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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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!V. Fortsetzung von 1746 bis 1750.

Schatten und Rätzeln geneigt, und der auch beyder alten Welt Dunkelheiten und Träume suchet.Wer darf sich denn verwundern, wenn er vieleStellen der Schrift für künstliche Abbildungen vonBegebenheiten hält, die man entweder »1 derSchrift selbst, oder in andern glaubwürdigen-chcrn suchen müsse. Dieser Herr Hardt findetin solchen Büchern, daß die Scvthen die Land-sch ift Asien, und zugleich di Gegenden, in wel-schen sich die Barer der Schrift aufgehalten, drey.mal mit ihren Waffen bezwungen. Ich will dennzufeyen, gedenkt er, ob diese heilige Männer dieseihre Trübsalen verschwiegen. Taunus war dererste Sieger. Dieser lebte zu den Heiken desHc-nochs. Und so wird wohl alles, was die Schriftvon diesem Vater sagt, auf den Krieg des Taunuszu stehen seyn. Zlinosus war der andere Sie-gcr. Dieser fällt in die Jahre des Noah, »1 wel-chen die Welt, wie die Schrift saget, überschwem-met worden. Kan wohl ein bester ausgevachresBild von der Bezwingung eines grossen Landes,als eine Wasferfiukh, gegeben werden ? lind so istes gewis, in der Geschichte, in welcher wir bishereine allgemeine Überschwemmung der Erden gese.,,hen, ist der Krieg des Plinosus abgebildet wor-dcn. Iuöa. l-xrstlS war der dritte, der Astenbczwung Dieser ftythischc Held lebte zur Hcit desKönigs der )uden, Iostas. Ich finde keineStelle der Schrift, in welcher die Geschichte die-ses Königs und der Einfall des IndathyrsuS be-quemer könne vorgestellet werden, als die letztenErzehlungen des )ona. Diese sind daher ein ge.wistes Bild solcher Begebenheiten. Und weil Ha-bacuc, Zephania und Ieremia in diesen unruhigenTagen gelebt, so müssen sie ebenfalls auf dieselbenin ihren Schriften sehen Man nehme allenSchmuck von einigen Erklärungen des HerrnHarvrs weg, man wird kaum mehr, als was hier,gesagt worden, übrig behalten. So gehet, sourtheilet, so erfindet derselbe. Noch ein neuerWeg, den er bey vielen andern Auslegungengehet. Er hat sich das Gesetz gegeben, daß erbey allen Stellen der Schrift in den Geschichtendie Umstände aufsuchen wolle, bey welchen sie auf»gesetzet worden. Eine vernünftige Regel, wenner sich derselben nur allewege richtig bedienet hätte.Er will ein Stück der Schrift erklären, m wel-schem solche Umstände nicht angezeiget werden. Erdurchsuchet daher die Geschichte der Juden, umeine Begebenheit zu finden, die seiner Stelle amnächsten komme. Die alten Geschichte der Judenfind kurz, und so findet er selten etwas, das er ge-brauchen kan. Er bedenkt nickt, daß unter denverlohrnen Begebenheiten auch diejenige seyn kön-

ne, auf die das iLtück der Schrift, das er vor sichhat, zielet. Die neuen Geschichte der Juden sindvoller und weitläuftiger, und so findet er weit ge,schwmder etwas, das den Umstanden gleich, dieer in seiner Stelle vor sich findet. Und daherkommt es, daß er das grosse Tlcil der Psalmen und.viele andere Stücke der Schrift aus den Gesch.ch.ten der Maccabäer erkläret, rc.

Der Herr D LGistran >. cnedicr Ulickac,lis >) in Halle macht von unserm Herrn Prcbstefolgende Abschilderung: Es spreche Herr von derHardr, aus Mangel gehöriger Gottesfurcht, ohnealle Wahrscheinlichkeit, Mos« ganze Erzehlungenin 6encl> ab und ziehe sie auf eine» verkehrten undhöchst abgeschmakten Verstand: wolle aus übcrmäßi-gern Hochmlirhc allein klug sey», und verachte alleandere Ausleger: bringe nichts als neue und vonaller Wahrscheinlichkeit entvlössere Dinge vor, habeviel Ingenium und sehr wenig qdicnim , und er-greife daher und vertheidige gleist» alle Hirngespensteseines ausschweifenden Kopfes, so, daß sein Gehirnein verworrener Hause» der allcrabgeschmacktestcnMeinungen, eine Vorrathskammer alocrncr Erklä-rungen und eine reiche Mutter der Thorheiten sey,u. s. w

Die Geschichte eines Gelehrten, der 85- Jahreerreicht, der nimmer müßig gewesen, der alles nie»dergeschriebcn, was er gedacht, der mehr druck"»lassen , als viele lesen können, der tausend Dingeund fast die ganze Welt der Alten umgegossen, derdas ganze Reich der Gelehrten gegen sich erregt: ei-nes solchen Mannes Geschichte würde ein eigen Bucherfordern, wenn man alle seine Schriften vollsiän.big anführen und beschreiben wolte. Die Anzahlder Schriften des Herrn von der Hardr list sogros, daß es ihm selbst würbe schwer gefallen scn»,ein richtiges und vollständiges Verzeichnis davon zumachen, wenn er selbige nicht nach und nach, wie ersie herausgegeben, aufgezeichnet. Man begnügesich also, wenn wir folgende als die vornehmstenanmerken:

». >ucograpbr l-urber» »lionimque celebrium viroruin,t> snno >;i7. v»que 2M,u<N 1546. reforairrionir,«rirem er snlkori^m egregie illugi-LNrir, 1 . Band

Braunschweiq, 1690. in 8 il. Band, ebendaselbst,6>>> lil. Band, Helmsiädt, ,) Es ist ei»

Verzeichnis der geistlichen Schriften von ><17. b,Szum Tode kucheri, die der herzog Rudolph Augustzu Braunschweiq m Händen gehabt, und nachherder Universität Hclmsiadt geschenkt hat.

L.

-i

r) in l.'ommenkLkione apolo^erica, gua Kilo »äleraorigo linßiir beki-L« ex grsccr conucläcur erc. U.

§. 17. p. 2 , 4 . fgg.

H Ltbllotb. rtievlox. l)stei7u>rlc»-c»f

ricu» p. izr.