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!H. Fortsetzung von 1741. bis 1745
tragen pflegt. Der P. Loppin muste bey semerAnkunft in China, bey demselben die Sprache er-lernen. Als er nun innerhalb zwey Monaten die-selbe ein wenig zu reden ansieng, ließ er sich in da-siger Gegend zwey Meilen von seinen Lehrmeisternieder, nm eine Gemeine von zweyhundert Ncubc-kehrten zu besorgen.
In der Provinz Riangst ist der P. le Fevremit einem Jesuiten. In der Provinz Houguangaber fünf französische Jesuiten. An dem Einflußeines grossen Flusses in den Strom Riang, istein grosser Flecken Hankeon, wo nicht nur vielNcubekehrte wohnen, sondern auch in dem dösigenHavcn viel Varqucn ankommen, welche Christenzugehörcn. Der P. Dugad hat die Sorge vordie Christen sowol in dem Flecken, als auf den Bar,quen, muß aber alles des Nachts ingeheim thun.Der P. Dcsrobert hat die Sorge vor die Christen,die an dem Flusse Rrang von Morgen bis gegenAbend wohnen , und ist jährlich 9 Monat auf derReise. Des Tages fähret er auf den Varquenherum, und des Nachts verrichtet er sein Amt-In dem 1742. Jahre hat er seine zerstreucten Scha-fe also gezchlct : Er habe 1984- Personen Beichtegesessen, 1625. das heilige Abendmal gereichet, und28Z. worunter ior Erwachsene gewesen, gctaufet.Bey dergleichen Geschichten geht es selten ohne
Wunder ab. Der Teufel soll selber einigemal seyngezwungen worden, ihnen zum Catechetcn zu dienen.Ein Oraculum habe selber einen Mann, dessen Kindsehr krank gewesen, zu den Christen verwiesen, derauch sein Kind, und nach ein paar Monaten sichselber taufen lassen, und ein Jahr darnach vcrstor-den. Der P. BaraiUer hat einen Theil der Pro-vinz Honom zu bestreiken, da nicht so viel Flüssefind. Wenn er sich also des Tages müde gegangen,muß er noch des Nachts die Sakramente verwalken,und des Morgens weiter gehen. Zu Tchang choin der Provinz Riang nail hat bisher der portu-giesische pcychotke nebst vielen Christen gewöhnet,der aber wegen hohen Alters seine Arbeit fortzuse-tzen nicht mehr im Stande ist. Der NeuangekommeneP. Barborier hat daher dessen Mißion vor eini-gen Jahren visitiret, zog. Personen, darunter iz8.Erwachsene, getaufet, 2710. Beichte gehört und254z. Personen die Communion gereichet u) Solauten die Berichte der Herren Jesuiten von ihremWerk. Man ist es schon gewohnt, daß wenn sieNeubekehrte zehlen, man nicht alles so genau neh-men dürfe. Sonst solle man sich wundern, woherselber zu der Zeit, da wenig Mißionarien vorhan-den , und fast keine ausser Pccking sich dürfen sehenlassen , der Zuwachs ihrer Gemeinen noch immer so^6» l 4 lüorico-d.Lc 1 e 1 I ^ X. p. 904.
gros seyn könne. Die Wunder, denen sie nicht
wenig zuschreiben, haben wir zum Theil ausgelas-sen. Man hat sie immer bisher beschuldigen wol-len, daß es ihnen um nichts weniger, als um dieBekehrung der armen Leute, ein Ernst sey. Abereine neue Anstalt soll diese Beschuldigung auf ein-mal wicderlegen. Man meldete 21 . 1741. ausj?ecking, daß man daselbst zu Fortpflanzung desGlaubens eine neue Gesellschaft errichtet; in wel-'ehe eine gewisse Anzahl eifriger Christen von 20 bis42 Jahren aufgenommen würden , denen man dasGeschick zutrauet, ihren Landcslcuren die Wahrheitder Religion zu verkündigen. Sie üben sich >mSchreiben, lesen die besten Bücher der Christen,lassen sich von den Mißionaricn prüfen, und lernenden Chinesischen Aberglauben widerlegen.
Vielleicht bewegt die Nachricht von diesen allenden heiligen Stul zu Rom, und andere Catholi«sche Gläubige von den Jesuiten in China sich einenbessern Begrif zu machen, als bisher» geschehen seynmag. Es ist bckant, daß dieser Orden, der ssmst vordie Unterwürfigkeit der Kirche an den apostolischenStul blind und sehend ficht, so viel. die ChinesischeMißioncn bettift, sich bisher immer ein wenig un-gehorsam bezeuget habe, wie man aus verschiedenender vorhergehenden Nachrichten erkennen, und nach-lesen kan, was wegen der hcndnischen Abgötterei), soman denNeubekehrtenChinescrn zugestanden, mit demCardinal Cournon und dem Patriarchen wezza«barba vorgegangen, x) Die Päbstc haben es zwaran Verordnungen, und Befehlen deshalbcn nichtermangeln lassen, aber man hat entweder die Sa-che nicht entscheiden, oder doch mit der Erecution soscharf nicht verfahren wollen, um dem so angesehe-nen Orden nicht wehe zu thun. Allein vor einigenJahren hat es geschienen, als ob man zu RomErnst brauchen wolte. Pabst Benedicrus XlV.verdammte und verwarf durch eine neue Bulle vonA. 1742. den 9. August die chinesischen Gebräucheanfs neue- Sie führet den Titul: Bestätigungund Erneuerung der Lonstirurion, welche Cle-mens XI. in Sachen, der Chinestfchen kimumund Ceremonien ausgefertiget, und mir denWorten anfängt: Lx ist- -st-, wie nicht wem,ger Widerrufung, Abfchneidung, Abolirung,und Lafsarion, Vernichtung und Verdam-mung der Verwilligun/en wegen sorhancr ki-ruum und Ceremonien, welche in dem Hirten-briefe Caroli Ambrcsii Mezzabarba, Patriarchenszu Alepandrien, und ehemaligen apostolischen Com-
nussarii
Diekr Kirchengtschichte H Tbeil p. 66r. ^>9 Mankan auch sonst davon na-dlckcn XVestnunni chtcmor^biti,lstüvri« 1-cr« l'.II. p 42z. leg.