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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Eap. von den evangel. luther. Lehrern.

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und homiletische Vorlesungen mit vielem Beyfall, Ihro Durchl. des letztregierenden Herzogs Fried-an, hielte als Präses drey öffentliche Disputationen, richs des III. Befehl vollbrachtem Werke rn

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Befehl vollbrachtem Werke zu findenfind. Im Jahr 17z 8 . wurde er von Sr. Hoch-fürsil. Durchl. in Ansehung seiner geleisteten treuenund nützlichen Dienste zum Kirchenrathe ernennet.

lchter Herzog Friedrich^Es hatauch der selige Herr Kirchenrath beyEinfnh«n der Superintendenten, rung neuer Ecllegen des Gymnasii verschiedene zur?urg eine Visitation bey^Kirchenhistorie und Eritik gehöriae Droarammata

und unter diesen eine pro loco in orärne pbilolopborum ,728- und zeigte sich mchrmalen im Oppo-mrcu und Predigen.

Als hierauf höchstgedachter Herzog Friedrich,ausser den Amtöverwaltunzc

in den, Fürstenthum Altcnburg eine ni,irarion vey ^irchenhistorie und Eritik gehörige Programmütaden Landkircheu und Schulen anordnete; so wurde durch den Druck bckant gemacht, und als General-bcy diesem neuen Amte auf unsern Herrn Löber zu- supcrintendent n?. Eandidatcn zum Predigtamt or,erst die Absicht gerichtet, und erhielte derselbe um diniret.

tcr dem 12. August. 1709- den Beruf als Landkir- Was seine übrigen lUmstände bekrift, so hat erchen - Inspcttor. In diesem Amte lies er nebst sich im Jahr 1712. mit Jungfer Dorotheen Go-seinen ordentlichen Verrichtungen verschiedene Pre-phien, Jacob Abraharn Böl.nccs, Tochter,ehe-digtcn drucken, verfertigte einige erbauliche Liederbuch verbunden, mit welcher er 55. Jahre in dendie im Altenburgischen Gesangbuchs befindlich sind,,vergnügtesten Umstanden geleöet, auch aus solcher

schrieb auch einige andere geistreiche Schriften.Im Jahr 1711. bekam er die Stelle des verstorbe-nen Superintendenten in Ronncburg Heinrichseidenste, welchem Amte er beynahe 20. Jahrevorgestanden, und wobey er sonderlich in Ansehungder Synodalzusammenkünfte einen löblichen Eiferbezeiget und sich bey allen Verehrern und Beförde-rern der wahren Kirche einen immerwährendenRuhm erworben hat. Es kamen ncmlich auf seinAnrathen die unter seinem Bezirk stehende Priesterbey ihm zusammen, die über wichtige theologischeWahrheiten unter seinem Vorsitz disputirten; wieer denn 19. dergleichen Synodaldisputationen ausLicht treten lassen. Er erlangte 1715. nach vor.hergegangcncr rühmlichst vertheidigter InauguraUdispuiation unter Buddel Vorsitz, die Doctorwür-de in der Theologie. Als nnn ferner der General-superintendent in Altenburg, D. Carl AndreasHedel l?Z2. mit Tode abging, wurde unser HerrLöber zu seinem Nachfolger in der Eonfistorial

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Ehe n. Kinder gezeuget, wovon noch sieben amLeben sind, unter denen besonders Herr M> Gorr-hilf Friedemann Löber, fürstl. sächsis. Eonsisto-rialaffcssor und Archidiaconus zu Altenburg, dersich bereits durch eigene Schriften, insbesonderedurch die mit vielem Fleiß und Einsicht verfertigteAbhandlung 6e Lurggrauii; Orlamuncianis, in dergelehrten Welt bekant gemachthat, und JungferTraugstt Christin« Dorothea Löberrn, kayscrl.gekrönte Poetin und Mitglied der königl. deutschenGesellschaft in Göttingen, welche sich durch verschie-dene wohlgcraihcne und sinnreiche deutsche Gedichte,durch die neue Ausgabe der kleinen Werke der Jung-fer Sehurmannin, und durch ihre Kentnis vie-ler Sprachen, ingleichen der historischen und phi-losophischen Wissenschaften, verehrungswürdig ge-macht, hier anzumerken sind.

In Ansehung seiner Gelehrsamkeit fällete ehe*mals der sel. Göttlich Stolle 5) dieses wohlge-gründcte Urtheil: Christian Löber ist nicht nur

raths- und Gencralsuprrintendcnten - Stelle beru-!cin gelehrter, geschickter und kluger Theolo-fcn, welche er denn, nachdem vorhero verschiedene'gus, sondern auch ein Philosoph und Rechro-ansehnliche Beförderungen von ihm ausgeschlagcn verständiger. Seine Schriften sind folgende:worden, willig angenommen, und fast 17. Jahre Dw Lehre der Wahrheit zur Gottseligkeit, d. i.mit aller Treue und kluger Sorgfalt verwaltet, auchbesonders in Gegenwart des hochstsel. Herzogs Fried-rich des ll. und eigener Vornehmen vom Hofe eineöffentliche Synodaldisputation in dem grossen Hör-saale des Gymnasii zu Altenburg gehalten, r) Zugleicher Zeit war er auch unter denenjenigen Gottes«gelehrten, die auf Verordnung des höchstgedachtenFürstenö bcy einer neuen Besorgung der schönen erne-stinischen Vibclaüsgabe, das Werk zu übersehen und,

mit neuen nützlichenAnmcrkungen zu begleiten,erweh, in den Anmcrkungen übcr ^eumanns c<>asseÄ.rel-

letworden; unter welchen die seinigcn über die Pro-^pudl lirrerrr. p. 7z?.

phezcyung Icsaiä verfaßt, und rn dem i?z6. auf ?- 7;o.

^ ^ _Forrgcstjte Samlung von A.midN.'7rz.y.744.igq.

^ Ienayche monatliche Nachrichten von gelehrten Leuten

r) Leipz. gcl. Zeitung. l7Zt. p. 87z. lgg. iund Schritten >7r7. p

/>o/it/«a deutsch, rc. Altenburg 17 l l. jn 8-Alphabet.

:. dlnterricht von der Liebe zu den Lreamren. Alten-burg, !7ir. in 8. >8- Bogen, r)z. ^ijkorie von Ronnehnrg. Altenburg >7^. in 8-u)

4. Nachricht von der Aufnahme der Salzburger zu Al-tenburg. >7Zr. m 4.

Viele gelehrte Disputationen.

6. Verschiedene Programmata.

7. Einige Predigten.

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