> 7 ;;- Fünf Folianten.
16. Lioliorbeca tzibiiurbecarum bkanujcripcorum noua17;; zwey Folianten.
17. Viele andere kleinere Schriften, an Sendschreiben^Anmerkungen u. d- ni.
OVIDO
Ein Camaldulenser Mönch und Professor der MathematikznPisa geb- >671. den >.st)ct. gest. den4.Iul 1742.
Er war zu Crcmona von armen Eltern gebühren,bekam die erste Unterweisung von den Jesuiten, undtrat 1687. zu Ravenna in den Camaldulenser-Orden.Hier studierete er die Philosophie, p) nachdem er sichin der lateinischen Sprache festgesetzet, gieng sodannnach Rom, und lerncte die Theologie. Nach Vollen-dung seiner Studien, unternahm er sich, mit seinemAbt, die Jahrbücher des Camald-OrdenS zu schrei.
s-m-» Schnf,-n s° daß -- sch«-r wird. u,,d hatr-sch-n », I-nL°rrachd,v g-ßmE:
b-stimm-n, w-rinn- dj-s-r S-lchrk--ig-n,Iich V-chab-n wn-d-ab-r durch f-.n-aM«fna»N°,
grSstr Stärk- schab,? S-in- Dt-nftf-rttgkn, auch «?' E »«««.. >-° -- Ph'l-s-pht- m äU-st-rgegen die Ausländer war ungcmein gros, daher erauch gar oft für andere gearbeitet hat. Mit dengrössten Gelehrten in Europa unterhielt er Briefwech-sel, doch konte dieses alles nicht verhindern, daß ernicht einige boshafte Leute zu Neidern und Feindenbekam. Er hat seine Munterkeit bis i» sein hohesAlter behalten. 0) Von fernen Schriften sind zumerken:
^Plekka Oracoa i6rr. in 4. bestehet aus siebenSchriften.
2. La verire cie ? lülko'ire üe luüirb Paris ikryo. in i r.
Z. c^rbanaiii -^rcbiepilcopi /riexanärini Opera omnia, guaeexranr, aä !V18. Loci, castigara, noua inrerprerarione.praekarionibuz, rinn?, viril? LeLst. aukka. Paris »698.m Folio drey Bände.
4. Vmäicäae eüiiioni? /rriguNinr, unter dem NaMtN
llapcisia 6e Reviere Rom 1^99.
5. Diarium Iralicum, lius monumxnrorum vererum, Li-l'iiorliecarum, mulseorum §cc. noririae stmgulrre? inIrinere lcalico colletkae Paris >702. in 4:0.
6' ^offe!kic> noua karrum 3c 8criprorum Lraecorum, stu-tebii Laelariens!?, -Vibanalri, Lc Lostmae Pa-
ris 1707. in Fol. zwey Bande.
7 - "alaovArap'aia Lraeca st cie orcu Lc progrestu lirer».
Lraecaruin 1704. in I'ol.
rum
0) Götrens gelehrtes Europa l'. 1kl. v.. Leu.M. Theil.
lehrete, und sich mit gresem Eifer auf die Mathe-maric legte. Von Florenz gieng er nach Rom, imCollegio des H. Gregorri die Theologie zu lehren.Allein der Ruf von seiner Gelehrsamkeit bewog denGrosherzog Eosimrs^Ilk. ihn A. 1700. nach Pisazum ordentlichen Professor der Philosophie zu beru-fen. Ao. 1714. bestellte ihn eben dieser Herr zumLehrer der Machematic, und ernannte ihn t7i6garzu seinem Theolog» und Mathematiro, welches nichtohne vielen Neid abgicng, Pabst Clemens Xl. abermachte ihn zum Abt.
Er war einer der grössten Mathematicorum seinerZeit, und ein Reformator- der Weltweisheit inJta,lien, der den guten Geschmack auf dasigcr hohenSchule eingeführet, und die pcripatctischcn Grillenverbannet hat. Mit ^tlInsn, Tambuccio,und andern hat er verschiedene Streitschriften ge-wechselt, auch gegen den berühmten stVolf eine undaridere Erinnerung gethan, g) Er starb, als Gene-
ral-
p) Gvtking. gelehrte Zeit. A. < 744 . !p- 795- Leipz. gel.Zeit. A. -745- ?- Z«7-
g) Ludovici Entwurf einer Historie der Wölfischen Phi-losophie r. il. p. st'- m« p. iZ.
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