IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
Hinterlassen, die Herr Varhlef erzehlet, p) welcherüberhaupt die Geschichte unsers Herrn Probstö ambesten und vollständigsten beschrieben hat. g)
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Schrift Doctor, hochfürstl. siichs gothaischerallendurgifcher Kirchen-und Consistorialrath, und General-superintendent des Fürstenthums Alkenburg, starbden rü. Decemb. 1747. IM 6 ;sten Jahreseines Alters.
Er wurde den 22. Januar, oder wie andere setzen,den 3. Februar. i6zz. zu Orlamünda in Thüringengebohren. Der Vater desselben war Hr. Chri^»einric!) Löber, ehedem Hofprediger zuAlrcnburg, und nachher Pfarrer und Superinten-dent zu Orlamnnda, ein wegen seiner gelehrt ausgearbeiteten Schriften, besonders wegen seiner Kir-chengeschichte von Orlamnnda, wohlbekanter Theo-logus, der den i. Sept. 170;. selig entschlafen:die Mutter Frau Anita Larharina, Herrn M.Chnstoph Schmidt», Predigers ;n Uhlstäd, inder Inspection Orlamnnda,! hinterlassene Tochter.
Ietztgedachte Eltern liessen nichts ermangeln,was zur sorgfältigen Erziehung ihres Sohnes nö-thig war. An dem Ende unterwiest ihn nicht nursein Vater selbst in der Religion, in den nöthigenSprachen und philosophischen Wissenschaften,sondernübergab ihn auch der Unterweisung geschickter Pri-vatlehrer. Im Jahr 1697. begab er sich auf dieLandschule zu Rudolstadt, und sparte unter der An»fnhrung der damaligen Lehrer, M. Michael ^Schwimmers, Rektors, und M. Ioh. Ernst "Müllers, Eonrectors, keinen Fleiß, sich in den
dem Herrn M. S?rbius, nachmaligen Dccrorund Professor der Theologie auf einer Stube, undhatte von dessen lehrreichen Umgänge in verschiede-nen Theilen der Gelahrheit einen grossen Nutzen.Er besuchte nebst dem auch die öffentlichen Vor-lesungen mit bessnderm Vortheil, und hörte inpbiloloßici; und orienrilibu! Johann AndreasDanzen, in philosophischen und marhemathischenWissenschaften Ioh. Paul Hebenstreiren undGeorg Albrecht Hambergern, in der Historie, denrömischen Alterthümern und der MünzwtsscnschaftBurkhard Gorrhclf Srrnven, wohnte auch ei-nigen juristischen Vorlesungen mit Vergnügen undNutzen bey. Er verfertigte dabey eine philosophi»sche Disputation cie Numero «t lcr»e calegori^rum,die er unter dem Vorsitz obbemeldcten Sprbil
1699. öffentlich mit vieler Geschicklichke,t verthei-digte. Weil er aber einen besondern Trieb zurGottcSgelehrsamkcit bey sich spürte, hielte er fürrathsam, sich derselben fernerhin gänzlich zu wid-men, und erwehlte in dieser Absicht zu seinen Lehrerndie hochverdienten Theologen, Friedemann Bcch-mannen, Valentin Velrhemcn, Philipp Mühlern, und Johann Paul Hebeiistrciren. Er er-hielte auch gar bald den verdienten Lohn seinesFleisses, indem ihm nicht nur der von dem HerrnEanzler Frilzsi-Hen längst zugedachte Lorber derDichtkunst im Jahr 1699. den zo. Octob durchdessen Herrn Sohn, Christian LudwigFritisthenkayserl. Pfalzgrafcn und beyder Rechten Doctor,sondern auch das Jahr darauf als den 27. May
1700. die Magisterwürde ertheilet wurde.
schönen Wissenschaften recht ocstc zu setzen, übte sichbesonders in öffentlichen oratorischen und poetischen^öbibur und Disputationen mit ungemeinen Vor-theil, und erwarb sich, durch einige Aufsätze in ge-bundener Schreibart, die Gewogenheit des frommen und gelehrtenEanzlers Ahasverus Frirzschens,durch dessen Veranlassung er auch nachher mit dempoetischen Lorbercranze gezieret wurde.
Da er sich auf solche Art zu den akademischenBemühungen geschickt gemacht hatte, gieng er imNovemb. 1698- nach Jena. Hier wohnte er mit
In den Jahren 1700. und 1702. hielt er alsPräses zwey öffentliche philosophische Disputationenbestieg unter D. Müllers Vorsitz zwermal die theo-logische Eathcder, übte sich auch in der IenaischenCollegenkirche im Predigen, und sieng nun-mehro an, öffentliche Eollegia zu lesen. Erwurde in eben diesem Jahre seinem Hrn. Vater inseinem Amte, ausser den Ephoralverrichtungen, inwelchen er jedoch im Not'.ffall auch mit arbeitendurfte, substituiert. Nach dessen erfolgten» Abstcr-
_ _den erhielt er »72s. bey Ibro Hochfürstl. Durchl.
l>) Im Vlll. Theil der Geschichte jetztlebender Belehr-1Herrn Herzog Friedrich dem andern, Nickt nur dieren p. 460. fqg. lErlaubniß, sondern auch ein reicklick Stipendium
9) Im ieizrlebenven gelehrten Europa, p 4 ?r-!>ur Fortsetzung seiner academischen Bemühungen.
LL.2WM-vILe- und
Theil p. 4Z4-46s. womit zu vergleichen sind: rNoftrs Deukichland an, be,uchtc die berühmtesten Acade-kepicon ietzrlcbender Theologen I. l. p. 460. fg.mnen, sprach hin und wieder die gelehrtesten Män-
Neuer L ichersaal der gelehrten W.It 1 °. l- i»;?. >ner und wurde endlich von der jenaische» ph'.loso-^9S6. tg. Lewj. gel. Zeitung. .74^. P- fgg. Lloglum pu, Fakultät zu ihrem Adjuncto ernennet. Er'
dlancku?V-,-» pudlico aciilem»L lulii E - 1 s , I- , , ..
c.r-,!in-° nomlne consi-cr.rum. inr-eprere L>«,-lt'eng daher von. neuem ph.lofoph.sche, erkgelilcheHallNÜ. »746. in 4. I. und