I. Cap. von den evangel. luther. Lehrern.
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Weil er gleich anfangs täglich viele Stunden las,dabey einige Sachen zum Druck ausarbeitete, dasNachtsitzen sich gar sehr angewöhnte, und die gehö-rige Bewegung und Ruhe vcrsäumete, fiel er imSeptemb. des bcmeldtcn Jahres 1729. in eine sostarke hitzige Krankheit, daß man an seinem Auf-kommen verzagte. Dieser Zufall unterbrach seinLesen, indem er auf guter Freunde Anrathen dieLuft verändern und sich nach Berlin begeben muste.
Daselbst erlangte er nach wenig Wochen seine Ge-sundheit völlig wieder, blieb aber doch den Winterüber allda, und suchte durch Hülfe der königlichenund spanhe,mischen Bibliothek ,n der von »hm geliebten Litteratur zuzunehmen.
Als er i7zo.ini Merz nach Halle zurückkommen,wurde ihm die Adjunctur der philosophischen Facul-tät geaeven. Daher er denn ferner der academi-slein die unerforschliche Vorsehung GOttcs hatte einscheu Jugend mit allerley Vorlesungen zu dienen anders mit ihm vor. Denn den i^ten dieses Mo-sorrfiihr, auch sehr fleißig disputiere. Unterdessen.nats überfiel ihn eine geringe Unpäßlichkeit, wozuwurde er von den Hallischen Pcrren Gottesgelehr-saber bald ein starker Schlagsiuß kam, durch denten 1740. zum Direcrorar des Gymnasil zu Soest ihn GOTT am folgenden Tage in das Reich
15. Octob. zum krnfcss. IchcolvZ. oräinar. mit einerjährlichen Zulage der Besoldung bestellet. Woraufer 1744. den 17. Merz zum Definitor verordnetwurde, kraft welches Amtes er die Eandidaten c-,ra-miniren, von ihrer Tüchtigkeit urtheilen und diegewöhnlichen Zeugnisse deshalber ausstellen mnste.Allen diesen Aemtern hat er bis an sein Ende wohlvorgestanden, und dabey einmal das Rectorat 1746.das Decanat aber zweymal in der philosophischenFacultät, nemlich 1745..und 1748- in welchemletztem er gestorben, und einmal 1747. in der theo-logischen geführet. Sein unermudeter Fleiß erwarbihm zwar im Merz des Jahrs 1748. die Hofnungzu einer noch weitem Beförderung, indem ihm dieStelle eines Professor,, Geolog. prj,r,arii,undSu-perintendcntens in Rinteln angetragen wurde. Al-
in Westphalen, 17)2. zum Rectorat zu Hervordauch bald hernach zur ausserordenrlichen Professionder Logik und Metaphysik,u Königsberg vorgeschla-gleichwie er aber keine so starke Neigung dazuhalte, daß er sich darum bemühet hätte, also warihm auch eine ganz andere Stelle vorbehalten.
Denn in eben demselben ivgchken Jahre erlangteer nn August ohne alles sein Suchen und Verlangen,ja auch ohne sein Wissen, den Beruf zu der ordent-lichen Professisn der 'Alterthümer, der griechischenund der morgenländisthen Sprachen aus der Uni-versität Giessen, welche durch den Tod des jungemI. l xrleviget worden. Diese Profession,
dazu ihn vermuthlich der Hr. D. Rcrmbacl) vorge-schlagen, trat er den zo. Ockobr. an, mit einerRede von dein Wachsthum der Philologie,,weichen sie in diesem Jahrhunderte, sonderlichin Deutschland, gehabt. Nach dem frühzeitigenTode des scl. ?>ambachs ward ihm ryg;. den 6Decembr. auch eine ausserordentlichc Profession derTheologie aufgetragen. Diese trat er den ;. Ja-nuar. 1736. mit einer Rede an,sschoIoZipa IliNÄln in episs acl
liiam beschrieb, und nahm dar
t7Z7> die theologische Doktorwürde an. §9;« 974 ch. v. p 174- Ly->. Sctimcrsahls Nachrichten von
Im Jahr 1742. bekam er vermittelst eines gnä« süngstversiorbencn Gelehrten l.I. x 57? -und p.6iz-
diqstcii hochfürstl. RescrlptS vom 07. Nov. das, 8upplemeac. sä käoua ->Ka Mäch V. M. 5 eK.lV.Epnorath über die fnrstl. Stipendiaten, und trat .ht,Mh«i-gjsch, gekehrt Berichte i7;6. p ,:>. 5gg iTieder-dassclbe im Jcnner 174z. Seine Vemühun-'sächs. Nachrichten von gelehrten Sachen I7z4. p.95. Lripj.aen, dieses Amt nebst dem ordentlichen Lehramte gcl. Zeitung. >7?6. p. 6,.
redlich zu verwalten, brachten ihm eine neue Gna-> ^ luikor. ecclec V il. p. ,207. kgg. ,VKa Lc-äenüc,
de zuwege Denn in eben diesem 7 -szste» Jahre Lhrich^'iZ^i-ch?e!^Äc!)l-Lcch N.'ulüucde er durch cm gnädigstes Decrek unter demMsen Theil
der vollendeten Gerechten abforderte. Er hat sichzweymal verheyrathet, und aus der letzten Ehe fünfKinder hinterlassen. Seine Schriften bestehen in fol-genden : 5 )
I. Lcimmenrrric» äe lmgulrn 6,esseni>um tlucllo conier-ULnäse puriori; äoKrin« conrrs 8ociN,2»orum äepra-uanvne!:, rä /o./ac. IIuI. >7Zi. in 4.
r Oe co'.umni, eccleii«:, eiienlogorum cumprimi, icun--morum elngio, libei- iinAulLris philolnAicci^rbeologicu,,sä varir vrnurgue foeäcn> loeaülutlr-mä». Memo-riL In. 1 -c. KamIruclU, coulecrLcu,. Giessen, > 7 Z <>. in4 22. Böge», g)
z. primiri« iäclL Liessenles, varÜ; odlerusrionibm con-ssieiich. I'i LMiil^ pr^farin pr«cipui tcnpn,nomine inii^nch enarrar Liessse 1741 j» 4. ».Alph.2. Bog Man findet hier i) die obengedachte Rede tIlieL kkenInZiT ?Lu>IinL Lcc. r) Die l7Z7. gehalteneJnauguraldisputatio», unter dem Titel: VchssiciiLv-nlucriL rbeologia: cliriikil-nL eiurgue IVloizicL äepr.i-urrlonibu; tlimolillimi inrerpr^ri, peneircucki VVsrc-beimienli, per iingulos üäei cbllstläna: srriculc», oppc>»ürse K) z) Die Fortsetzung dieser Dissertation, unter
dem-
k) Gätreng geiehrteS Europa'I'.H. p. 476. igg.1'. HI.p