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I. Cap. von den evangel. luther. Lehrern«
te das Vergnügen seinen Vater wieder gesund zufin- I V, 14. Glück wünschte, r) Er konte bis in sein hoch,den, und durch denselben zu schon erwähntem Am- stes Alter die zartesten Buchstaben ohne Brille lesen,tc vrdiniret zu werben, woraus er am ersten Ad-chaher er auch auf der Eanzel sich einer kleinen in 12.venrsonntage 1694. in der neuen Kirche, an wel-Ivon den Sternen zu Lüneburg cvirren Bibel bedien»cher er der erste ordentliche Prediger war, sein Amt te und zu Hause noch immer am Srudlren, Lesen
und Meditiren sein Vergnügen fand.
Er hat sich zweymal verheyrathct, und in der er-ster» Ehe verschiedene Kinder gezcuger, die zum
antrat. Erstund aber nur ein Jahr darinnenMassen er 1695. gleich wieder aus den ersten Ad»ventsontag, zum andern Dluconal in Arnstavt berufen wurde und zugleich die Kirchenbibliorhek als. Theil noch am Leben sind Der älteste Sohn istVibliothecariuS zur Aufsicht bekam. In solchen der jetzige Diaconus in Arnstadt, Herr M. Ioh.Aemtern blieb er bis nach feines seligen Herrn Va- Christian Vlearms, der sich durch die lTlachrichrters Ableben, da er r?n. das erste Diaconat undivon der öffentlichen ^irchendibliorhek zu Arnedie Inspection der Untergleichischen Dlöccs, i7t2.!stadk, die daselbst 1746. in 8- herausgekommen,a)aber die Seßion im fürstlichen E.onststorio und das^vohlbekant gemacht Sowol von diesem, als denArchidiaconat erhielte. ibeiden nun verstorbenen Herren Schwiegersöhnen,
.. . , . . , «« , . . -« 'Herrn M. Joh. Friedrich Müllern, hochvcr«
Unter dieser Zeit hatte er Gelegenheit anderweit,»hinten Eonsistorialasiesiore und Archioiacono inIeZ
na, und HerrmD. Georg Volkniar ^arrinan.
sonderlich nach Erfurt zu einem der ansehnlichstenPastoraten, berufen zu werden, lehnete es aber austriftigen Ursachen ab, weil er zumal in Arnstadt«ine gnädige Herrschaft, auch viele Neigung undLiebe seiner Zuhörer gefunden. Eben das war dieHauplursache, daß er es abschlug, sich an einem ge-wissen grossen sächsischen Hofe einzusinden, als manihm bey einer ansehnlichen und wichtigen Vacanzeine Gastpredigt abzulegen, gnädigst ansinnen lies.Indes blieb er in obiger Station dennoch nicht oh
neu, berühmten Pracuco der Medicin zu Er-furr, hat er verschiedene Enkel zu erleben dasGlück gehabt
Er besas übrigens eine zahlreiche Bibliothek, undein starkes Euriositäten - und Naturaliencabinet,,b)nebst einer ansehnlichen und auserlesenen Samlungvon Münzen, Mahlereyen, Kupferstichen und Ab,bildungen der Gelehrten, worinnen er sich manchebetrübte Stunden versüßet hat. Er führte eine
ne Gnade und Ehre, welche ihm GOtt geistlich und Eorresponbenz, wie man denn unter seinenleiblicher We.se gegönnet. Er rechnete hierunter Pieren viele hundert Briese von den gelehrtesten
nicht unbillig, daß er nicht nur 1714. alsemMitglied in die königl. preußische Societät der Wissen-schaften durch ein besonderes Diplom« aufgenom-men, sondern auch 172 den2;. Novemb. von des
Männern gefunden. In der Liederhistorie hat er,„ach Tenzels, c) Reimnaims ä) und GLcrenv«)Auöspruch, gleichsam das Eis gebrochen, und da-rinn gar artige und nützliche Schriften herauSgc ze-
hochsts^. Herzogs Cdrlstlan zu W-'ssenfelS hoch'isten. Aue Eifer gegen die Ehil,asten und P.eti-
fürstl. Durchl. zu Dero wirklichen Kirchenrath durchein auch darüber eingehändigtes Diplonra gnädigsternennet worden.
sten hat er wider sre ein eignes Lied gemacht, wel-sches im Arnstädtlschcn Kejangbuche von 1700. und1705. stehet, sich anfängt: GGDrc, vorn Am-Neun Jahre darnach, nemlich i?z6. den r? mel sieh darein, rc. und eine Nachahmung des be-Scpremb. folglich an seinem 6sjsten Geburtslage, kanren Liedes Lurheri ist: Ach GDrcvoni Hirn-ertheilten ihm Ihro Hock-fürstl. Durch!, der Fürst^nel steh darein rc. k) Nicht weniger hak er sichGünther, von Schwarzburg-SonderShausen selbst mit seinen Schriften um die thüringische Historie-in höchster Person mündlich die Superintendenten- verdient gemacht. Insonderheit aber ist er, nachstelle zu Arnstadt, nachdem er solche bereits seit Demi Rrr rrr z LeueL-
Ienner dieses Jahrs, als Vicarius verwaltet hat -1 -.— >» > —» -.. . .. . --
te. Diesem Amte hat er über l o< Jahre bis an sein! ?) bisirir. occleki-kl. l' ix. p. sg. NachrichtenEnde nach bestem Vermögen und mit grosser Treue von den neuesten cheol. Büchern 'l'. kV. p. zz.segg.
vorgestanden, auch in solchem das Glück erlebt,baß er am ersten Advrnrsonnlage >744 sein Priestcrjubiläum freudigst begehen können, bey welcherGelegenheit ihm unter andern der damalige Arckn
,) Nachricktten von theol Büchern 1°. V p.-iz.sgq.b) Von diesem hat ein gekehrter Enkel des sei. HerrnSuverimendentens, Hckr M. Johann GottfercO Müll«in Jena ein kesenswürdiges Verzeichnis verfertiget, wel-ches ohne se.» Wissen durch Veranstaltung des berührn»
diaconus und nunmehriae Superintendent zu Arn !«n Herrn O. Lrückmanns >7,0- in 4. gedruckt worden.
stabt, Herr Ioh. E'lleorich Christoph Lrnest:, ^ ^""'iche Umcrrcdungen vomIahr .7°.. ?. -6.
7 , . ^ , . , ' , ^ I IM kidlwtli. rnenlos. p> ,41.
,n einer gelehrten Schrift 6 - ecel chxg im ieztlebniden gekehrten Europa I'. U. p. -1,1.
öocle,tldu; ccu hüls vlei, ilä üluürauäuiu ^sciiLt.l welzcis Eiederh,frone, u. Lhnl.x. rü».