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lll. Fortsetzung von >741 bis 1745.
«Loburg ist in unsern Tagen nicht der Ort alleingewesen, wo man in dem Punct etwas neues gesagt,und ju Streitigkeiten Anlaß gegeben. Man laszu Jena: Johann Ernst Schuberts vernünfti-ge und schrifrmässige Gedanken von dem ewi-
konte bald merken, was der Verfasser damit sagenweite s)
Er erklärte sich hierüber in den bald hernach anSLicht tretenden : Vernunft und lMclftrnüßigcnG.dNi.kcn von dem stm.sti n Gcrlche 1742 in
gen Leben, und dem Zustand der Seelen nach 4. noch deutlicher. lst Er spricht: Eine abgeschu«dem Tode. 1742. in 4. Die theologische Facultät dene Seele werde durch die Erfahrung , und ihrfand überhaupt an dem Buche so viel bedenkliches,!innerliches bcwust seyn überzeuget werden , daß sie
daß sie das Mspt. zu verschiedenen Bogen bey derCensur gar zurück behielt, woher der Anfang dernachmaligen Beschwerden wider den Verfasser ent-standen. Er lreS es aber, wie den gröften Theilseiner hernach folgenden Schriften, auswärts dru-cken, und es stehet dahin, was, und wie viel er andem ersten Vorkrage geändert habe. Die Gedan-ken von dem Zustande der Seelen nach dem To-de, so bey ihm merkwürdig, und in dem gedrucktenExemplar noch anzutreffen waren, gingen dahin, r)„Es sey gar wohl möglich, daß der Mensch sterbe,„und die Seele in dem erblaffeten Körper zurück
„Aufenthalts einer abgeschiedenen Seele, der ver-dorbene Leib selber seyn. Denn man neh me ja an,„daß die Seelen der Gottlosen erstlich nach Aufer-„stehung der Todten in das höllische Feuer sollen ge-„worffen werden. In dem Augenblick, da die„Trennung des Leibes von der Seele vorgehe, sey
jetzo in einem andern Zustande, und unsterblich sey.Sie werde anfangen , alles nach der Vernunft zuuntersuchen, ihre vorige Meynungen, Handlungenu. d. m. Sie würde hierdurch bald zur Erkenntnißkommen, was sie vor ihre Thaten zu erwarten habe.Dieses Zeugniß des Gewissens sey eben das beson-dere Gericht eines jeden Menschen , oder die Ver-sicherung und Empfindung der Seele, dasi sieentweder seelig oder verdammt sey. Wenn Prcd.Sal lll , ri. gesagt werde : Der Geist fahretaufwärts, so heiffe das so viel: Sie ist in einemZustande , in welchem sie ihre Gedanken und Be-
treibe. Nach der Vernunft muffe der Ort deö wustseyn fortsetzet, c) Vielwenigrr sey Prcd. Sal
X>l,7. Der Gcrst kommt rvledcv zu GDtt, sozu verstehe», als wenn d»e Seele sogleich an den Ortder Herrlichkeit versetzet werde, wo sie des seeligenAnschauens GOtteS in Ewigkeit genicffe : Sonderndie Redensart zeige nur einen Zustand der abgeschie-denen Seele an , daß sie die Gegenwart GOtteS
„diese ohne alle Gedanken, wie in starken Ohn-Ialso empfinde, daß ihr Gewissen auf GOttes Ve„machten geschehe. Alsdenn ermuntere sie sich, und'fehl von dem bisher geführten Wandel Rechenschaft
„erhole sich wieder. Sie erkenne, daß sie vom Lei„be abgesondert, und in einen andern Zustand ver-hetzet sey; und nach dem Zustande ihres Gewissens„empfinde sie Freude, oder Traurigkeit. Aus der„heiligen Schrift Luc. XXUI, 4z. und 2 Cor. Xll,4.„sey klar, daß ein Mensch der anschauenden Erkent-„nis Gottes, und der Freude des ewigen Lebens kön-„ne theilhaftig werden, obgleich seine Seele im Lei-„be bleibet. Wie denn auch Christi Seele, so mit„dem Schacher im Paradies seyn sollen, zu der Zeit,„als sein Leib im Grabe lag, nicht dem Ort nach„von demselben abgesondert gewesen. Die Schrift-„stellen, so man vor die gemeine Meynung der Got-„keSgelehrten beybringe, als ob die abgeschiedenen„Seelen der Gerechten sogleich an den Ort der See»„ligkeit versetzet würden, liefen sich gar füglich nur„von einem solchen Zustande erklären. Allein ob es„gleich sehr Wahrscheinlich sey, daß die abgeschie-denen Seelen nur in den Zustand, aber nicht an„den Der der Seeligkeit gelangen: so th:e man„doch besser, man bleibe beyder gemeinen Meynung,„weil sie doch nichts unmögliches enthalte.,, Man
giebt, und darauf zur Erkenntniß kömmt, was siedafür zu erwarten habe. Man könne ohnmäglichbehaupten, daß die Seelen der Gerechten so gleichin den Himmel versetzet werden , oder an den Ortder ewigen Seeligkeit gelangen, und die Seelender Gottlosen zur Hölle gestürtzet werden, ob esgleich gewiß sey, daß durch da» Urtheil des Gewisssens eines jeden , die Seeligkeit oder Vcrdammnißdesselben gleich nach dem Tode angehe.
Solle inan glauben , daß sich bey so klaren Din-gen Herr Sctmberr darüber zu beschweren Ursachgefunden , daß man ihn unter die Scrlbcnten ge-setzt, welche einen imstrlrnn Zustund der Seelengelehrer? ä) Und doch hat er es gethan, undsich über den Herrn Verfasser einer bekannten Mo-natsschrift deswegen in der Vorrede zu leinen V r-mmst und schrrsrmäftgen Gcdmrk-u von der
Ewig-
r) Schubertsp. riA. leg.
G.danken vom ewigm Leben.
,) Nachrichten von den neuesten theol. Bücher» 1 °. l.
p e»i ^ .
d) Schubens Gedanken vom Jüngsten Gericht n 0 40.Nachricht» von den neuest, rhevl. Büchern ' 1 . U.
UUi. b-cci. 1 . Vl. p. 46z.