I. Cap. von der Lehre.
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kam nach deutschen Gelde auf fünf raufend und;oo. Reichthaler, wozu man ausser dem, was dieGlieder der Gemeine freywillig thaten, kein Capitalwüste. Doch kam man in gedachtem Jahre nochmit dem Ban so weit, daß man sie im October un-ter Dach gebracht sahe , und das erstemal Gottes-dienst darinne halten tonte. Die aus Deutschlandeingesandte Collectengeldör kamen den guten Leutenhierbey wohl zu statten.
Doch für das greste, was Herr Mühlenbergenbisher am Herzen gelegen, hat der HErr nun auchgesorgt. Es entschloß sich nicht nur ein tüchtigerCandidat, Herr Peter Bruicholz, aus dem Schlcs-wigischen, den Auf, als lutherischer Prediger undGehülfe Herrn Mühlenbcrgs in Pcnsylvamen vonHerr D. Francken anzunehmen , und sich zu demEnde den 12. April 1744 zu Wernigerove ordnnren zu lassen, worauf er so dann die Reise überHannover und Hamburg angetreten r sondern esfanden sich auch zween andere redliche kcuchnli Ichco-lox-L, Herr chamn und Herr Lurtz ohnweitGiessen gebürtig, welche sich als Catechetcn oderLgncorc-, bey diesen Gemeinen annehmen liessen,
und in Unordnung und Uneinigkeit gewesen. Wenner seine Leute bedienen wolte, müsse er nach einigenOcrtcrn wohl zehn Schwedische Meilen reisen.Die deutsche Gemeine werde inuner zahlreicher MtLande ; Herr MühlenbevA logire nahe bey ihm ;und das ganzeSchreiben dienet zu einer nicht geringenVersicherung von der Wahrheit dessen , was wir ausden Mühlenbergischen Berichten erzehlet haben. Ir)
Von der Gemeine zu Spotts lvanren, oderOrange - Lonry hat man zeither nichts gehöret-Was die Herrenhnrer in America ausgerichtet,oder vielmehr versuchet, soll unten bey ihrer Reli-gionsparthcy an seinem Ort vorkommen. Wir be-schlossen diese Nachrichten mit dem Gebet, welchesin dem Herzogthum Holstein königlichen Antheils,auch vor die Bekehrung der Hcyden geschieht unddem ordentlichen Gebet, welches alle Sonn-undFest - Tage nach geendigter Hauplpredigt pflegt ver-lesen zu werden, beygefügt ist.
„Wir danken dir auch lieber himmlischer Vater,„daß du die Thür des Glaubens für so viele Hcyden,
-welche dich bishero nicht erkant, so gnädiglich er-„öfneu lassen; und da dein Gesalbter, unser aller-jenen nach Hamburg folgten, und mit ihm dicReise „gnädigster König und Herr, sich dieses so eifrigüber Eugcland nach Pcnsylvanicn angetreten haben „angelegen seyn lässet, so segne desfalls den König
GOtt hat auch so viel Wohlthäter in Deutschlanderwecket, daß von ihrer eingesandten freywilligem
- deinen Knecht, hier in der Zeit, und dort in derEwigkeit. Befördre du selbst fernerhin, 0 barm-
Beysteuer nicht nur alle diese Reisekosten bestricken,!,,herziger EOkt, dieses dein Werk. Laß dein Wortsondern auch gehosset werden können , daß noch et^ „reichlich wohnen in aller Weisheit bey denen, wel-
was zu Vollendung dasigen K'rct-cnbaues übrig seynwerde, g) Man hat.dieses alles in einer eigenenSchrift beschrieben , welche vor einigen Jahren un-ter dem Titul b) kurze rTlachrichr von einigenEvangelischen Gemeinen in America Halle 1744in 4. ans Licht getreten. Man erstehet aus diesemBericht, daß auser dieser lutherischen deutschen Ge
,,che dazu gesetzt, daß sie der Blinden Leiter seyn.„Arbeite selbst mit ihnen, daß die Hcyden und alle„erleuchtete Christen, durch die Predigt deines Werts„bekehret werden, von der Finsterniß zum Licht,„von des Satans Gewalt zu dir, dem lebendigen„Gott, zu cmpfahen Busse und Vergebung der„Sünden, und das Erbe samt denen, die gehciligct
meine in Philavelphra noch eine dergleichen ist, „werden,durch den Glauben anJEsumChristum rc.I)bey welcher der Gottesdienst schwedisch verrichtet XVIll.
wird; ingleichen daß auf dem Lande noch einschwedischer Prediger die Gemeinen bediene, welcherauch bey Grundlegung der neuen deutschen Kirchemit zugegen gewesen. 1) Da die Schwedische Stadt
Wie ist die Ausbreitung des Christenthumsdurch die Mfornmten geschehen?
Das vornehmste kömmt darauf an, was von den
gemeine bisher eine Zeitlang ohne Prediger gcwe »Engesinnd es ollanbeun in West-und Osbndien gc-.scn , so kam der neue Lehrer vor dieselbe endlich A.lscbehen. Wie rühmlich sich die Engelländer inson-174g. von Stockholm aus an. Er Heister Gabriel I derheit das Mißionswcrk so wohl der lutherischen,ZTlasseinaim. Dieser bericbtetc nach seiner Ankunft,.als reformirtcn Kirche angelegen seyn lassen, ist aus
es wären auf . o. deutsche Gemeinen im Landewelche aber zur Zeit mir wenig Predigern versehenwären. Er sey seines Orts im leiblichen wohl vcrsorget, habe eine schöne Wohnung, und kostbareGärten. Die Gemeine aber sey ziemlich verwildert,
xg Hilloricv-Lccl. 7 '. IX. p. 891-91;.d) Gölkinq. geb Zeit. 1745. p- 69.i) IMolico-Lccl. I . IX. x. 911.
den vorhergehenden , und auch ans der obcngc-gebencn Nachricht von den luthc rischcn Mißio-ncn zur Einige bekam. Es ist noch übrig zu er-zchlen, was durch die Lehrer ihre eigenen Kirchevorncmlich in America geschehen. Wir setzen zuerst,
die
Ic) Eben dieselbe 1 . X. p. 840 846.
I) Eben dieselbe l'. X. p. tzso.