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I. Eap. III. Abth. von der Lehre.
gewesen. Bey den Taufpräparationen hat sich öf-ters die Kraft des göttlichen Worts herrlich geofsen-baret. Manche sind da erschienen, die sonst hartund lange widerstrebet. Manche sind von Pallcr-geschlechte gewesen, daraus sonst wenige Christengeworden. Manche sind in ihrer Andacht und imGebet sehr eifrig gewesen, sind oft in Thränen fastzerflossen, und haben hin und wieder des Florgenseinem der Mlßionarien, und nachmittags von neunter den grünen Bäumen auf ihren Knien gele-nem Catccheten unterrichtet worden. Zu Tileiali gen. Viele haben das Vorurtheil ihres vocneh-
gesorget, zu welchem Ende sie ihr wöchentlichescollegiuml biblicum über die Episteln Pauli undPetri fleißig fortgesetzet, auch mir den «Schulmei-stern biblische Betrachtungen angestellet haben. Mitden Neuangekommenen Catechumenen haben sie de-sto mehr Arbeit gehabt, weil bey der reichen An-kunft derselben immer eine Taufpraparation auf dieandre gefolget ist, da denn selbige allezeit frühe von
haben sie ein kleines Hauß von Steinen zu einerbeständigen Wohnung eines Landpredlgers im Noth-fall oder eines Catecheten aufgebauet, welches zwardie Heiden, da es gerade vor einer ihrer Pagodenist, zu hindern gesucht, aber es ist ihnen nicht gelangen, p)
Unter den Heiden haben sie freylich bey ihremVertrag des Evannelii noch immer vielen Wider-spruch gefunden. Die Entschuldigungen: das Hei-dcnthum sey eine sehr alte emgerissene Sache, es
men Geschlechts ganz verläugnet, auch den hartenAngrif ihrer Feinde nicht geachtet. Eine alteWittwe hat man wegen angenommener christlichenReligion einen ganzen Tag eingesperret, welchessie aber ganz geduldig ertragen. Ein junger Menschhat bey den grossen Nachstellungen seiner Freundebezeiget, daß er in ihr Begehren nicht willigen wer-de , wenn sie ihn auch umbringen wolten. Einerwurde aus seinem Dienst bey einem Heiden geflos-sen, blieb aber doch getreu. Em Römischer hat
schicke sich nicht, ihrer Vorfahren Fußlapscn zu^die Christen, die zu Tranquebar das Weihnacht-verlassen, der wahre GOtt sey in allen Religionen,'fest gefeyret, aus dem Rückweg Mit Schlägen hartsie hätten eine grosse Familie rc. ingleichen die Vor-angefallen ; ein Brahmaner hat einen Christen,würfe, daß bey den Christen Parreier und Surrn Abraham genant, der in sein böses Begehren nicht
rer unter einander liefen , sind öfters vorgcbrachrworden. Bey der theuren Zeit haben manche Geldverlanget, wenn sie kommen solren. Viele habe»sich darauf berufen, sie hätten setz» für ihren Leib
willigen wollen, so zugerichtet, daß er lange Zeitlahm gelegen ; einen andern, der einige angesesseneEinwohner aus Amtschiaburam zur Taufe nachLranguebar gebracht, haben die dortigen Heiden ss
zu sorgen. In solcher Unlaurerkeit ist ein Heidin- geschlagen, daß er die Wunden an Händen undsitter Schulmeister kommen der zuvor die Versuche Füssen gezeiqer ; aber das alles haben sie mit Ger
rung haben wollen, daß man ihn in MißlonS-Sold als Schulmeister annehmen solte. Ein / rah-inancr hat nur von Meld geredet , und >n seinemviehischen Sinn kaum gcglaubet, daß er einen Geistchabe. E'»ige ramulische Kaufleute haben nur Fra-gen von dem europäischen Staat , vorn tauf der
dult übernommen, und der lezce ist so unerschrockengewesen, daß er darauf gehosfet, bald mehrere zwbringen. ;)
So hat auch Ms)tt sonst in manchen schwerer»Verfolgungen herrlich durchgeholten. Lanagappeil,der Surrirer-Gehülfe , hatte im Februar. 2z. ge-
Eonne oder der Erde, von Gs)rt, von Himmel samleteCatechumenen nach Madewlpatnam gebracht,und Hölle vorgcbrachr. Ein Heide, dem der Kopf woselbst Ignas! noch andere zusammenbringenvor Älter gebebet, hat doch noch eine gclegenereiwolte: Des folgenden Tages aber zerstreueren desZeit zu seiner Zubereitung erwarten wollen. Und SradtvoigtS Talreren das Häuflein, und führeter»von einem Mamacaren g) wird gemeldet, daß er unter vielen harten Beschimpfungen jene beide mitnur den Worten : lasset eine^gutc Zeit kommen, so sich fort; durch Hülfe aber eines heidnischen Offl-lange verzogen, bis die böse Stunde des Todes über cierö wurden sie doch nur mit Stadtarrest beleget»ihn hereingebrochen. da sie in Ketten und Banden hatten sollen geschlosi
Hingegen andere haben sich viel besser bezeiget, sen werden; daher auch die Herren MlßionarierrDa der Untcreatechet Murr» in eines Najkers r) jenem durch ein Öles r) dafür dankten, auch ihnHause ein Zeugnis der Wahrheit abgeleget , hat baren, sich ihrer ferner anzunehmen ; die Gefan-eme vornehme Frau ihn gespeiset und mit einem genen aber ermunterten sie zur Auöhaltung dieses
Leidens, sandten ihnen auch etwas zu ihrer leibli-Rrrrrrr z chen
schönen Tulband beschenket. Zu anderer Zeit sindView sehr aufmerksam, bereit, begierig und willig
v) killn-, ccclet. 1°. XtV. s>- r«?.
q) Ei' Mxüacureii ist >o viel als ein Stadt-und Landrichter,oder Bürgermeister im T mschaurschen.
r> Ein N «t- ist sv viel ai? ein Markrichter oder Grenchüter, Hier heist Öles so viel gjs eii, a,tt dergleichen Plarrer ge,«rje-obgleich oao Wort eigentlich einen hurireis bc^euses, s>e;,er Brief, '
r> liigor. e«Ic5. 's. XIV, p. rs,. sq.
c) Öles sind eigentlich die Blatter oon dem Palmbaum,wen» >ie an statt des Papiers zum Schreiben gebrauchet werde».