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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

die um der Religion willen, auf den Galeeren wa-ren zu befreyen, oder denenjenigen, welche um ebendieser Ursache willen verfolget wurden, merklicheHülfe zu verschaffen, und Personen, die es ver-dienten, wesentliche Dienste zu erweisen. Manhat sichere Proben von seiner Demuth und Bescher-denheit, sowol als von seiner Entfernung vomEigennutz. Er hätte viel für seine Werke bekom-nien können. Man hatte ihm unter andern eineansehnliche Summe für seine Arbeit über die Bibelangebothen. Aber er schlug alle diese Vortheilegroßmüthig und standhaft aus.

Nachdem er das Ende seiner beyden Eollegen,der Herren Triboler und Gellen, auch ihrer Nach-folger, der Herren FareU und Sands;, erlebet,so wurde er den 14. August 1746 Sontags aufder Canzel von einer Art des Schlages gerührer,worauf er eine langwierige Krankheit ansstehenmuste, worinn er eine verwundernswürdige Gedulterwiesen. Weil seine Unpäßlichkeit ihn hinderte,sein Pastorat selbst zu verwalten, wolle er seine Brsoldung nicht weiter annehmen und sein Brod, wieer sagte, nicht mit Müßiggang essen. In dieserAbsicht wolle er seinen Collegcn auftragen, bey dernächsten Versamlung der Classe in seinem Namenum Erlaubnis zu bitten, daß er sein Amt niederle-gen dörfte. Als aber der Stavtrath Nachricht da-von bekam, so schickte er eine Deputation an den Hrn.Pffemvald, die ihn durch eine wohlgesetzte Rede be,wcgte, seinen Entschluß zu ändern. Der Herr Pa-stor de MoncmsUln betete öfters mit ihm; wenner aber der Treue und Arbeit des Herrn (Hsterwaldsgedachte, so gab derselbe durch verschiedene Gebehrden zu erkennen, daß ihm diese Stellen mis>>elen.Seinen Verstand behielt er bis ans Ende, welcherruhig und ohne Kampf erfolgte.

Er wir sonst von einer vollkommnen Leibesgestalt,von Narur etwas hager, und von einem guten undvortrefflichen Temperament, das durch Mäßigkeitund Arbeit unterstützet und gestärket wurde. SemAnsehen, welches aufgeweckt, liebreich und ernsthaftwar, erweckte ailszcit Liebe und Ehrerbietung. Bey sei-nemAbsterben hinterließ er überhaupt, dieEidemännermit gerechnet, zz. Kinder und KindesKinder, unterwelchen der älteste Sohn, Höh. Rudolph Vsker-wa V, Pastor an der französischen Kirche zu Ba-sel ist, und sich durch daS Buch: 1 e, Oevoir, cicrcommunianr, Basel 1744. welches verschiedenemalwieder aufgelegt worden, betank gemacht.

Man bezeugte übrigens dem Hrn. Osterwaldauch nach seinem Tode die Ehrerbietung, die man,in seinem Leben gegen ihn geheget hatte. Jntzbesondere verdienet bemerket jtt werden, daß ihm diel

Stadt e,n marmornes Ehrengedachtnis aufgerich.tet. b) Weit dauerhafter aber ist das Denkmal,welches er sich durch seine Schriften selbst aufgerich-tet. Diese bestehen in folgenden:

>1 l'riirs äer lource; äe li coreuprion, gui regne »u-jourä' liui parmi ler Llirerieru. li ^msterllrm Lc dleu-cblirel 1698. c) s. Dies Such wur.e m I hr >70«.zweymal, ,70». zum vierten, und >709. zum fünf-tenmal aufgeleget. Der Bischof wildert Surnetließ es >70«. durch den Hrn. Carl LNurel ins u i'g»lisch« übersetzen, welche Uedersetzunq bereits

zum audernmal« gedruckt ward. O Muv?, dra.g:«es ,70;. zu Lryten in die holländische Sprache, v nwelcher Uedersetzunq man «7>5- zu Amsterdam dieandere Auflage sah«. 6) W,r Deutschen haben inunserer Sprache eine gedoppelte Uebersetzuug: dieeine von M. Adam Berns. Budi sen >71,8«Die andere von einem sogenantrn ^elinie«, mirJoh. Hrick» Vorrede. Franks. ,71s- I Sowooinun lies Buch aufgenommen wurde, so fand rsdrcheinig« lädier. Des Hrn. L 7 ause werden wir her-nach erwähnen. D«r andere war ter betame Ba-ron !tNctcrnickir, f) der dem Hrn. g^lierrv. loSchuld aab baß er die mpsttschr» und fanalischrnLehren nicht uiiktrschieden, und tah<r ,«nemit vielen ungegründelrn Leschiildiguiigrn belegethabe.

2) Lrreckülme. L t-eneve 1702. g. Dieser Mit sehr qro^sein Beyfall aufgenommene katechismuS ward nichtallein zu Genen, Zlmstrrdai», Basel, Lausanne, ^«eut-scharel, tm Haag und an andern Orten sehr oft auf-gelegt, sondern auch!?»« zu London voin Hrn Danlef»ns Cnqlistbe, und zu Dordreckt >716. vom Hrn Job.Lras mS Holländische übersrvt ; und auch diel« ue«bcrsrtzungen sind mehr alS emmal ausgelegt worden.In unserer deutschen Sprache ward er zu Frankfurtund Leipzig 17--*. in 8- zweomal gedruckt, und aus-serdem hat man noch eine andere deutsche Ucdersitzung,die 17^6 zu Basel herausgekommen. ->r kurze Be-grif der heiligen Geschichte, der vor diesem «Latech>s,»o

steh«

b) O>e daraiisdestndlichr lnscr,pri»n kan man lesen in reuforlgcictztcn Sammlungen von A. und »7.1747. p- 10^ y.c) Ammon serzt in «einem Ausruge rbcologizcl erTebrifren 1 '. l. p. 5;^ D>« eiste Ausgab« fälschlich ,nsJahr «rar. Antere setzen solche ms >700. welches auchunrichtig ist.

6) Siehe dlienüehlce Vikrrexselr 1715. vecemd. n. 7.Leipz. g«l. Zeitung. >7><. p. 87-

e) Auszüge und Urtheile von dioem Buche findet mauin der käistorz- nf rke evorn; os r! e leirneei , 4 . ^S12. IN den d>'n»velle» äe I» rcput-Iique cle-- leerr« ,699.D-Il. p-777- inLözchcrn rbeologis.lien^nnil.ke,, Ueccnn p,p. 478 -48?. in Ammon« 'iuszuq der beste» uno ra,e.sten theologisch Schemen D l. p.,g2. Igg in Borniitheologische Schatzkammer 1. l. p. 195. sgg. in Eccard»monatlichen Aus.Uaen v»m Jeniier >720. p. m

L-rrlt-A. biblioch. rkealnx. p. zStz. 5g. in Raiklef»Geschichte jetztledender Gelehrt«» lv. ldeil p. ,,4 iq.

Und «N /. ch /mänc» lcriprorum <le verikare roll,

gion. cbnstlLNse p feg.

f) In der un dem Namen Alerliophili herausgege«neu wahren rboolo^ia m/tU« Ivlver. ^). Hermann

Schein ?. »5«.