lV. Cap. von Ketzereyen und Trennungen.'
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eine undeutliche und zweydeutige Sprache dem ei-nen Theil Leser die Geheimnisse und Absichten zuverbergen, die der andere doch mercken soll. DieBeurtheilung historischer Dinge bey diesen Anstal-ten ist noch schwerer. Die Nachrichten und Urkun-den, so die Gegner der Gemeine ans Licht bringen,werden als ungültig verworffen. Unterdessen wol-len uns die Bruder keine bessere und zuverläßigerein die Hände geben. Man weiß so gar, daß derHerr! Graf wider die Vüdingischen Sammlungenund deren Richtigkeiten selber protestiret, so baldman sich darauf, als auf sichere Urkunden berufen,um etwas daraus zu beweisen, das ihm nicht gefal-let. Er beruft sich lieber auf Urkunden, so in demCabinet grosser Herren verwahret liegen soll n, oder,wie man spricht, aus andern Ursachen nicht töntenvor jedermanns Augen dargelegt werden. Wennman nicht wissen darf, was in diesen steht, undden gedruckten Nachrichten auch nicht trauen soll,wornach soll man urtheilen? Doch da so viel Ur-kunden vorhanden, und durch den Fleiß der Gegner des Herrn Grafen ans Licht gebracht sind, alsman zu einer allgemeinen Erkentniß der Bcgeben-
terschrieben. p) Dabey noch ein David Nirsch,mann als Syndikus der Mährischen Kirche mitanzumercken, aber gleichfalls von dem Bischof Da-vid Nrrschmann, den wir oben gemeldet, zu un-terscheiden ist. Wenigstens wird dieser Männeraller, als drey unterschiedener Personen in der an-gezeigten Würde gedacht, g)
2. Joh. Michael Langguth, der sich Toe,piscopum schreibet. Er ist sonst aus Erffurt ge,bürtig, des ehemaligen Archidiaconi an der Predi-ger Kirche M. Langgurhs Sohn.
z. Paul Eugemus Layritz, der sich bald bi-schöflichen Vicarium, bal Laneellarium schrei,bet. r) Er war vorher Rector der Schule zu Neu-stadt ander Aisch, legte aber den 17 December1742. das Rectorat nieder, und gieng, als Direc,tor des Herrnhutischen Seminarii nach Marien-born. s) Ausser diesen schreiben sich noch andere,als Mttbischöffe und allgemeine Vikarien, meistin auswärtigen Landen. Zu gedachten Marien-vorn ist ein bischöfliches Lonsistorium Generalemedergesezt, das sich in einem an die Rußischkayser-tichen Eomnnßarien in Liefland gerichteten Memo-
heiten , Absichten, Anstalten, und schlüpfrigen,r,al also unterschrieb: Erv. H. -H. herzliche FürGlaubenslehre der Brüdergemeine etwa nöthig hat/birrer vor dein Thron unsrs GÖrres: zu
so fahren wir fort die Historie derselben, in derOrdnung zu erzehlen? die wir das vorigemal beo-bachtet haben. 0)
Daß die Herrenhutischmährische Gemeine etwasganz anders sey, als die alten Böhmischen undMahrischen Brüder, daß sie auch nicht einmalnut den neuern Böhinischen B ädern, die sichals ächte Überbleibsel der Alten in Polen, und an-derwärts wieder gcsammlet für eine Gemeine dür-fe gehalten werden, »st aus dem Ursprung, undübrigen Betragen derselben, wie vormals erzehlet,zur Gnüge offenbar. Unterdessen haben sich dieStifter, Vorsteher und Sammler der Herrenhuti-schen und der übrigen angeworbenen; oder nach die-sen Anstalten zugeardeitcten Gemeinen, von denBöhmischen die bischöfliche Weyhe ertheilen las-sen , welche sie auch um so viel lieber fortzupflanzen
dem Bischöfl. der Evange-
lisch. Dru. erk rche verordnete in -bleneis Da«pul/c-irpi Lp. 8en. Lubtcr. ksulu; LuZeniurj, c. kev. vn Lp. Vicariu;. Überhaupt hat derBischof Müller seinen Nahmen zu den meistenDingen, so Nahmens der Gemeine geschehen, her-gegeben, und gleichsam, da der Herr Graf als einsogenannter Emeritus und Alt-Bischof in allenTheilen der Welt beschäftiget, und allen allerleygewesen, von Marienborn aus das Direktorium beyder Gemeine, und derselben Anstalten führen müs-sen. Damit man sich einige Vorstellung machenkönne, was bey gedachten L'onfistorio generalivor Leute gegenwärtig, und was sie sich vor Titulgeben, so wollen wir die sämtliche Nahmen derLehrer hieher setzen, welche sich in dem Synodal-sckreiben, so der Liesiändischen Angelegenheiten hal-
suchen, da sie mit Aemtern und Charactern über- ber an dasige Regierung eingereichet worden, samtHaupt sehr freygebig sind. Nachdem sich die An-j ihren Tituln in folgender Ordnung unterschriebstalten erweitert, hat man auch neue Lehrer gesezt
Man hat also zu den Bischöffen, so das vorigemal erzehlet worden, noch folgende zu setzen:
1. Johann N irschmamieii. Wir wissen nicht,wenn er zu der bischöflichen Würde gelanget. Erhat sich aber in einem Schreiben an Se. Durch!,den Herzog von Sachsengotha als Bischof mit un-
ben: r)
Polycarpus Lp. lcn.
Ichauu Michael LaUAAUth CoepllcopurKkkk k z kro.
ch Baumgartens thcol. Bedencken: Vorrede zu berdritten «Sammlung.
p) LccI. tl'. Vlll. P.L 07 .
g) Blldingische Sammlimg "1. I. p. ;r4> l'- m. ?- 996 .
r) Düdingische Sammlimg Um. lli. x. 48?.
lZill. Lccl. 1 , VIII. p. Z 2 k.
l) Büdmgische Saminlung. V. LU. x. zzr.