l. Cap. von der griechischen Kirche
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cken falsch und unrichtig. Man kan inzwischen die-ses dem Verfasser, der zu der Zeit an dieser Kirchcn-historie gearbeitet, nicht sehr zur Last legen, weil manbis dahin überhaupt wenig zuverläßigeS undvollstän-diges von der coptischen Kirche ausweisen konte, ob sichwohl bereits verschiedene Federn mit deren Geschichtebeschäftiget hatten. Was man in manchen (Schrif-ten davon aufgezeichnet findet, das ist mit Fabeln ver-menget, und diejenigen, die in ihren Reisebeschrei-bungcn davon gehandelt, sind in ihren^Nachrichten
derS den grasten und beträchtlichsten Theil dieser Ab-handlung ausmachet. 1)
Eine der wichtigsten Schrifsten ist unstreitig8. öarbati, bissoria lacobikarums. Lopenrum, welche zu Opford 167;. in 12.auf 4. Bogen herausgekommen. Dieser Abu-dacurrs war von Cairo aus Egyptcn gebürtig,und also aus der Stadt, wo die öftere Residenz dercoptischen Patriarchen ist,und weiler sechstem Coptewar, so konte er alles am besten wissen. Einige ha-
öfters der Erzehlung eines einfältigen Iacobiten gerben ihn zwar deshalber verdächtig zu machen gesufolget, dessen Sprache sie wohl nicht einmal verflanschet, weilcrzuletzt ein Jesuit worden; m) inzwischen
den haben. Vor ein paar Jahren aber haben wirvon dem gelehrten Hrn. Trommler eine glaubwür-dige und vollständigere Beschreibung dieser Kircheerhalten, welche auch uns in den Stand setzet, gegen-wärtig mehrers und zuverläßigerS von derselben zumelden.
Wir machen den Anfang mit einer kurzen Erzeh-lung der Schriftsteller, die von den Iacobiten oder
beschreiben ihn doch die mehresten als einen guten,ehrlichen und aufrichtigen Mann, dem man sichertrauen könne, n) Sein Buch hat er eigentlich ara-bisch geschrieben; ein Engländer aber hat es lateinischübersetzet. 0) Nachdem es ziemlich rar worden, hates Johann Heinrich von Seelen 17z g. zu Lübeckin 8- auf 8- Bogen wieder auflegen lassen, und es nichtallein mit einer Vorrede und Anmerkungen versehen,
Eopten Nachricht ertheilet haben. Der berühmte sondern auch das Leben Jacobi Baradel, als desJesuit Arhanastus Rircher hat sich in manchen'Urhebers der Iacobiten, beygefüget, p) So hat
Stücken um diese Kirche verdient gemacht. Ausserdem, daß erdaSR.icuz1eeccIcliLc^eFyprigc3e aufBe-fehl einiger Cardinäle 1647. ins lateinische über-setzt, welches uns Leo Allarius b) aufbehalten hat;so haben wir auch von ihm ?rockromurn Lopcum, k.c>rnae i6z6. in groß 4t0, l^iriguam ^egyptiacam recki-turam, Komae 164g. und andere die coptlsche Littera-tur betreffende Schriften, von welchen Gerpilius i)umständUchr Nachricht giebt. Es ist nicht zu läu-gnen, daß uns Lxircher viel gutes geliefert. Dock-gehen seine Bemühungen mehr auf tue koptischeSprache, lieber dieses war er zu leichtgläubig, undhat aus Liebe zu seiner Religion manches hingesetzet,das man ictzt nicht ohne Grund als verdächtig an-stehet, da man gute Urkunden hat. k) Francif usWilhelm von Ramshausen hat in seiner 1666.allhier zu Jena unter Ish. Ernst Gerhards, desaltern, Vorsitz gehaltenen Dissertation cke ecclcllaecopricsc orcu, pro^relssu ec clcxlkrina, das seinigemeistentheils aus Reisebeschreibungen geschopfet, ie-doch alles genau beurtheilet, wo sich gegenseitige Ur-kunden zeigten. Inzwischen darf man darinnen kei-ne genaue Nachricht von dem innerlichen und äus-serlichen Zustande dieser Kirche suchen, indem viel-mehr der Ursprung derselben, der die Geschichte desArms, ^Iest ritts und Etliches voraussetzet, dieWiderlegung ihrer Lehrsätze, und die kritische aus-schweifende Untersuchung ihrer Sprache und Kalen-
auch Johann Nicolen Anmerkungen darüber ver-fertiget, welche Sigeberr Havercamp, samt derSchrift des Abudacni selbst, zu Leyden 1740. her-ausgegeben hat. Diese Anmerkungen gehen aber nurbis auf das ,2te Capitel desAbudacm und also sinddie n. letzten Capitel, welches doch die wichtigstenund vornemsten sind, ohne'Anmerkungen geblieben.Manches ist darinne allzucritisch und ausschweifend.Das meiste gehet auf die Alterthümer dieses oder je-nen Kirchcngcbrauchs, und ersetzet nicht, was demAbudacno noch fehlet. Neue Nachrichten sind garnicht hinzugekommen. Die Dissertation des Hrn.von Ram. Haufen mag dem Nicolen gute Dienstegeleistet haben, g)
I M Wansleb, der von Herzog Ernst demFrommen in Gotha auf Reisen geschickt wurde, hatnicht nur verschiedene Nachrichten handschriftlichnachGotha eingesendet,als er bey den Copten war,wel-che Ernst Salomorr Typisiern in der neuen Ausgabeoder Fortsetzung des Lompenckij blssor. cccluiass. 60-cb-mi i/rz.bckant gemacht; sondern wir haben auchLxx xp 2 von
b) in Tymmikki*, Hbr. I. p. rzy. 5cz.i) im Verzeichnis einiger raren Bücher p.t86,5gg.no.5gg><) Tronnnlcr im Vorbericht zur Abbildung der jakobitische» Kirche. Theolog Lüchersaall'.l. 9 . s; 6 ,
l) Trommler,!.c.Theolog. Büchersaal l. r.
m) Loleri theologische Bibliothek 17 VI-p. 8 go.
n- Don ihm sind überhaupt nachzulesen I. -Z. ron Seele»in der Vorrede zu dessen UMor. lLcobirrrucn, Tronunlerim Vorbcricht zur Abbildung der jacobitischen Kirche, Iä-cd er im Gelehrten -Lexico 1'. l. 9. 44. vNoshcim Dlüerra-lion. Lll big. cccleS prrrinenr. 17 H. 9. rz6. logg. UNd dertheologische Büchersaal 17 l. 9 .-; 6 . 5g.
0 ) rNosbeim I.>c. 9 . rrz.
9) Theolog. Büchersaal, l c.
g) Trommler l. c. Theolog. Büchersaal 1. l. x. r;/.