!. Cap. von den Zwistigkeiten.
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unnütz wäre, wenn an und vor sich dieHölle bedeute. 2) Der Tod und die HölleOffenb. XX, ,z. müssen gleichfalls durch die Behält'Nisse des Leibes und der Seele bis an den jüng-sten Tag verstanden werden, g) 2. Tim. IV, 8- undEbr. XI, Z9. beweise das noch mehr, und 4) dieWorte Offenb. IV, 9 - n. liefen sich gleichfalls nichtanders, als vom mittlern Zustande erklären. Erhabe das nicht nur in seiner Bibel nicht undeutlichbey besagten Stellen angezeigt, sondern auch in sei»nen Vorlesungen aus der letzten Stelle folgendeSatze, als Folgen hergeleitet. „ 1) Anima; non„äonnire r) blon nasse, guL tiunr in ccrru, niü ex„äivina revelacione, z) nunguam legi, snimasoras-,sse pro luis; 4) ü-uum snimarum polt morccm cor-„poris esse, non uc cxcemplo plena besciücs vilrone„i'ru2Ntur,sscI guoä cxpeölanc sliam.
„snimrc. „
Herr Tresenreuter lies darauf in gedachten Aus»zügen ein Schreiben einrücken, darinne er seinemungenanten Gegner mit vieler Heftigkeit, doch soantwortete, daß er zu verstehen gab, er werde sich mitdemselben, weiter sich nicht gencnnet, nicht einlassen.Allein es kam jemand, der sich nante. Es trat folgendeSchrift ans Licht: 5) Aufrichtiges Bedenkenüber die Lehre vom mittlern Zustand der vomLeibe abgeschiedenen Seelen, darinne diese ohn-langst in einem zu Loburg herausgekommenenprogrammare aufs neue hervorgebrachte Mey-nung befcheidenrlich untersuchet, und wasdavon nach Anleitung göttlichen vsorrs undreiner Gotteogelehrren Schriften zu halten sey,kürzlich entdecket wird von M- Friedr. Ensebio
sich einbildete, er werde so gleich zu seinem himmli-schen Vater auffahren, und ihn deswegen so festegehalten, daß er seinen Jüngern nicht so fort Nach-richt von seiner Auferstehung geben können; Siesolle ihn nicht so feste halten, denn es sey jetzt nochnicht an dem, daß er zu seinem Vater auffahre.Herr Simon zeiget darauf, daß man eine solcheMeynung wie die Tresenreuterische, weder schrift-lich, noch mündlich lehren solle i) weil sie so vieldeutlichen Stellen der heiligen Schrift, als Luc XVI,29. 2. Eor.V, 6. 8. Offenb. XIV, i z. u.a.m. wider-spreche, 2) von reinen Gotteögelehrten, als ein so-cinianischer und syneretistischer Irrthum, verworf»fen werde, z) dem Ernestinischen Catechismo wi-derspreche , Gläubigen und Frommen einen grossenTheil ihres Trostes nehme, und von verschiedenenganz unbequemen Folgerungen begleitet werde. Indem Anhang hatte der Verfasser seine Gedankenüber den bisherigen Streit, und die vorhin erzehl-te Schriften c) entdecket. Dergleichen Gedankenkamen auch in einer andern Schrift zum Vorschein:Lurze und nöthige Erinnerungen über diesummarische Vorstellung zweyer kleinen ^chrif»reu von dem mittlern Zustand der Seelen nac!)dem Tod, wie auch über das den Bayrcnrhcrwöchentlichen Auszügen pag. 2^9 f. einverleib»re Tresenreuterische Sendschreiben Schwabach 2.Bogen in 4. Darin wurde da, was man zur Ver-theidigung D- Trcsenreuterv in gedachten Auszü-gen vorgebracht hatte, widerlegt, u) Wir geden-ken bey dieser Streitigkeit noch, daß ein gelehrterMann, x) und letziger Professor zu Altorf, dervermuthlich ein Schüler des ftel. Zeltners gewesen,
Simon kalk. ?nm. und Occsno zu Themar. Mit.vor wenig Jahren dasjenige, was bey dieser Strei,Consens und Approbation des Oberconsistorii zum tigkeit hat wollen geleugnet werden, weirläuftigFnedensieii,. Erffurt 1741. in 4. Das Program- ausgeführet, und bewiesen hak, daß man durchma steht in dieser Schrift voraus: denn folget des viel Jahrhunderte in der Christenheit geleh--Herrn Simons Bedenken, so mit viel Belesenheir.rer habe, die Seelen der Verstorbenen trätenabgefasset ist. Der Verfasser führet zuerst diesem»'ihre Verdammung oder Seeligkeir nicht ehergen au, welche schon vor diesem einem mittlern! an, als bis zu der allgemeinen AuferstehungZustand der Seele behauptet haben: spricht aber'der Leiber. Durch das Wort werde in je
die Kirchenväter von dieser Beschuldigung los, indem derjenigen, so man deshalben beybringet, ihreWorte unrecht verstanden würden, oder ihre Schrif-ten nicht ächt wären. Er untersuchet darauf dieSchriftstcllen und übrigen Gründe, die man zu Ve»hauptung des mittlern Zustandes angeführet.Insonderheit erkläret er die Worte JEsuJoh.XX.17. so : «TT'T'kcA«« bedeute nicht nur anrühren, son-dern auch aufhalten, daß etwas nicht fort kan.Der Heyland wolle also zu der Maria sagen, als ße
nen Zeiten der L>rt, oder der Zustand verstanden, inwelchem die abgeschiedene Seelen ihre zukünftigeBelohnungen, oder Strafen erwarteten. Die obe»re Gegend dieses Orts hätten die lateinische Väterdas Paradies geheisen u. s. w. y)
Cöburg
r) Leivz. geb Zeit.
m. Theil.
A. ,741. y. ns.
r) /.ÄL llillorico-Lcclel'. I'.VI. p.46r. 470.u) -VÄs IlickoriLO - Lccles. I'. VII. 7. i l »y.x) Io!i. Oiccelmeier in lMoria UoZmsri; äe' äekcen-lu (llirilli all infsro? 1741.
>) Nachrichten von den neuesten thevl. Büchern i'.l
p. LL.