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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

„Welche Bitte sie ihnen nicht «bschlagen tonten,„noch wölken. Ungehindert der Menge gieng al-,,leS zierlich und ordentlich her. Die Weiber und„Kinder fassen besonders, und die Männer beson-ders; auch tonten die Ehorrichter ( Lonsitlorialc!„oder ^stellar« eines geistlichen Untergerichts)und„Aelrestcn, oder sonst andere angesehene Personen,„auf einer Bank sitzende, alles genau beobachten.„Es ist nicht das geringste Unwesen oder Uebel da-„raus entstanden. Doch haben sich nach und nach„Spötter, Laurer, vorwitzige, rohe, ungebrochene,»,Verräther und Spionen mit eingemenget. Hl.„Der Vrr. Dieser war ein schattigter, überaus„anmukhiger, weiter Platz, hart am Dorfe und ei»„nem offenen Wege gelegen, welchen Platz zu er-setzten, UNS raeione, polilicac, necono

„micse, und rlleologicae bewogen, nachdem wir es„ein und das andcremal in der Kirche probiret,„und die Sache nicht angehen wollen. IV. Fol-„get die Ergaugenheic der Sache, oder die„Methode. Nachdem sich das Volk gesctzet, fing„man an mit einem Lobgesang. Wenn dieses vor-„bey,bath ich Gott und Jesum um ihre Gegen-„wart, gnädigen Beystand und himlische Salbung.„Hierauf satzte ich mich wieder nieder, und redete,,etwa eine Viertelstunde über einen Spruch heili-ger Schrift. Hierauf sagte ich, ich sey nicht hier,,ihnen zu predigen, denn das haben sie gnugsam„in der Kirchen; sondern zu vernehmen, was für„Knoten und Bande sie in ihrem Laufe nach dem„himlischen Kleinod aufhalten? was für Hinder-nisse sie haben in der Busse, im Glauben- im„Gebeth, im Sieg über Sünde, Fleisch und Welt,,,im Kampf mit dem Satan, in der Liebe und„Nachfolge Christi und im ganzen Gnadenwerke„der Heiligung? wie sie im Gebeth fortkommen?„ob jemand da zugegen sey, der etwa eine Erklä-rung eines Spruchs der hell. Schrift verlange? rc.„Hwr hörte man allerhand Fragen, was nur ei>„nem Pilgrim.nach Zion immer begegnen kan,wel-„cheS denn nach der dargereichten Gnade Jesu eures„nach dem andern beantwortet ward. „

Es haben übrigens diese Varsamlungcn etwa 4Jahre gedauret, und sind von dem Hrn. Lucius,hernach wieder eingestellet worden, weil er aus ge-wissen Ursachen geglaubt, es wäre nun auf diesemGerüste so viel gcbauet, als der Herr zu bauen be-schlossen gehabt. Unter vielen andern Gründen,womit man solche Versamlungen beschönigen undrechtfertigen wollen, hat man sich auf eine StelleLurheii im Lommcnrsrio in Ocnrlin, T'nrn. IX^kenb f. I; 6. l>. berufen, wo er bezeuget, es wäreum vieler Ursachen willen gut, vaß mau aneinem freyen L>rre unter dem Huumel zusam-

men. käme, daselbst zusammen kniete, berere,lehrere, Gorr daukere, einander fegnere. Hr.Lucius meldet zugleich, g) daß er bereits ehedem1720. im Herbst zu Basel alle Morgen vormittag4 Stunden lang dergleichen Versamlungen gchal-ten, wovon die Prediger des Quartiers von St.Petri Kircheeinen schriftlichen Bericht zu derselbengünstigen Recommcndation nach seiner Abreise beyihrer hohen Obrigkeit eingelegt.

Seine Schriften anbetreffend, so fieng man 17Z6.an, solche zu sammen zu drucken, und der ersteBand: b) erschien unter folgendem Titel:

Ein wohlriechender Strauß von schönenund gefunden /-nmmelsblumen, welche denheilöbegiengen Menschenkindern zur Erwe»ckung und Ergötzung aus seinen gedruckten undungedruckten Schriften zusammen gelesen undgeflochten Christophilus (Lrarianus, oderSamuel Lucius, Gärtner des Herrn in, Ber-nenschen Oberland. Basel, bey I. R. Imhof.17Z6. in 4. 8- Alph. z. Bog. i) Es sind in die.sem Bande 16. Stücke enthalten, wovon die izersten schon vor diesem im Druck erschienen, diez letzten aber aus geschriebenen Aufsätzen beyge« ifüget worden. Hier ist das Verzeichn ß derselben,nebst einer Anzeige, wenn und wo solche besondersgedruckt worden:.

1) Vicrerley Hauprgartungen per rNcnkl'cn, vorqe«stellet in einer Vorrede über Lurk-cri Erklärung der tx« !pistel an die Galater, nebst einer gründliche» Anweisungzum rechten Gebrauch dieses Buchs Luther, (Frankfurtoder vielmehr Basel >714.) 4. Ic)

r) wunScrgeheimnis de!, Evangelii von ILsu, Höh. vl,

Sz. (Basel 17»,. und »?;» 8. 9 Bogen) l)z) Alle» in einem IEstr«, dar, Horn ScS »Zeils und derSeligkeit. Der Heiland der hechle. Vorgestellet in einerBetrachtung über i Cor 1 , ;6. (Bern >7,2. und

!

q) tSeisillcl'e Sonnenwende einer gläubigen Seele nachIEsu, (Welsch-Neuburg, 1716. g) n)

;) Da.-, Hang Gokres und die Pfarre den Himmel-,aufgethan von dem Sohne >m Hause und dem Königedes Himmels, auS Job- r. vergestellet. (Basell/rr. Bern i/ry. ». 8 Bogen, auch franMsv AVer-den >7»s.«. ) o) Der Magistrat zu Iverdon beschenk-te Hrn Lucium für die Zuc,guungs,chrift mu dem Tür.gerrechte, welches noch keinem Prediger widerfahrenwar. x) S) Der

x) in der schon angeführten Samlung zum Tau desNeichS GoktrS. ^ lv. n. i-;.

d) Mehrere Bande sind, unsers Wissens, nicht heraus!kommen. j

i) Fortgesetzt. Samlung zum Bau des Reichs Gottes ^1 °. V. p ^--2. igg. »dul l . IV. z>. » l - 40. I

I) idul 1. VI. p. SA?. 11z.

w) l. c p. 7» igg !

n) l. c p. 17z.c>) lbiä. l. V. p - 5-;.

LUvi^r» Le^ico.i oer ^peolozen p. l. x 445.