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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Cap. von der Lehre.

67 Z

wann ihren Schutz bey dem Kayser angcdeycn. A. gion wenig günstig sind. Es sollen sich auch Grosse,7>9. harte man einen Franciscancr um Ketten ge-!unter den Neubekehrten befinden. Eine tartarijchefesselt nach vcTkl.r l gebracht; Dieser hatte sich ihres Prmceßin , welche sich zu den Christen gehalten,Vorjpruchs in so fern zu erfreuen, daß er nur mitsist verstorben : ^dargegen aber die Gemahlin des

einer Kette nach gesühret wurde, um nach

Deutschland zurück gesendet zu werden. Unter einigen Mißionarien, die zu gedachten .-Ncrc.ro ange-langet , waren zwey deutsche Jesuiten , die in dasKönigreich Luiusunr bestimmet waren, sie wurdenaber, als sie in dasselbe gehen walten, als Europäerentdeckt, gefangen, und dem Vicekönig zuC.rntOiiangezeiget, worauf einer davon im Gefängnis gc-

Prinzen Jean Tchcw zum christlichen Glauben be-kehret worden.

In den grossen Chinesischen Gebürgen an derProvinz Houqvaiig, die den sevennischen oder demBerg Jura nicht unähnlich sind, und vor dem eineWüste gewesen, hat sich seit Jahren eine AnzahlChristen angebauet, vor welche der P. lTleuvialleSorge trägt. Dieser muste mit seinen Leuten vor

starben, was aber aus dem andern geworden, weiß einigen Jahren eine Verfolgung ausstehen , weilman nicht. Der Vicekönig hat darauf eine schreck- diese nichts zu den Proceßionen beytragen walten,liche Schrift wider die christliche Religion publici dadurch man bey entstandener Dürre von den Gö-ret, und den vornehmsten Führer dieser Mißionarien, >tzcn Regen zu erlangen gedachte. Er hat den Zu-namens, Aug.Ho.r-ig, durch die Marter zu zwin-! stand seiner Gemeine selber beschrieben. Ihre Un-zen befohlen die übrigen Europäer in den Provin-'terweisung und die Administration der Sakramentezien zu entdecken. Doch hat man hernach nichts wci- geschichr in der Kirche. Sie beten fleißig den Rd-

ter erfahren

Zu pecking haben die Portugiesischen Jesuitenzwey Häuser, die Französischen aber haben das ihri-ge in den Kayserlichen Pallast, darinue sich ro bis

scnkranz. Wenn sie von der Arbeit nach Hause ge-kommen, versammlet sich die Familie, man zündeteine Lampe oder Wachskerze an , räuchert vor demheiligen Bilde, das an dem ehrbarsten Orte des

i > Jesuiten befinden , denen aber nicht erlaubt ist, Dauses aufgestellet ist , und betet. Das Fest deraus der Hauptstadt zu gehen. Einige derselben ar- Canonisation des heil. Franeljci Begis r) wardbeiten in dem Pallast des Kaysers, wodurch sie sich mit vielen Ceremonien von ihnen gefeyert, und die-einen Zutrit zu demselben verschossen. Bey müßt-scr Heilige gar zum Patron dieser Gebürge erwehlet,

gen Stunden schreiben , oder übersetzen sie Büchervon der Religion z. C- das Leben der Heiligen desP. Croiset, und andere zur Andacht gehörige Bü

in der Hofnung, daß, da er so viel Wunder in denfranzößi,chen Gebürgen gethan, seine Macht in denChinesischen nicht geringer seyn werde. Damit die

cher ; doch nicht die Vib.l selbst. Die andern Je, armen Leute von dem Dienst der Götzen desto manier-

suiten unterrichten die Catechumenen, und taufendie Kinder, so sterben wollen. In der Provinz umdiese Stadt sollen sich mehr denn 50222 Christen

licher zum Dienst der Heiligen und Bilder ge,führet, und bis an ihr Ende dabey erhalten wer-den, so hat dieser fleißige P. rIeuvialle eine be.

befinden, die von fünf Chinesischen Patribuö ver-> sondere Congregacioil von hftl. Sacramenr auf,sorget werden, weil /ene nicht aus der Stadt gehen gerichtet, davon einige unter andern dazu bestim,dürfen. Doch sollen sie von dem Lande auch öftersgmcc sind, daß sie den Sterbenden beystehen. So

nach ^>eckmI kommen, um den Sacramenten beyzuwohnen, sich bey ihnen Raths zu befragen, Bü-cher, heil. Bilder, Pater Nester u. d.m.zu holen.Gedachte Chinesische Priester sollen jährlich aufI20Q Erwachsene taufen, in den drey Iesuiterkir-chcn zu pcckrng selber aber deren jährlich; bis 620gecaufet werden so daß man in wenig Jahren indieser Provinz auf 122020 Christen zu zehlen hoffe.Fast werden diese Summen denjenigen Lesern un-glaublich vorkommen, die sich der grossen Scharfewider die Christen, so wir vormals gemeldet, er-innern, bey den neuen Proben derselben, so wirjetzt erzählet, ein wenig nachdenken, und noch dazuüberlegen wollen, daß der Kayser, weil dessen Ge-sundheit immer schwächlich ist, alle Staatsaffairen!den Lribunaiien überlasse, die der christlichen Reli-!

Ul. The»!.

bald sie hören, daß einer gefährlich krank ist, un-tcrnchten sie denselben, und bereiten ihn zu denSacramenten, die ihnen so dann der Herr Paterertheilen. Die Zeit wird übrigens mit Ermahnun,gen und Gebeten vor einem Crucifix zugebracht, daszwischen einer geweyheten Wachökertze, und demGlaubcnsbekennkniß des Sterbenden, und vor demBilde der unbefleckten Empfängnis stehet. DerPater hatte auch Ursache genug, auf die Heiligenzu halten. Er war an einem Orte, wo kurz vor-her dreyßig Ungläubige von wilden Thieren zerris.sen worden, in Gefahr, von einem Tyger gefressenzu werden: allein der heil. Lmvermo hat ihn er-rettet, von dem er allezeit eine Reliquie bey sich zu

tragen

c) S- diesen dritten Theil p. ;rr.

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