Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

I. Cap. von den Avistigkciten.

76Z

scn Willen, als den Verstand. Der Wille nchmelnützcs halte, und die Wunderwerke um ihr gan-gcdoppclten Antheil dabey. Denn er sey da, ehe' ' " . - - .

der Verstand etwas thut; und auch, wenn dieserdas seine gethan habe. In Ansehung des erstenzeige sich der Wille in einer aufrichtigen Liebe zurWarhcit, und in einer Neigung die Glaubenssa-chcn zu prüfen, und mit der Deutlichkeit derselben

zes Ansehen bringe, wenn er behaupte, daß dieVernunft oder das Vermögen des Verstandes denMenschen zu keinem wahrhaftigen Glauben anleitenkönne. Er hatte seiner Schrift die Gestalt einesSendschreibens gegeben, und kurz darauf nochein anderes hinzu gethan, darin die Stellenzufrieden zu seyn, deren sie fähig sind. Hierzujdcs N. Testaments gerettet wurden, die seinwurden nur ja in heil. Schrift ermuntert: und in,Gegner verdrehet hatte. Es nahm sich daher ein

Ansehung besten sey der Unglaube das, wenn mansich gar nicht um die Warheit bekümmert, unddie Augen zuhält. Wenn der Verstand von derWarheit überzeuget sey, so folge die andere Hand-lung des Willens. Der Mensch bekenne die War»heir auch mit seinem Schaden, und richte seinenWandel nach den Grundsätzen seiner Erkentniß ein.Dieses alles begreife die Schrift auch unter demGlauben. In dem Verstände sey das Unglaube,wo man die Wahrheit mit Worten oder Werken ver»leugnet. Das Evangelium solle uns diesen Glau-ben bestens anpreisen; aber das geschehe auf keineunwiderstreblichc Art. D.enn eS erfordere verschiedeneDinge, so auf unsern Willen beruhen. Es lege dem

anderer jenes Briefstellers an, und suchte ihnwenigstens von ersteren Beschuldigungen frey zusprechen. Das geschahe in der Schrift, r) cbri-ikianicy bo'N tar ir i; noc kounäeä on Argumentöcc. Der Verfasser M. Seagrave glaubte, erkönne gar wohl bey dem Streit einen Mittelsmannabgeben. Denn man habe einander auf beydenSeiten nicht recht verstanden. Er verrichtete das! ungebetene Amt dergestalt, daß er es vermuthlich' keinem von beyden Theilen wird recht gemacht u)haben. Wenn uns endlich von London gemeldetwird, daß daselbst A. 174; - eine Schrift unter demTitul: x) lvemark; on rbe kevcral Ankvers See. oderAnmerkungen über die verschiedenen Antwort

Menschen Gründe, Strafen undVelohnungen fur rc.jten, die gegen das Buch: dasidie christliche Re,Herr Lcl.'.nds Gegenschrift harte den Tirul: g)!ligion rc. ans Licht getreten, nebst zwey Briefen

A-inarl« on a lace kampblec 6cc. 1744- Londenin 8Sie war schärfer geschrieben, als die vorhergehen,de, und bestund aus zwey Briefen, in welchen Lc-land erst bcwieß, daß die Absicht des ungenanntenBriefstellers in der That geaast, alle Religion überden Haufen zu werfen, hernach aber die seichtenGründe seines Gegners prüfete, und gründlich er-klärte, wie daß, ob schon bey dem grossen Ver-derben der Menschen die Hülfe Gottes nöthig sey,Mir uns zum Glauben, und Guten zu bringen:dennoch der Gebrauch dcr natürlichen Kräfte da-durch nicht aufgehoben, sondern der göttliche Willevielmehr sey, daß wir durch gebührende Aufmerk'samkcit, und den richtigen Gebrauch jener Kräfteuns in

eines gelehrten Theologen über diese Sachein 8- herausgekommen, so vernmhten wir, daß esetwa eine allgemeine Beantwortung des Brief-stellers aller der. bisher wider ihn herausgekommnnen Schriften sey.

Sonst sind auch einige Schriften über die streiti-ge Sache herausgekommen, deren Verfasser sichnicht in den Streit gemcnget, oder lieber gar un-bekannt geblieben sind. Wir wollen derselben nurdrey anmerken: 1) Oe 1a cercleuäe äss connoillan-cc; bumaincs vu Lxamen pliilolopkigue ä-5 äiver-lc8 preroganve; äs la railon 6c äs la kol: avec un

parallele surre l'une 6c l'aucre. I.onäre; 1741.in 8- 7) Man hat dieses Buch auch aus gewissenStand setzen, aus dem göttUchen Beystand-ibesondern Absichten in das Deutsche übersetzt, womebrcre Vortlwste zu neben, r) Bey dem der Tiwl hechet: Don dcr Gewrschertder mensch,

W.Z.N -uch R üb-- d.- Ach«»«. Phü»^ph>>«°

^ tilcyung der verschiedenen Vor;nae den

sicht des Briefstellers uneins. D. Dodvridgehatte dem gefährlichen Sendschreiben bald nach des-sen Bekanrwcrdung folgende Schrift entgegen ge-setzt. r) 1Ae llcrtpwulcy anä loliäii/ ok rlrol'e ev«äences o5 LbniHanity Scc. Landen 174z. in 8- Erhatte darinne den ungenannten Gegner beschuldiget,daß er das Christenthum, als eine unvernünftigeReligion vorstelle, die heil. Schrift vor etwas un-

c>) Litzllorllegue Rnranmyns t'om. XXIH. p. 104.

r) Nachrichrcn von den neuest, rl-ecl. Büchern. A. M.k>-7Z9-74'-

») IZlbllocbegue Xaitonn-s l', XXX. p. »r.

ft'chikng dcr verschiedenen Vorzüge der Vernunftund des Glaubens: Nebst einer Verglelchrmgzwischen beyden, Quedlinburg 1744. in 8-r)

r) bxamen äe; fonäemen; 6c äe !a eonnexion äsla Leligw" naturell- 6c äs la revclse rraäuie äeDddd d r 1'Anrzlol5

rf Mikocliecpie kailonnee Nom. XXX. p.n) Nachrichten von den neuest, thcol. Büchern. 1 . Ul.

x) Uitz!inrllec;ne Xrilnnnee l'. XXXIV. p. rz^.v) Nachrichten von den neuest. theol-Büchern.'k.k.x.Sp-.H Dieselbe 1. dv. p. 79.