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III. Fortsetzung von 1741. bis 1747.
Christo bekehren sollen. Einige haben vorgegeben, mahl aue, und unterreden sich mit den Heyden,sie verehreten ja unter dem Bild und Nahmen des welches auch von den Latechekeu und Gehülfen sehr
Wikscbknu den einigen wahren GOtt; der habesie lassen in Heydenthum gebohren werden, dabeykönten sie auch bleiben, da es sein Wille so gewesen.Ein anderer angesehener Mann hat frey von derBrust wegjgesprochen: Es sey kern Ä-O-t, cssey nichts Sttuoc u. d. m. An einem Ort kamenzween Mißionarien zu dem Pongölfcst der Heyden,wobey die geschmückten Kühe bey den Bcckenschlage,Niederfallen und Besprengen mit Safran ausrissen.Als jene diesen nun ihreBlindheit vorstellet«!, gin-gen sie in der Stille nach Hause. Ein Christ, deralle diese Ceremonien mit gemacht, wurde bis zuseiner Bekehrung öffentlich der Gemeine ausge-schlossen. Die Römischen Christen aber feyren das-selbe nicht nur mit den Heyden zugleich, sondernauch am Fest der Erscheinung Christi nochmals al-lein, und geben vor, die Weisen aus Morgenlan-hätten es um selbige Zeit eben so gemacht. Wirführen das um deswillen an, damit man sehen kön-ne daß den Jesuiten nicht unrecht geschieht, wennman ihnen «ine Gleichförmigkeit mit den Heydenbey ihren Mißionen beygeleget. S» viel Hinder-nisse die Predigt des Evangelü auch fand; so feh-lste es doch in diesem Jahre an Sergen nicht. DerZuwachs der Gemeinen bestund in 2^ 5 Personen,nemlich 16 bey der portugiesischen, bey dertamulischen Sladk, und >oz bey der Landgemeine.Diese etwas geringere Zahl, als man vermuthethatte, verursachten die grossen Strcifercyen derlHarractier, welche die Wege unsicher gemacht,und das Land verwüstet hatten. Es tonten undWelten also auch viele, die es versprechen hatten,nicht kommen, g) Bey den vielfältigen Kricgöun,
oft geschicht.
Das folgende Jahr 1742. ward die Gemeine i)mit z vcphmidcrr und drey und »cu..u > Seelenvermehret, und der Abgang bestund aus 8> ver-storbenen. In dcr porttt(tlcsij l>c,i ^etiuic, wor«inne die Mißionarien auch täglich unterrichten, wa-ren drey und vrel-;rg Kinder, sowol Knaben, alsMägdlein. Die Knaben werden von zwey Schul-meistern, die Mägdlein aber von e»,er Schulmei-stern! besorgt, so denselben auch das Nähen lernt.Ein malabarisch Weib aber lehrt die Mädgrn so-wol, als einige Knaben das Strunipfstricke». Dieuia!ab<n'tfct)o Schule bestund aus .nuderr ..udsieben und fünfzig Kindern. Die fünf M>ß,o-narien, so die malabarische Stadt - und ihre Land-gemeine besorgen, lehren auch in dieser Schule.Ausser ihnen aber sind bey der Knabenschule von98 Kindern sechs Schulmeister , und in der Mägd-lein Schule zwey Schulmeisterinnei!, welche nebstdem ältesten Schulmagdgen die Arbeit versehen.Die Mägdlein werden in Strumpfstricken, Spinnenund Mattenflechken unterrichtet. Bey Errichtungder neuen Schulanstalten sind paränelische Stundenfür die Schuljugend und PräceptorrS, iuglclchenfür die letzten, und Stadtcatrchclen und Gehülfen,Betstunden und LoIIoguis k>bl«ci» angeordnet, beywelchen letzten auch die Landprediger zugegen sind.Die Landgemeincn, welche aus fünf, oder wo mandie kleine Gemeine in LNar..wer Lande für einenrechnet, aus sechs Kreisen bestehen, sind nunmehrden beyden Landprevigcrii und Ocog§ an-
vertrauet. Es sind auch zwey Schule» in der Land«gemeine errichtet. D>e eine in ssnnsich. uel', dar-
ruhen / theuren Zeit, und Mißwachs im Lande, sind inne zehn christliche und einige heydmsche Kinder
manche von dasigen Ehnstcn weg, und mir andernLeuten theils nach Westen weiter ins Land , theilsnach Norden gezogen. Auch durch diese Zerstreu
lernen, und wo der dortige Unrercatecher Arli- 0-pen zum Schulmeister bestellet ist. Der andere inB-rupalaturp, so m dem dasigen Berhausc ange-
ung ist das Evangelium in mancher Gegend crschol- leget worden, jetzo nur aus sieben Chnstenkindern
len, wo dessen Stimme vorher nicht gehöret wardDas neue tamulische Schulgebäude, welchesman >7Z8- zubauen angefangen, ward noch in
besteht, und den ^«tciiiaden zum Schulmeisterhat. Die Compagnie unterhält nicht nur bey die-sen Schulen ausser den Arbeitern in der Lehre,
diesem Jahre fertig, daß es den rz Aug. eingewey- eine ziemliche Anzahl andere Bedienten , als Ein-her und bezogen werden tonte, b) Der Landpredigerl kaufet innen , Köchinnen , Kranke,-Wärterinnen,DlW" zog nach Tlleja!», wo ihm die Mißion auf sondern hat auch noch über dieses Stempelschneider,ihre Kosten und in ihrem Garten ein Hauß nach Schriftgiesser, Buchdrucker , Buchbinder , viermalabarischer Art bauen lassen. Er sowol, als der Schreiber, und vier Kirchen - und Hauebed-enteältere Landprediger Aaron verrichten nicht nur in ihren Dwnst. Sie besoldet über dieses 19 Sol-in ihren Gegenden ihr Amt, sondern reisen auch daten, die portugiesisch gekleidet gehen, fünfzehnsieisiig umher , predigen den entlegenen Christen, Tasiaren , einen Matrosen, acht Tagelöhner, undtaufen ihre Kinder , theilen ihnen das H. Abend- zwey
8) zn, bitt. ecciell -r. Vl. p. ?s;. 1 . Vll. p. »75. leg.
I,) Eben dieselbe D IX. x. x»?. I >) lliü.. Lccleü l. VIII. p. 6sl.