m. Fortsetzung von 1741. bis 1745.
744
er sowol den sel. Hutter, als vorhin gedachte Ver-fasser, deren Mitglied er vielleicht »st, vertheidigte,und insonderheit den jenem gemachten Vorwurs ab-lehnet«, als habe derselbe in dem Compendio ^rr>thümer vorgetragen, und Redensarten gebrauchet,welche wider die Rejchs-Consttrurionen,be des r7äct->sten, und den Wohlstand liefen.Doch M. Rändlet kam zur Antwort, und fertigteseinen Gegner auf einem Bogen unter den, Titul:
I74Z.IN4. schr aiijttglich ab. x) Die Verfasser derunschuldigen V7achrichren beschwerten fick alsoauch darüber, und das krankte sie noch mehr, daß eingewisser gelehrter und berühmter Theylogus in eineman M. Rälidtcrn geschriebenen Briefe diejenigen,die dem Herrn Rcctor widersprechen halten, alsniederträchtige, unwissende, und l cy ihren klei»nen Verdiensten stolze Lelirc abnenialcc und garhellende Hunde genennet hatte. /) xjuletzt saheman noch Johann F.iedr. Vleuithöfers Or-rio-nem frlrilippicsrn, gus viätvrium ^7. <7. (7.claäc Vicembergcnli; klicnl-'gi insir;nem pceleguiluröcc. Wittcnberg 1744- 4. zZ.Bog. worinnen HerrRändl r auf eine spöttische Art herum genommenwurde; worauf aber Johann Daniel Leonhardin einem Sendschreiben an Hrn. I F i?44-in 4. rk. Bog. antwortete, womit der Streik einEnde hatte, r)
4. Etwas mehr hatte die Sache auf sich, die we-gen des Buchs : Grund, Eüssatr, u»»v Höhere,der Gnugrhurmg JElü Lhrrsti zum wacl o«tbum in der Etkencnlß Jestr Christi ausgefer-tiget von einem Freunde des erwürgten LanunesKönigsberg 1742. in z. in Erwegung kam. DerVerfasser desselben war Herr Daniel Rittecs-docf Pastor und Senior Ministern zu Elbingen.Er hatt« diese Gedanken schon den preußischengehenden einverleiben, hernach aber unter demTitul, den wir gleich angezeiget, besonders abdru-cken lassen. Er wolte darinne einen neuen Weggehn, um zu beweisen, wie sich Christus unsereSünde wahrhaftig und mit Recht zurechnenlassen, und doch dabey selber unschuldig ge,Weser» sey- 2) Seine Meynung gieng hauptsächlichdahin: Die eigentlichen Strafen der Sünder gieri-gen erst nach diesem Leben an. Daß die Sündein der Welt gedultet, und der Sünder hier nicht
gestraset werde, hatten die Menschen der GnadeJesu Christi zu danken. Der habe als Rict-rcrund Ge.rtzgchcr dem Menschen Gnade erzeigt,
> iS er sie strafen sollen. Dadurck, habe er demGesetz Eintrag gethan, und habe zur Erstattungsich selber strafen oder zur Strafe dargcben müssen.Da er Gnade er,eigen wollen, habe er auch dieSchuld der Sünden tragen mü„en, welche durchden Aufschub seiner Strafe aus der Wclt begangenworden. Auf die Weise sey eine wahrhafte Sck uldvon fremden Sünden auf Christum gekommen,da er frey von eigener Schuld gewesen. Er Habsals Richter leiden und sterben müssen, weil er dieSünde genehm gehalten, da er sie nicht gestrasetu. s. w. Ueber diese Abhandlung hatte Herr D.Vaumgartcn zu Halle aus des Verfassers Begeh,ren sein Bedenken ausstellen müssen, und das kelvor b»e Schrift sehr nachiheilig aus. Dieses Ve-denken solle erstlich mit m den s7r rflssh»,, Aehcn«den abgedruckt werden: allein es muste aus verschie-denen Ursachen unterbleiben. Herr Rirreredorfgedachte unterdessen.die Sache gur zu machen, undbesorgte die dritte Austage seines Buchs 174z zuDanzig mit sehr viel Anmerkungen vermehrt.Hierinne erklärte er seine Meynung nicht nur aus«si'ihrlichrr, sondern bezeugte auck> hin und wieder,daß er allen irrigen Lehren von Herzen feind sey. b)Doch blieb das System« selber stehen, davon wirdie ersten Grundsätze angezeiget haben. Herr D.B^uittgt-rcen stellte also in dem d lrnn Theil sei-ner theologischen Bedenken c) auch dieses, nebstden darüber mit dem Herrn Rittcrsdors privatimgewechselten Streitschriften ane Licht. So lieb-reich er Mit dem Versa„er umgleng, so scharf bcur-theilte er sein Buch, und wiest, daß der Weg, dender Preußische Theologus genommen, voller Anstoßsey. Er zeigte, wie unrichtig es sey, zu sagen,daß die Sünden der Mensche» hier in der Welt un-gestraft gedultet würden; oder daß Christus, in sofern er der Richter sey, gelitten habe; oder daßer nnt seiner Gnade dem Gesetz und dessen Verbind«lichkeit Eintrag gethan. Denn wofern ihm der zu«fällige Mißbrauch stmer Gnade von rechcswegcnzugerechnet worden, so müste er daran nicht un«schuldig seyn, folglich mit seiner Gnade eine Sündebegangen, oder verursachet haben, daraus vonRechtswegen eine Schuld, oder Verbindlichkeit zurStrafe entstehen können. Hätte Christus f.ch sel.
r) Fortgesetzte Sammlungen von L. und. N- A. 17z,.y- »76.
y) Dieselben L. >74,.?.
x) Bidermann» »tti lckol-tti» 1*. IV. p. rgr-»1 Nachrichten von den neuest, throl- Lächern 1°. U.
der
b) Nachrichten von den neuest, theoi. Schriften 1. H.
p- 44S. leg.
c) Kaumgarteus theologisch. Bedenken. Dritte Samm-lung f>..i»4-r4".