!. Eap. von der Lehre-
67)
zwey Glockenläuter bey der Dänischen Kirche. Ir).
In dem 174z. Jahr erweiterten sich die Anstal'ten immer besser. Die Heyden kamen zuweilentroupwcise und wölken sich taufen lassen. Der Zu-wachs der Neubekehrten war daher grösser, als ervormals gewesen, und bclief sich auf fünfhundertund acht und vierzig, darunter dreyhundert undein und vierzig erwachsene Heyden, und n Rö-mischcatholische waren, so übergetreten. Man singan zu porrejnr eine neue Kirche zu bauen, und leg-te den 4 Oct. L74Z den Grundstein dazu. DerBau war 1744 zwar noch nicht völlig zu Stande,man Hoffete aber ihn gegen Ostern oder Pfingsten1745. bis auf die Thüren, und Fensterladen fertigzusehen, l)
Ausser dem Landprediger Diogo hat man auch vonEuropa aus die Mißionarien wieder mit neuenGehül-fen versehen. Herr PlufMaderup aus Dannemarkkam den 2 Iul. >742.zuTranquebar an. A. 1744.reisete abermals ein neuer, Herc'Jncob Riciuaus Elbingen in Preussen zu Ende des Jahres vonHalle nach Engeland ab, dem gleich mit dem An-fang, des folgenden Jahres noch einer, Herr Jo-h«nm Lbl'lfti.ru Beeithuirpt, aus Dransfcld inHannöverschen ein Anverwandter des secl. AbtBrelt-hmipts, nachgesandt worden, und beyde habendie Reise nach Ostindien würklich angetreten, wiesie aber angekommen, muß erst die Zeit lehren, m)Der Zuwachs des 1744. Jahres hat sich überhauptauf zweyhuudert und zwey und neunzig Seelenerstreckt. Die Anzahl der sämtlichen Schulkinderaber ist 2Z2 gewesen.
Da wir oben zum Beschluß den Zustand der Mis-sionen kurz vorgestellet n) wie er in der Mitte des1740. Jahres gewesen, so wollen wir jetzo noch dieBeschreibung hiehcr setzen, die uns davon A. 1744.gemacht worden, o)
neu. In der Stadtgemeinde sind tausend sechs-hundert und etliche vierzig noch lebende Seelen.Der Eatecheke Lebr^irmurbu ist als Subinspectorbey der tamulischen Schule. Der Gehülfe Linna-rambi wohnet in porrcjar und besorget das DorfJtschüadi, wo die meisten Christen wohnen, nebstvier andern Orten. An gewissen gesetzten Tagen müs-sen die Gehülfen in den Frühstunden die Dörferbesuchen, wozu sie von den Mißionarien besondersunterwiesen werden. Die Landgemeine, die jetzoin sechs Kreise abgetheilet ist, bestehet aus zwei-tausend, achthundert und etliche dreyßig Seelen.Der Landprediger Aaron hat den LNajaburam-sehen, uud der andere, Diogd, die vier andernKreise,- in das Marawerland aber muß ein jederalle Jahr gewisse Reisen thun. Im Majaburam-schen stehen, als Gehülfen gegen Norden ssslagpen,gegen Westen Suamüalen, und gegen Süden kcka-mlren und keramansnäen. Die marrarver Chri-sten besucht Jsosua, weil er der Nachstellung we-gen daselbst nicht wohnen kan. In den übrigenKreisen stehen die Eatecheten und Gehülfen, wie siedas vorigemal gestanden. Die Christen wohnendurchs ganze Königreich an mehr, als hundert zumTheil weit entlegenen Orten zerstreuet, welches ih-re Besorgung schwerer macht, doch müssen die Ge-hülfen jeden Flecken, wo nicht wöchentlich, dochmonatlich, wenigstens einmahl besuchen. Man istauch darauf bedacht, in Flecken, wo mehrere Chri-sten sind, besondere Mithelfer zu bestellen, undmacht sich Hofnung, aus dem angelegten Lemina-rio, darinnen sich einige Landeskinder guter Art be-finden , bessere Eatecheten zu erhalten. Die neuan,gelegten Landschulen geben eine schone Gelegenheitzu Unterweisung der herbey kommenden Heyden.Von der portugiesischen Bibel ist fast das ganze AlteTestament heraus.
Ausser dem, was wir etwaschon auf diesen Blattern gleich jetzo gemeldet, ste-het es so: Die Herren Mißionarien sind noch
selben, die es damals gewesen, ausser daß Herr Fa- Übllö ist dkk NWwU zu NIstdkstö kvtsttk
bricius an des Herrn Schulzens Stelle nach Ma-dras gesand worden, dafür Herr PlufMaderupaus Dannemark gekommen. Ausser den beydenLandpredigern sind bey der Stadt 2 Eatecheten,die ; Gehülfen haben, und bey der Landgemeinel Catechet . der n Gehülfen hat, unter welchen
zu gedenken?
Der Mißionarius Schnitze fuhr noch immerfort die Bibel und andere erbauliche Bücher in dieSprachen des Landes zu übersetzen. Ausser Arndsparadießgärtlein und wahrem Lhristenrhumhat er auch des Thomas a Nempis Büchlein
dw drey ältesten Untercatecheten hiessen. Inder ^n der Nachfolge Christi ins warurstsiche undStadtschule sind 7 Schulmeister, 5 Tamulische, und,,ns Tamulische übersetzet. Überhaupt muß sich ein2. portugiesische, und zwey ramulischeSchulmeisterin-jMißionarius zu Madras angelegen seyn lassen,
Sprachen zu erlernen, weil er dadurch an
k) lZillcirlco-Lcclei'. I', VIII. p. 597-601.
l) Eben dieselben 1 . IX. p. 9:° 9 - 7 - 1 ^. X. x. «55.rn) X 5 I» liillor. ecclcil 7-. IX. p 9 ?;.
n) III.Theil p. 175.
») LlUI. Lcell. 5 . 7-. X. p. k5>. xzz.
diesen
besondern Orte ungcmein viel gutes stiften ran.Man verstehet, oder redet zu Madras Englisch,Jrrlandisch, portugiesisch, spanisch, französisch, ita-
li-