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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IH. Fortsetzung von 1741. biß 17g;.

Zu Leipzig hat niau in zwo Emladunzsschnfrenzu Weynachten 1740. und zu Ostern >741. sowoldie eigentliche Meynung des französischen Schrift«stellcrö vorgestellet, als auch die Nichtigkeit seinerGrunde entdecket, und unter andern angemerckcr,daß die Schrift nicht zu Lenden, wie auf den Titulstehet, sondern im Haag gedruckt worden, g)

In Preussen untersucht der jüngereHerr Lilien-rbal die Schriftstellen, welche vor d<e Präeristenzderen Vollendung aber habe er diese Herrlichkeltjder Seelen pflegen gemißbraucht zu wcrdcii, undund göttliche Gestalt wieder angenommen. Er ließ seine Rerttillg einiger SchriststeUen, rvel-werde nicht um deswillen der Erstgeborne genannt, cl-e vor die Präc,lstcnz der Seele Ehristi vonweil seine menschliche Seele vor allen Creaturcn er- einem ucuerv ungcnaitteu Sciibenren angrfüh»schaffen worden. Dciin es würden ihm Hcbr. I.jrct worden, in die Preußischen Achenden, undund Col. l. viel zu erhabene Eigenschafften vor ei-.'zwar derselben ersten und zivcprcn Band einrücken,.ne Crearur beygelegt u. s. w. Dabey rettete Herrlb- Zu Löttlgsderg suchte Herr Salrcnino in

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darinne sich das selbftätldige Wort vor Zeitendenden Vatern gezeigt z. E. 2. B. Mos. XXIV» 16.Ps. 1 .XVlll, Ies. VI, cnll. Ioh. XU, 41. In die-ser Herrlichkeit sey der Sohn GOrres nicht er-schienen, als er von der Jungfrau Maria geborenward, und habe cS nicht für einen Raub gehalten,in einer Aehnlichkcic mir Est>rr zu erscheinen,sondern diese Herrlichkeit auf einige Zeit abgelegt,damit er das Erlösungswerck vollführen tönte: nach

Hagemann verschiedene beweisende Schriftstellenvon den secilnan»sck)en Auslegungen seines Gegners,und zeigte insonderheit, daß wenn Christus Ioh.VIII, zjj. von nichts mehr, denn dem Vorherseynseiner Seele geredet, die Iüden sich eben nicht sosehr darüber würden entrüstet haben, weil sie diePräcMenz der Seelen, und der Seele des Mrßiäselber geglaubet; da sie ihn aber steinigen wollen,müsten sie eingesehen haben, daß er seine Gott.heil dadurch habe beweisen wollen. Endlich bringter wieder das Vorherseyn der Seele Christi nochfolgendes bey: i) die heil. Schrift sage von dieserPräexistenz nicht einen Buchstaben. 2) Es heisstr. V- Mos. I. GOtt habe im Anfang Himmel undErden erschaffen, folglich sey vor Himmel und Er-den nichts, mithin auch die Seele des Meßiä nicht,erschaffen worden, z) Christus müsse nach Hcbr. II,14. des Fleisches und Blutes theilhaftig wordens«)N, wie andere Kinder, und also Leib und See-le von der Mutter empfangen haben. 4) Mariakönne sonst nicht seine Mutter genennet werden,denn die blosse Darreichung der Materie sey nochkeine Zeugung. 5 i Christus werde Luc. I, 42. ei-ne Frucht des Leibes Maria genennet, und müsse

den, WeynachtSprogramma 1740. die Stelle 2. Cor.Vlll, 9. wider die Verdrehungen jenes Schriftstel-lers zu vertheidigen; und in Rostock ließ ein jnn-gcr Rolland, ein Sohn des Herrn KirchenrathV ollando zu Mühlhausen ein Sendschreiben: O«rero lonlu oroculi «i. foliann. 17, §. cl frulleo in eogurlico prr xilicritio oninioc Lbrilki in 410 drucken,wobey er auch einiges wider Herr Earpovenerinnerte.

Doch damit war noch nicht alles ausgemacht.Herr Bertram, der schon mchrFcldzügen wider dieWolfianer mit beygewohnt, setzt« noch vor seinemHintritt die Feder an, und schrieb: BescheidenePrüfung der Meynung von der Prüeristenzmers-hlicher Seelen Bremen >74«. in 8. >) DieSchrift war eigentlich wider den sei. Reinbeck undalle diejenigen gerichtet, welche das Vorherseyn dermenschlichen Seelen lehren, le) Allein er behauptetezugleich die Möglichkeit und Würklichkcit der Fort-Pflanzung der Seele aus sich selbst, und hier konre esnicht anders seyn, da er wider die neuern schrieb, unddie gegenseitigen Gründe aus dem Weg zu räumengedachte, er musie auch dasjenige beantworten, wasHerr Lurpor» m seinen Schriften wider die Fort-also sein Wesen von ihr haben. Das Wesen der'pflanzung beygebracht. Er that nicht nur dieses,

Menschheit aber bestünde nicht allein in dem Leibe,sondern vornehmlich in der Seele. 6) Was derSohn GOttes, da er Fleisch geworden, angenom-men, das habe er von» Weibe Gal. IV, 4. alsoLeib und Seele. 7) Die praepistirende Seele

sondern machte demselben wider die unmittelbareSchöpfung der Seele Christi neue Zweifel E.Herr E-rrvov muffe doch zwey Wunderwerke beyder Empfangniß Christi cingestehn i) die Hervor»bringung der Seele Christi, und 2) deren Bewah-müffe entweder mit dem Wort vereiniget gewesen'rung vor der Sünde: es dürfe ein Mensch GOtlseyn, oder nicht.Im lezkern Fall müsse sie besonders'nicht vorschreiben, wie viel Wunderwerke er thune/tstirer haben, welches ungereimt; im ersteren wäre solle: was Christus incht angenommen, das habe erdie persönliche Vereinigung vor der Menschwerdung auch nicht erlöset u. d. m. Herr

geschehen, welches wieder die Schrift sey. 8) Die . . — 17 - ". —--7—"7-'

— - x) tliswricn-rcc'ee. r. VI. p. 1070. - »07».

K) büi iilhalv theologisch Bibliothek p.i) Fri'ch aufgelesene Früchte A. «741. p.und x. > 7 *-k) heipz. gel: -cii. A..'74«. p.

Meynung sey dem Arianismo, ChiÜasmo, und derMeynung von der Wiederbringung aller Dinge geneigt u. s. w.