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lV. 'Fortsetzung von 1746 bis 1750.
Er fand hin und wieder viele Gnade und Liebe, besondern Arbeiten , Strapazen und Leiden ver-
Insbesondere hatten Ihro königliche Majestät vonPreussen bereits den zc>. May >7Zv. da er nebstseinen Collegen noch auf dem Zuge in schlesischen
bundenen Teschensschen Archldraronak nicht wenigKräfte im Dienst seines Herren verzehret hatte, sospührte man e»n paar Jahre seinem Abschiede
Landen war, ihrenthalben sehr gnädig an den Hrn. eine mannigfaltige Schwachheit und Mattigkeit des
Pros. Franken geschrieben: sie erhielten auch ins-gesamt bey diesem Monarchen den 17. Iul. zu Meu-sel.vitz allergnädigste Audienz; ja den 22. Augustergicng bereits wegen des Hrn. Nkurhmamw einköniglich Rescript, kraft dessen er nach Milkcn, inPreussen, als Pastor kommen solle. Aber die da- merket zu werden,maligen wegen seiner verlästerten und bekümmertenverlassenen Gemeine von »hm unternommenen zettko-sicnven Reisen nach Wittenbcrg und Dresden, diezeitlich eintreffende Kälte, der weite und kostbareTransport von mehr als ivo. Meilen und andereDinge mehr wurden zu Hinderungen. So hattenauch des Hrn. Grafen Friedrich Laspar vonGersborf, königl. pohlnisch. und churfürstl. sächs.
Leibes an ihm, welche sonderlich das letzte Vier-teljahr auch sein bis dahin noch immer munteres Ge-müthe und desselben besondere Kräfte mit betraf.Die Umstände, unter welchen endlich sein Tod er-folgte, sind merkwürdig, und verdienen h,er angc-Er war am Michaclisfestc ge-nannten Jahrs 1747- an einen unter simer Auf-sicht stehenden und ohnweit Pößnek liegenden Ort,Schlöttwein genant, gefahren, um daselbst e,neKirchenvisikation vorzunehmen. Nachdem er deSdasigc» Hrn. Pastoriö Predigt, welche von den hei-ligen Engeln handelte, angehöret, auch, wie mannachher gefunden, die Eintheilung derselben kürz-lich nur Bleystift aufgezeichnet und darinnen son-
Oberamtmcmns in der Lausitz Ercellcnz, für unsern.derlich in der Application den Vlum c>,n1<,Ulor,um
Hrn. Murhinnnn die Gnade, ihm das vacantcDiaconat zu Klip anzutragen. Allein hier stand
also ausgedrückt : so werden die hei igen Entfelbey uns seyn im Leoei,, Sterben er. welches er
sein damals stark geschwächtes Gemüthe, und der als sein letztes Wort, so er ,n dieser Welt geschnc-Vonder pohlnsichcn und böhmischen Sprache stark ben, in wenig Stunden erfahren; so «sieng er das
abgehende Dialecr der wendischen besonders ent-gegen.
Endlich ward er, nachdem man ihn aufs schärfstecrannliicct, und seine Lehre nach GOttes Wortund den symbolischen Büchern richtig befunden har-te Diaconus zu Graba bey Saalfeld, wo er mitvieler Liebe aufgenommen wurde. I) Im Jahr17Z2. berief mau ihn zum Hofdiaconus und Sub-Diaconus bey der Stadtgemeinde in Saalfeld selbst,und von da kam er 1759. als Pastor und Adjune-rus der Saalfeldischen Superinrendcnlur nachPößneck.
Sein Leben beschluS er den zc>. Sept. 174".durch einen Schlagfluß. Er harte sich diese To-dcsart seit vielen Jahren öfters vorgestellet, und
gewöhnliche Eramcn, nach welchem erden Vers:
laß deine lieben Enteilen, ani lerz-reit Ende Sie Seele mem in Abrahams Scbooßtragen:c. zu singen verordnet hatte, mit dafigcrGemeine an, und legte darmn d»c in der von ihmbey seinen Visitationen gestellten Ordnung folgen-de zweyte Bitte: Dein Reich komme rc. zumGrunde, g»eng hiernach»!, da er von der Beschaf-fenheit des Reiches GOttes handelte, die StelleRöm. XIV. 17. 8- durch, und da er an das Wort:Freude im heiligen Geist, kam, auch schon etwasvon der Freude des Gnadenreich- gesprochen harte,und nun von der Freude des Reichs der Herrlich-keit reden wolle, auch schon ein paar Fragen gethanharre, bcgnnten ihm die Füsse zu wanken, die Ge-
sein Gemüth hatte sich mit den Gedanken davon danken zu vergehen, und die Zunge zu siamlen, »nd
mehr beschäftiget, als er gegen die Sciniqen da-von merken lies, wie er denn auch auf einem best»,den» Zettel, den man nachgcnds auf seinem Gchrci-betlsche gefunden , die Namen dererjenigcn Theolo-gen, die an Schlagflüffen verstorben, mit Fleh-gt'smnlet und aufgezeichnet hatte. Er waren ihmbereits etliche Jahre vor seinem sel. Hingange vcr-fchiedene schlagmäßige Zufälle zugestoßen, und da
in wenig Augenblicken sieng er an zu sinken, da denndie nahe dabeystchende zugnffen und ihn sogleichaus der Kirche in die Pfarrwohnung trugen, woman zwar alles mögliche anwandte, um ihn noch zu'ettcn; allein es war alles vergeblich und man hör-te nichts weiter, als das einzige Wörtgen: Ruhe! vondiesem guten Streiter IEsu Christi; übrigens lag ergleich als in einem sanften Schlummer, bis ihn
rr »n seinem Aemtern sonderlich in seinem mit ganz I ein guter Herr und Heiland nach 12 Stunden v^n
— ' — -^-lsemcm Posten völlig ablöset,, und durch einen seli-
/ Tod in sein ewiges und herrliches Reich zur st«
""" «... .Erfahrung dessen, wovon er zuletzt in seinem
pannne zu sprechen gedachte, einführte, nachte«
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