I. Eap. Von der griechischen Kirche.
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tod ausgestanden haben. I-cobiten aber heissensie unstreitig von ihrem Urheber Jacobs Baradeo.Sie werden sonst auch , zumal von den Italianernund Portugiesen gewissermaßen zum Spott, Ciir,-
lus. Als die eutychianische Ketzerey ihren Anfangnahm, fand er Gelegenheit, mit den vornehmstenAnhängern derselben, dem Dioscoruo, Lnapheus,Petrus und Geverus, betank zu werden. Er
Ü12M äella ccimura ^ oder Christen vsn dem nahm blindlings ihre Irrthümer an und rcisete da-
Gürtel genennet, vermuthlich deswegen , weil diecoptischen Priester demjenigen, welcher ein Sakra-ment genießet, einen Gürtel umbinden, das Band
mit in sein Vaterland, sie daselbst seinen Landeölcu-ten betank zu machen und sich bey ihnen dadurchein Ansehen zu erwecken, da sie ihn ehedem gar
der Keuschheit anzuzeigen, davon Christus redet.u),nicht geachtet hatten. Er erreichte auch seinen Zweck,
Ihrem ersten Ulfprm g nach sind die CoptenEgyptier. Der Evangelist Marcus soll ihnen zuerst das Evangelium gcprediget haben , wird auchgemeiniglich für den ersten Patriarchen und Bischofzu Ale.randrien gehalten, x) Man kan fast sicherbehaupten, daß an keinem Orte, wo die christlicheReligion eingeführet worden, das Werk so gutenund geschwinden Fortgang gefunden, als in Alexan-drien und überhaupt in ganz Egypten und Lybicn.Allein das laulichte Christenthum fteng bald an,einzureiffen, und unter dem Diokletian ergiengenharte Verfolgungen über die Christen, darüber siebald da, bald dorthin weichen musten. Damalsbegaben sich viele auf die Insel Cyprus , wo nochheute zu Tage viele Copten sind, welche Trennungaber grossen Schaden anrichtete. Doch gieng allesnoch ziemlich gut, so lange der wachsame Arhana-sius in Alerandrien das geistliche Regiment führte.Allein mit seinem Tode änderte sich die Lehre unddas Leben der Christen. Was die arianische, nesto-rianische und eutychianische Ketzcreyen für Unruhenerreget, solches ist aus der allgemeinen Kirchenge-schichte bekant 7) und darf hier nicht wiederholetwerden. Als 'Luryches mit seiner Lehre auf demConcilio zu Chalcedo verdammt wurde, so flohenseine Anhänger bald da, bald dorthin, und weilsie vielleicht ihres Meisters Lehre nicht recht gefaßthatten so glaubte einer das, der andere jenes. Sietheilten sich daher in verschiedene Selten, zu wel-chen auch die Iacobiten gehören, r)
Jacobus, von dem sie den Namen haben, war
und das Unkraut , das er säete, wuchs nicht nurin Syrien, sondern auch in Egypten, ziemlich her-an ; ja man nannte sich nach ihm so gar Iacobiten.Bereits im fünften Jahrhunderte waren die Pa-triarchen zu Alcxandrien meistens selbst Eutychianer,und weil verschiedene Kaiser ihnen gnädig waren,so mehrete sich der Haufe täglich. Auch im An-fange des sechsten Jahrhunderts gieng ihnen nochalles gut, und die Iacobiten waren im Besitz desPatriarchats von Alepandrien. Allein unter Iustiniund Justriuani Regierung änderten sich die Sachengar sehr. Die Melchiten 2) entrissen den Iaco-biren das Patriarchat von Alerandrien, und eswurden ihnen so gar die Kirchen verschlossen, daßsie ihren Gottesdienst nicht abwarten kontcn. Sieflohen dannenhero gröstentheils von dem bischöfli-chen Sitz weg in das Thal Habeb, in das KlosterAb» Makaril, woselbst die lange Zeit einen eignenDom und Patriarchen hatten. Jetzt waren dieCopten ein wenig gcdemüthiget worden, nachdemdie Melchiten den Meister gespiclct. Jedoch eskam bald die Zeit, da beide Partheyen zum Creutzkriechen musten. Denn als Muhammed sich mirseinem Anhange in Orient ausbreitete , und unterandern Egypten eroberte, so wurden die Christendaselbst sehr gedränget. Die Melchiten hatten dasmeiste auszustehen. Hingegen fanden die Iacobitenmehr Gnade bey dem Muhammed , vielleicht dar-um, weil ihm einer von ihrer Sekte, Baira ge,nannt, bey dem neuen Religionöwerke hülfreicheHand geleistet. Sie erlangten so gar auf eine ge-
von Geburt ein Syrer, ein Mann, der wegen sei- räume Zeit Schutz bey ihm wider die Melchiten.nes schlechten Herkommens , Vermögens und Gl^ Jedoch wie das Regiment der Türken sehr verän-
schicklichkeit nicht recht hatte empor kommen können,und gleichwohl aerne berühmt seyn wolle. Seingainer Nahme ^ies Jacob uo Sprus B rra-diensls. Aus Spott nennte man ihn auch Zanza-
derlich ist, so wurden sie bald gehegt, bald wiederverjagt. Es ist nicht genug zu beschreiben, wiegrausam die Türken in den nachfolgenden Zeitenmit den Copten verfahren. Da marterte man balddieselben elender Weise ; bald zündete man ihnenu) Trommler in der Abbildung der jacvbitischen Kirche ^ Tempel an ; bald raubte man ihnen ihr ohne-c-ix. U p. l- 5 - Theolog. Buchersaai r. i p. ^ dem schlechtes Vermögen bald zwang man sie zu
x) lliOor. parriarok. ^lexinär. iLcolrirsrum
x. 1. 1 g. Trommler l. c. < 7 . ll. p. ->.
7) Eiche diese Kirchrnhistorie Theil!. 8ecul. IV.(7sp. iv.x. x >7 8ecul. V. l.'ap. IV. p 945. 946 ch.
7.) Trommler ! c Cap. ll. p 7-n. (eqp. m. ». ,..10.Thcol. Lucherjaal 1 . p. 259.
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unmensch-
2) So nennen li-d die orthodoxen Griechen. derUrsache solcher Benennung siehe diese Kirchenhistorie Theili. 8rcM. X. (.'zp. t. 17. ,,,7. und Theil tt >,.cul.
XVII l, I. Leck. :. I>. 47z.