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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Eap. von den Zwistigkeiten.

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strafet, da er gar nicht strafen könre; seine Gerect).ttgkclt, wenn er ein Verbrechen nicht nach seinerGrösse bestrafet- Eö fallt in der geoffenbarten Re

der Ursprung der göttlichen Gerechtigkeit. Diesekönne aljo mit jener nicht streiten. Seine Gerech-tigkeit sey nichts anders, als der weise und gütige

l-gion die rTrothwendlgkeic der Erlösung dahin, Wille, seinen guten Geschöpfen nach Proportionund GOtt würde gegen seinen Sohn ganz unbarm- ihrer Fähigkeiten gutes zu thun. p) Denn GOtthertziq gewesen seyn , wenn die Strafe des gefalle- war gerecht, ehe die Sünde in die Welt kam. Dienen Menschen nicht so nothwendig und unendlich strafende Gerecht», kelt ist also nur etwas zufälli,gewescn. n) In dem zweyten Abschnitt beweiset!ges, und muß das Mittel seyn, wodurch dieEüreer die Ewigkeit dieser Strafen aus der Vernunft.,die Sünde wieder ausrottet, und den Sünder zurDen Beweist, den einige GotteSgelehrte brauchen,,Seeligkeit zu bringen sucht. Die Strafen werdendie Strafe müsse ewig seyn, weil die Verdammten^also Mittel der Reinigung sowol hier, als dort.nie aufhören würden zu sündigen, hält er zwar für^ Darauf verlangt er, man müsse ihm einräumen:

»«kräftig, und ungeschickt: treibet aber diesen destoweiter: weil eine jede Sünde, so in dies mLeben begannen werde, schon eine ewige

Strafe verdiene, so müsse die V erdann,iß ewig seine Zeit ohne Ende, anzeige 2) daß eine Ausle

seyn, wenn auch die Verdammten in der Höl-le gar keine Sünde mehr begiengen. DieHauptsätze unter seinen Beweisen sind ausser Streitdiese zwey: i) Wenn GOtt die Sünder entwederzu gar keiner, oder doch aufs höchste nur zu einerendlichen Strafe verdammte, so würde man darausden göttlichen Willen, und die Heiligkeit desselbenentweder gar nicht, oder doch nicht in ihrer voll-kommensten Grösse erkennen können, da doch die

i) daß ewig auch eine lange Zeit bedeuten könne,und daß das Wort LNN, oder LVUM weit geschick-ter eine lange Zeit der Haushaltung GOttes, als

gung der Schrift den allgemeinen Grundrvahr-yeiren nicht wider sprechen dürfe z) daß auch keinWiderspruch mit den geoffenbarten Wahrheiten,so mit ausdrücklichen Worten, in H. Schrift stehen,bey einer Auslegung statt habe. g)

Die Hauptbeweise seiner Meynung kommen dar-auf an: i) Es folge nicht, daß weil die Gnugthu-ung Christi unendlich gewest, auch die Strafe derMenschen, an deren Stelle er stund, unendlich seyn

Verbindunq der Strafen und Sünden den Wil-! müssen. Man solle vielmehr den Schluß umkehrenlen und die Heiligkeit G 0 tteö zu offenbaren am ge->d sprechen: weil einmal eine unendliche Gnugthu-sch.cktesten ist. 2) Die unendliche Strafe, die eine mng geschehen, so sey kerne unendliche Straft mehrEreatur ausstehen kan , muß e-ne ewige seyn. In nöthig. 2) Man habe deutliche Stellen der Schrift,dem dritten Abschnitt wurden die Emwürffe beant- so das ewige Evangelium verkündigen, als Rom.wortet welche die Liebhaber des ewigen Evan- Xl, Z2. Col. I, 15. 20. Eph. I, 9^ro. Ps LVll, r.gcliums aus der Vernunft vorzubringen pfle-Ies. XI., 4. Röm. XlV» i r. 26. Mich. Vll, iz.iz.o Wenn er die Grunde unserer Gottesgclehrten beant-

^Ällcin hier traf ein, was wir vorhin gemeldet,j Worten soll, spricht er: Eö sey falsch, daß die Zeit

daß sich diese nicht mit Gründen aus der Vernunfteintreiben lassen. Man sahe bald: Eines Freun-des der Mabrheic Betrachtung der allge-lmeinen Gnaden und Liebeswege GVrres beyaller Mencheu Geeligkeir: wobey zugleich amEnde Herrn M. Schuberts vernünftige Gedan-

der Gnaden nur bis an das Ende des Lebens einesieben Sünder währe, die Güte GOttes erstrecke sichauch auf die zukünftige Welt: GOtt werde dort dasPrincipium des Bösen in den Verdammten nach undnach ausrotten, daß sie zur Demüthigung und Busegeschickt würden. Es sey nicht wahrscheinlich, daß

cken von der Ewigkeit der Höllenstrafen mit An- 1 diejenigen, welche hier die meiste Zeit ihres Lebensmerckungen durchgangen. Franckfurt und Leipzig^ ohne^Heiligung zugebracht, und nur kurz vor ihrem

1742. in gvo. Der Verfasser gab vor, er wolleeinen andern Weg gehn, als Gerhard und ande-re Freunde der Wiederbringung bisher gegangen,um den Verdammten sowol aus der Vernunft, alsSchrift eine Erlösung zu predigen. Er spricht:Unter den göttlichen Eigenschaften sey die Gütedesselben etwas positives, der Mittelpunkt, und

n) Schuberts vernünftige Eedanckcn von der Ewigkeitder Höllenstrafen. Erste Ausgabe p. l - 6.

0) Nachrichten von den neuesten theol. Büchern ?. i.P.rr;.

Abschiede gläubig geworden, so gleich zum AnschauenGOttes gelangen. Die müssen erst vollendet, undgereiniger werden. Die Hölle werde also erst eineStraft seyn, die Unbekehrten zu demüthigen, her-nach aber auch ein Übel, welches ein Beförderungs-mittel der Vollendung der Gläubigen abgebe. DieSeligkeit aller und ieder Menschen nach dem -FallLpx p r blxibe

p) Betrachtung der allgemeinen Gnaden und Licbeswe-ge EOcres p »-16.

g) Betrachtung der allgemeinen Gnaden und Liebeswe-ge