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III. Fortsetzung von 1741. bis 174s.
ein Sendschreiben an einen Freund auf den»Lande drucken, wsrinnen gezeiget wird, daßder Srcrn, der den Weisen aus Morgenlanderschienen, ein Lonrer gewesen. Brandenburg1742. in 4. Er bewiest seinen Satz darinne Nichtnur nach der ihin eigenen gar lebhaften Art, son-dern gab auch nicht undeutlich zu verstehen, daß erdas Lehrgebäude unserer Kirche in vielen Stückenwünsche, geändert zu sehen, st) Darauf erschiennoch das zweyte Srndlchreibenanclnen Freundauf dem Lande, worinne von seiner zweytä-gigen öffentlichen Disputation über das Vor,spiel des jüngsten Gerichte, und von andern. hieher gehörigen Sachen Nachricht gegebenward. Brandenburg r/42. i.Bog. in hto. Hiergab er deutlich genug zu verstehen, wie er glaube,die Porstcht habe ihn zum Werkzeug crweylet, wel-ches der Christenheit neue Wahrheiten entdeckensolle, e)
Endlich erschien die vollständige und weitere Aus-führung seiner Vätze in dem Buche: JohannHeyns Versuch einer Betrachtung über dieLometen, die Gündfluth, und das Vorspieldes jüngste» Gerichts nach astronomischenGrunde,), und der heil. Schrift angestellet,und mit Herrn Jol). Christoph GottschedsVorrede begleitet, t) Berlin 1742. in 8- i Alphb.Das Systems vom Eomctcn hieng darinne so zu-sammen. „Der Eomet kan unserer Erde wen nä-„her kommen, als die Planeten, und es ist möglich,„daß beyde, die Erde und der Eomet, wenigstens,„was ihre Dunstcrcisse bctrift, an einander stoßen.„Allein dergleichen Anstoß kan sich nach der weisen„Einrichtung GOlteS nur gar selten zutragen. Der„Eomet kan durch seine Annäherung Sonn - und„Mond-Finsternisse machen, allerley Veränderun-„gen an, Himmel, desgleichen Uebcrschwemmun-„gen, Erdbeben, Hunger, theure Zeit, und Pe-stilenz verursachen. Er kan mit seinem Schweif„den Erdboden berühren , und nwhr, als ein Un-glück anrichten, und wenn einmal die ganze Erde„durch die Dampfseule des Eometcn wandeln solle,„welches gar wohl geschehen kan , so möchte der„Durchgang die allerbetrübtesten Folgen haben, und„ein Zerstören anrichten, dergleichen feint der Sünd-„flut nicht vorgegangen ist. Die Erde ist ein Ee-„met gewesen, ehe sie durch die von Mose beschrie-
S) Nachrichten vvu dev neuesten theol. Büchern 1 . 1 .p. 617. leg.
e) Eben dieselbe 1 '. H. p. 72;.
f) Lcips. gel. Zeit. A. 174»-! x. 69z.
„bcne Schöpfung in gegenwärtigen Stand versetzet„worden, g)
„Die Vernunft ist allein die Regel, wornach„man die Heck. Schrift auslegen muß. Dieser Vcr-„nunft legt GOtt ohne Noth keine Wunderwerke„bey. Wenn daher in der heil. Schrift gewisse,.wichtige Begebenheiten, als vergangen, crzeh-„let, oder, als zukünftig, vorher gesagt werden,
„so vermuthet man lieber zu allererst, daß sie natür-licher Weise geschehen sind, oder geschehen wcr-„den, wenn man auch gleich die Art nicht anzuge-„bcn weiß, wie solches zugehen werde, b) Wenn„man nun bey der Geschichte der Sündfluth auf„einer Seite ohne Noth kein Wunderwerk zugc-„ben, auf der andern aber nichts ohne Grund an-,,nehmen will, so muß man jene allgemeine Erd-„Überschwemmung dem Cometen mit Whiston zu-„eignen. Durch den last sich aus astronomischen„Gründen begreiflich machen, wie die gespaltene„Brunnen des Abgrunds gcöfnet, verschlossen, und„und wieder zum Ablauf des Wasser« aufgethan„worden. Man wird sonst nicht begreifen können,„woher so viel Wasser gekommen ? warum es so„lange verweilet? unv wie es sich wieder vcrlohre»
, habe? woher der 4orägigc Regen gekommen?
, u. s. w. Diese wahrscheinliche Meynung von der„Sündfluth durch den Eomeren, wird dadurch„ganz zuverlaßig, weil 1) man aus dem Talmud„beweisen kan, daß Noah etwas davon gewust, ^„und solche Nachricht mündlich auf die Nachkom-„men fortgepflanzet habe, 2) der Prophet AmoS„E. V, 8- solches selber bezeige, wo die Worte nach„Herr Heyns Uebersetzung so klingen: Dem» der„Jehovah iste, welclwc deu Comeren, sdeu.ÄVlinderstern geschaffn, und durch lkn ehe,„n,als deu N'lorgcu iu sctiwarze Finsterniß„verkehret, den Nlrceag aber, wie die Nacht„verdunkelt hat. Er- rsts, welcher durct)„f-lehen Stern das uncerirdljche Gewässer„bcr Erde auf ihre Oberfläche getrieben, und„also die S""df!ucb ergehen lassen, i)
„Hat nun der Eomet das algemeine Gericht ein,„mal an der Erde und ihren Einwohnern ausgeübt,
„so ist er im Stande dergleichen ferner zu thun.„Nun hat wh.stou zwar das lezke Weltgerichte„selber au« der Annährung eines Eometcn hcrgelei,„let:. allein man hat die Schrift bisher nicht recht
verstau,
x) Heyns^Versuch einer Betrachtung über,deu Come, ^ten p. 78-1,6.
k) Heyns Versuch, p. 159-17;- . j
'») Heyns Versuch x. r^i-rry. !