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III. Fortsetzung von 1741. bis 1745.
genommen hatte, alle die Begriffe von der Religionzu prüfen, die man ihm in der Jugend beygebrachthatte. Eine dergleichen Untersuchung wolle derVerfasser dem jungen Menschen nicht rathen, vor-gebend : Rclkgionssachcn dürften keiner Prüfungunterworfen werden, weil sie nicht unter den Mich-terstul der Vernunft gehörten. Ein auf dieVernunft gegründeter Glaube sey eine leere Ein-bildung es sey unmöglich, daß die Vernunft
brnnnt ist, und der Vernunft das Vort redet. Erkommt dabey selber auf den rechten Weg jenes Ver-fassers und spricht: der Verfasser des Briefs, dener, die Hauptsache ausgenommen, seiner Gründlich-keit und Deutlichkeit halben lobt, habe den Gottcs-gclehrten hiermit auf eine verstellte Art zu verstehengegeben: Sie musiren entweder- gestehen, daßdie Vernunft sich ganz und gar mehr zuin
oder diese Vernunft
^hristeuchun» schicke
das Mittel seyn könne, dadurch GOtt den Men-!übcraU und beständig in Beliffionsiachen zurscheu zum Glauben führe: aus tec Heil. Schrift Fü-rerin erwehlen. Und dies letzte, oderwenig-
sey offenbar, daß der Glaube keine Würkung irgend eines Vernunftschlnffes sey: das Wort Gotteslege dem Menschen ein ganz ander Mittel vor zurErkentnis und Überzeugung in den ReligionSwahrHeiken zu gelangen. Kurz es schien, als ob er durchden Glauben eine gewisse gewaltsame Bewegung derSeele verstehe, welche den Gläubigen zu einen un-widcrstreblichen Beyfall der Glaubenswahrheitcnnöthige. Diese müsse GOtt alsein in uns würfen,und hierzu brauche man keine Vernunft. '
Einige glaubten, der ungeirante Verfasser habedas in Ernst und ohne böse Absicht geschrieben, s)Allein die meisten, so Schrift und Vernunft lieb-ten, urtheilcten anders. Denn ob er sich gleich garandächtiger Redensarten bediente, um dem Leserbeyzubringen, daß ihm garwicl an der christl. Reli-gion gelegen sey: z) so gaben doch die Gründe-, soer vorbrachte, die Ausschweiffungen, mit welchener die Vernunft ganz von der Religion ausschlies-sen wolte, undeigenen Sätzen
stenö eins von beyden sahe Chubb eben nach seinenbetanken Grundsätzen gern, um entweder die gcof»fenbarre Religion gar, als eine unvernünftige (dirvernünftigen Geschöpfen ganz unnütz sey) zu verla-chen : oder in andern Fall dieselbe in eine blos ver-nünftige zu verwandeln : wie er denn selber dieseund dergleichen Gedanken in seiner Schrift nochmehr ausführet. k)
Es kamen darwidcr noch allerhand kleine Schrif-ten zum Vorschein, als I be 6rnunä uf rbe Lkri-ll an I'aik rational äcc. 6/ 4 t-/, London
174z. deren Verfasser zeigte, daß die Grundsätzeder christlichen Religion der gesunden Vernunft al-lerdings gemäß wären: I) desgleiten eine Predigt:Lbriikianic/ kuun leci on Argument IZ/ 7
London 174z.die eben das beweise» solle: ferner: m) I beOvilUan fält äcc. l"4^. von D.Kunbolpb n),u.a.m.
Allein die meiste Ehre bey dem ganzen Streitlegten die beyden Englischen Gettcsgclchrten, Herr
nen, daß seine
fenbarte Religion auf eine tückische Art änzm Kessln, az äelivcrc l »n chc 8cripkurc5
greifen, b)
Es stunden also Gegner von allerhand Gattungauf, welche sich über die Schrift hermachten. Mansahe die Antwort des jungen Studenten, oderIlie Oxkorä Vounz Lsntlernann; l>.cp!)i <Lc. darinnemau jenes Gründe vor im Ernst angebracht hielt,und den Gebrauch der Vernunft in Religionssachen vertheidigte, i) Der alte Freydenker Tho-mas Chubb sahe jenen Brief auch für etwas ernstlichcs an, und wolle die Vernunft nicht schimpfenlassen: Er setzte daher seinem Merck, dessen wirunten wieder gedenken müssen: An Lnlzuieze concer-nmg kcäemcion Londcn 174z. in 8- eine Vorredevor, darinne er so wol wider gedachten Brief, alsWider die Englischen GotteSgelehrtcn in Eifer ent-
IZring an
Anfvcr ko 2 laic Dreaerilc incicicei:
„0/See. London 174g. in 8-n) Die Streit-schrift ist mit ungemeiner Höflichkeit abgesassct.Der Verfasser masscr sich kein Urtheil über die Ab-sichten seines Gegners , des Briefstellers an, son-dern prüfet das Sendschreiben: wie es da lieget,und diese Prüfung ist in Gestalt eines Gesprächseingerichtet- p) Er erkläret seinem Gegner zuerstdie Natur, und den Unterschied des Glaubens, wel-ches dieser entweder in der That nicht gewust, odernicht hat wissen wollen. Er sagte: der Evangeli-sche Glaube sey eine Tugend, und gehöre sowcl für
den
s) üibliokkeyue kaitonnee p. XXlX. p. 4k 1.g) Nachrichten von den neuesten theol. Büchern l'.UI.x. 578 .
b) Ltipj. gel. Zeit. A. >744 l' 4 »o.i) Libliorbegue K.Lllvnne«: D. XXlX. p. 4;».
Ic) IUdliorbeque 4 'omu» XXX. p. 471./,».
I) Dieselbe l.XXXI. p 1,0.
ni) tiililiorlieizue N lU'omicc D. XXXI. p. rzo.
n) Dieselbe 4 . XXXlV. p r;».
0) Ltküorb. Lrn»nn>t;ue I. XXlt. p.
p) Nachnchteit von den neuesten theol. Suchern 4 °. UL
. ,rr.