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7. Cap. vsn den tvarigel. luther. kehrekli?
den berufen wurde, welchen Ruf er, nach vielerUnruhe und Bestürzung, auch einem grosen Kampfemit sich selbst, wegen der klaren Merkmale deSgött-lichen Willens annähme. Ehe er von Nürnberg,wo er über die mästen grosse Liebe genossen, nachDresden abreisete, nahm er vorher zu Alters dietheologische Doktorwürde an, und hielt deshalberden iz. Iun. daselbst seine Inauguraldisputationkle nexu vertrau; cum pierace. In Nürnberg wardauf seinen Abzug eine Medaille gepraget, welcheauf einer Seite sein Brustbild vorstellcte, mit denWorten: U. Xlä k i>L 1<6 Lk 8. Tb. O. In^VT/i Kegia LT LIcötoralj; 8-^X. /tblllble;?ll,IX1ariu; LOdk8i1iariu; LLLTLliasticu; LTL O X8iiiurü 8uprcmi ^85estur. Auf der andernSeite ward Petrus vorgestellet, wie er auf demWasser zu Christo gehet und zu sinken anfanget,aber wieder aufgerichtet wird, mit der Umschrift :dlil ärlperanclum, Christe» Onc.e, cc ^ulpice Christo.Die AnzugSpredigt hielt er in Dresden am ZtenSonntage naä) TnnitatiS. Die Streitigkeiten,in welche er bald darauf in Sachsen verwickelt wor-den, sind bekannt, und bereits vormals in dieserKlrchcnhistorie <l) umstänvli^ erzehlct worden, da-her wir uns hier dabey nicht aufhalten dürfen. Erhat für nöthig erachtet, noch bey seinem Leben zudcclarire», daß, wo etwa nach seinem Tode etwasunter seinem Namen von jemanden aus Gewinn-sucht oder andern Ursachen solte herausgegeben wer-den, er keinen Theil daran habe und man ihm nichtsdavon bcymeffen dürfe.
Man findet übrigens in seinen zur Erklärung derheil. Schrift geschriebenen Büchern einen rechtenSchatz exegetischer Gelehrsamkeit in den Grund-sprachen, jüdischen Alterthümern, der exegetischenund prophetischen Theologie. In den Rabbiner,war er sehr belesen. Er hatte eine besondere Lustzur Erklärung der Vorbilder des alten Testaments.Er blieb ber seinen Erklärungen nicht an der Scha-le kleben, sondern wendete dieselbe auf alle Theileder Gotkeögelahrheit nützlich an. Man konte ,hnden beliebtesten ausländischen Auslegern, witsio,Braunio, ^ittingä, Meukio, gleich schätzen, wonicht vorziehen. Er wüste sich zwar auch andererGedanken mit grossem Nutzen zu bedienen; schriebaber auch vieles aus eigner Ücberlcgung, und hattedabey einen anmuthigen und sinnreichen Vortrug.
ä) 1*. tt. 8ecul XVIll. cap 1. 8ekk. IV. Hu-est. V. p.759.1g, womit des Herrn D walcb» Einleitung in dirReligionsstreitigkcircn der cvangelischlurhcnsche» Kirche,imI, Theil x>. lo, z und im V Theil p. 4,6. ingleichcii Lila«fers Lcxicvn iczllcbcudcr Theologen I'.u. p.^d-.lgg- zu ver-gleichen sind.
Ul. Theil»
Seine Schriften bestehen in folgenden:i. Auslegung der drey ersten.Capitel der ersten EpistelIohanniS. Nürnberg, 1710. in4.6.Alph. 22. Bog «)». Gut« Gedanken von der bösen Zeit- Nürnberg, 1712.in 8- neu aufgelegt i?;2.
z. Warnung für den verdammlichen Selbstmord undTrost für angefochtene Seelen. Nürnberg, i/iz.in 8.
4. Anmerkungen zu des Erzbischofs Tillotsona aufrich-tigem Nathanacl, Nürnberg >716. in 8.
5. Anleitung zur wahren Seelencur bey Kranken undSterbenden. Nürnberg, 1717. in s. neu aufgelegt' 74 Z. f)
6. Das Kranken- und Sterbebette mit dem Worte beSLebens beleuchtet. Nürnberg, in 8- l. Theil 17,4. ll.'Theil. i7z>. g)
7. Verlangen nach einem seligen Tod«. Nürnberg, 1716.in 8- Ist-aus einem ehemalichen Aufsätze des scl. D.Marpergers von Herrn Christian Hirschen, Diaco«no zn St- Sebald in Nürnberg, anS Licht gegeben.Es siehet auch darinnen das von Herrn Marpergerngedichtete Lied: Es halten eircle Gemüther die Er-ve für ihr Vaterland rc.
8. Erbauliche Pafflonsbetrachtungen, oder heilsameSeelenweide an JEsu Leiden, aus dem Xiv. und
XV. Capitel Marcj, nebst Betrachtungen über Hiob
XVI. , -. Dreßden »7x6. in 8. ward. »741. zum 4ten-mal neu aufgeleget- K)
9. wahrer Eehr-Llenckus schriftmäßig betrachtet.Dreßden in 3. Erster Theil 17,7. ll Theil 1728. i)
! lo. Erbauliche Anstalten ber chursachsischcn evangelisch--luthcrischcn Kirchen zu dem bevorstehenden lubils-o^.c Dreßden >750. in 8. K)
ll. I)e sgno aä arse cornua liganüo aü illustranüum kstCXVIll. in memoriam lecularem divXXX. exbibikLLonkestionis. vresä. »7Z0. M 8. 1. Alph. lZ.Bogen. I)
Die Worte, so Luther giebt: sthmücket das^cstmirMayen, übersetzt der Verfasser: Bindetdas Opfer, das Lamm, das auf Ostern ge-schlachtet wurde, so oft, bis es endlich andie Hörner des Altars gebunden wird. Denn,seinen Gedanken nach ist dieses der wahre Verstanddieser Stelle: Christus solle, wie ehedem das Oster-
lamm,
e) Unschuld. Nachrichten >7,0. p. r<-2. 5 g.
Ammons Auszug 1'. I. p. 487 lg.Bornü theolog. Schatz-kammer 1°. l. p. Z 4 » lg- Lilienthals theolog. Liblioth. 1.7.
P. V-'Z.
k) Nachrichten von den neuesten theolog, Büchern Ulk.k- 45 ,- üzg- ^
8) Fortgesetzte Samlung von A. und N. theol. Sachen«7zr. x. 48«.l'gg. Lormi theol. Schatzkammer 1. IV. p.586.
h) Nachrichten von theol.Büchern"?. i.p.sz;.
i) Deutsche /Xtka hruüiror. im 126 »md IZ4- Stück, Co-leri theolog. Bibliothek im Z4. Stück, Theologische imitier
vecenn. p. ;8Z.
k) Fortgcs Samlung von A.u.N. 17,0. p ,r6g.
!) Lolcri zweytes Supplement der kheolvgisch.Biblioth.?. >5). ig Korrges. Samt von A- u. N. l7), p. r;9. Lorniltheolog. Schatzkammer IV. x. 17.14. Denksihe e-ruüilor. Mt i zr. Stück-
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