766
III. Fortsetzung von 1-47. bis 1745.
errichten, ohne dnß mnir die Lehre von zukünf-tigen Strafen und Belohnungen dnder zung)rund lege. Findet man also, daß jemals ein ge,meines Wesen würklich vorhanden gewesen, und Be-stand gehabt, wobey man diese Lehre, so ordentlicherWeise zu Erhaltung eines Staats so ncthwendigist,nicht gebrauchet, und gclehrcr hat, so muß eine solchebürgerliche Anrichtung nicht durch menschliche und
Ausserdem was in verschiedenen Monatsschriftendeshalb erinnert ward, trat immer eine Schriftnach der andern gegen dasselbe herfur. So baldder erste Theil heraus war, siel der Verfasser einerWochenschrift in London ibe vcekly Xlilccllany denHerrn i.O»rrburro!, m»t vieler Heftigkeit an, wor-auf dieser in einer sehr höflichen und bescheidenenVmllicalion ot lbe Aurbor of e^e /.r^2„o»,
natürliche, sondern durch höhere, und übcrnatülliche^s/'^/s/eF See. 17Z8. noch antwortete, aber darauf
Anschläge ausgeführet worden seyn: dergleichen nurvon GOtk herrühren können.
Nun sagte Herr Warburton, und suchte das inseinem Buch zu beweisen: Die Lehre von Strafenund Belohnungen in einen, zukünftigen Leben
fcz» nach der LNostrrfchcn Einrichtung den, BolkIsrael, und wohl ihren Priestern, ja dem Most
selbst vielleicht, ganz unbekant gewesen. Undhieraus will er denn endlich den für einen Freyden-ker so fürchterlichen Schluß leiten: Also muffe drcMosaische Anrichtung des gemeinen bBesens,und dcrRcligion unter den Israelitcn göttlichscyn.
Über dieses hatte er den Freydenkern noch mehr e.n-'daß sie es nicht einmal alle sind. Der erste wargeranmet z.E. daß die Religion nur von den <LtaatS.Hcrr kll. Romaine; der zwey vorder Universitätverständigen zu Erhaltungdesgememen Wesens ein-,zu Oxford gehaltene Predigten wider ihn heraus
gcführct sey; daß die Aufopferung Isaacs keinewahre Geschichte, sondern nur eine symbolischeHand-lunq gewcst, wodurch GOtt den Patriarchen die Auf'!opferung Christi vor alle Menschen gcoffcnbarcfhabe g) u. d. m. Er hatte aber solche Schlüssedaraus zu ziehen gesucht, welche den Deisten alle Aus-flüchte benehmen selten. Denjenigen Schriftstel-lern A- T. hingegen, so von einem glückseligen Zu-stand nach dem Tode handeln, hatte er anders ausle-gen, und also soviel herrliche Beweise selber entkräf-ten müssen.
Man kan leicht denken, wie fremde, ungebahnt,und gefährlich den Gotteögelehrtcn dieser neue Wegvorkam, und was die Deisteu darüber selber fürAugen müssen gemacht haben. Das Werk wardbegierig gelesen. Jedermann bewunderte die tiefeEinsicht, Scharfsinnigkeit, und ungemeine Gelehr»samkeit des Verfassers. Eine geschickte Hand,' derHerr Silhouette nemlich, verfertigte sogar unterdem Titul: r) v stcrrakion, lur ? Vnion cle u kc-lizion, lle I» Xloralc, Lc lle la kolitigue: rire» ll'unOuvrage lle kUr. Wrrburtonl.onllre 5 1742. in 12.einen AuSzug in französischer Sprache daraus.Allein mit der Hauptsache waren die allerwenigstenGottcSgelehrten sowol in Engeland, als ausserhalb,zufrieden.
g) Nachrichten von den neuesten thevl. Büchern 1 °. lll
x. 88y.
r) Likliorbegue Lrirrnnlgue l'. XIX. p. zrz. leg.
») Libliorbegue lvsllvim^e 1 °. XXVlU. x. r;>.
r) Lemkers historische Nachricht von Woolstons Schick-sale in der Vorrede p. 48. leg.u Ulbliorkegue Krilonnee 1 '. XXVIIl. p. 216.x) Uibliorbegue Kaii'onwiee ^ XXVlÜ. z> 478. 47A-sl'. XXX. x. zr».
von seinem Gegner in voriger Wochenschrift noch-mals so bitter und heftig angegriffen wurde, daßauch Verständige urtheilten, Herr LB»:rburt0>rhabe nicht nöthig, einem so unbescheidenen Gegnereinige Antwort zu geben. Er that es aber dennoch»n einem Anhang zu einer geistlichen Rede , so erunter dem Titul: ksirli «-orleins by Clraril^ ko Chri-stian ellikicanon I7Z8-heraus gab r)
Dieses war nur ein Vorspiel von dem gewest,was hernach erfolgte. Wir wollen die merkwürdig-sten Gegner desselben samt den Schriften erzchlcn,so ihm entgegen gcstellet, vorher aber versichern.
gab, die eine unter dem Titul: Ibc llivine hexan-on cis kckolcr llemonstrscell >7)8- und die zweyteunter dem: ?ukurc rcvs-^rll; snll punldbmenc» 2cc.7741. in welcher er besonders erwiesen hatte , daßdie Lehre von zukünftigen Belohnungen und Stra-fen ein Hauptartickcl in der Mosaischen Verfassunggewesen, u)
Das andere war ein Advccat, Nahmens Til-lürt>, x) der in einer Schrift allerhand wider HerrnWarburton erinnerte, indem er beweisen wolre, daßdie ältesten Philosophen von einem Stand zukünf-tiger Belohnungen und Strafen überzeuget gewesen:und als ihm Herr Warburton, einen Anhang beyseinem zweyten Theil entgegen setzte, sich «n einerneuen Schrift : ^ keply kn kll» vsrbunon'r .^ppen.llix 7747. ferner vertheidigte. Hatte LBsrburtonin seinem Werk unter andern geleugnet, daß diePäbsiliche Kirche ihre Gebräuche von den Heydenentlehnet habe: so war das genug, dem auf diesenSatz crpichtcte» Herr Mlddettoii zu rcitzen , daßer bey der neuen Ausgabe seiner Lonkormn» lle»Ceremonie» möllern» svcc le; aaeienne» 1744. ein
weit-