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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I 25 Z

7 lll Cap. M. Abth. von der Lehre.

Halts von demselben f-rnewtäglich unterrichtet wer-lcrgangene Ordre, der Mißiou eine nachdrücklichedcir könte. Nachdem er ttilü daselbst die christliche Hälse verschaffet werden, r)

Lehre und den EatcchismuM wohl gclcrnet, auch etli-chemal ingcheim von dar nach Madras gekommennnd die Mißionarien besuchet» so daß diese gehoffctsser würde nun beständig bey ihnen aushalten, inzwi-schen aber aus verschiedenen Ursachen seine Taufenoch immer aufgeschoben hatten, um ihn vorher erst-lich dem Gouverneur, ihrem Versprechen nach, vor-zustellen; so ist er doch zulezt, nachdem er einige Tagean einem kalten Fieber sehr krank gelegen, vermuth-lichdurch das Verlangen, endlich wieder einmal seinWeib und Kinder zu sehen, und ohne Zweifel auch ausFurcht, daß er als ein Christ doch nie vor seinen Ge-fchlechtSvcrwandten Ruhe haben werde, bewogen worden, sich stillschweigcns aüs dasiger Gegend hinwegzu begeben. Washalben man seinetwegen in Furchtstehet, daß er nun im Hcidcnthum zubleiben sich re-solvircn dürfte. Er hat zwar einige Zeit hernachden Mißionarien ein Öles aus einem Orte im Landezugeschrieben, worinnen er ße eines andern zu verssichern, und seiner Entfernung einen Schein zu ge-ben, sich bemühet, hat sich aber noch nicht wiederbey ihnen eingefunden, wozu ße ihn doch in ihremAntwortschreiben ermähnet, g)

Bey allen diesen Hindernissen, die demEvange-lio, selbst von christlichen Obrigkeiten, in Weg gele-get worden, sind dennoch dies Jahr verschiedeneTaufhandlungen gehalten worden. Der Zuwachsder'sämtlichen Gemeine bestund dies Jahr in 56.

Personen, darunter 41. Seelen, die von aussen, mei-stens aus dem Pabstthum, herzugekommen, und iz.

Kinder, so in der Gemeine gcbohren und getauftworden, befindlich waren. Die Summa aber aller,so vom Anfangidiescr Mißisn bis zu Ende des Se-ptemb. 1750. Glieder der dasigcn. christlichen Ge-meinen geworden, belauft sich in der tamulischenGemeine auf 915, und in der portugischen auf 62.

Seelen. Schulkinder, so von der Mißion alsWaysen unterhalten werden, waren sän« Ende desJahrs 20. an der Zahl. Den übrigen Kindern inder Gemeine zum Besten, wurden in den Aussen-dörfcn zween Schulmeister gehalten. Das in die,sein Jahre erfolgte Absterben des englischen Predi-gers, Hr». Sw/nfcn, ist denen Mißionarien soviel betrübter gewesen, se mehr derselbe eine beson-dere Geneigtheit gegen das MißionSwerk bezeuget,und sich auch der obcngcdachten Umstände mit nach-drücklicher Fürsprache angenommen. Uebrigenszweifelt man nicht, es werde, auf die von der hoch-löbl. Ostindischcn Compagnie in England wirklich

XV.

Wie hat es dieseZeit her umdie Mission zu' Cudnlur gestanden?

In den Iahten 1744. 174;. und 1746. ist dereinzige Mißionarius, Hr. Aieriiander allein da-selbst gewesen; und ob zwar Hr. Mißionarius Gei-ster 1746. von Madras wieder dahin zurückgekom-men, so hat doch selbiger, nachdem Eudulur mit ei-nem französischen illeberfallk bedrohet worden, dieDienste bey der Mission gnittiret und sich nach Va-tavia begeben. Hr. Nierttandcr selbst wäre im Fe-bruar. i 746. beynahe den Franzosen, die ihm auf eurerReise nach Madras anfgelaurct, in die Hände ge-rathen, daraus ihn aber GOttes besondere Vorse-hung gerettet. Weil die portugiesischen Schulkin-der wegen des engen Raums fast-alle erkranket, so isteine neue portugiesische Knabenschule erbauet undden zi. Merz. 1744. bezogen, das alte Schulhausaber den Mägdlein allein überlassen worden; wieman denn auch in eben diesem Jahre den Anfanggemacht, mehrere Schulkinder in völlige Verpfle-gung zu nehmen. In der malabarischcn Schule istein neuer Schulmeister, namens Christian, ange-nommen worden, weil den vorigen, Thomas, seinVater, Landpredigcr Drogo, wegen einer vorscyen-den Hcyrath nach Trankcnbar gerufen, woselbst cckrank worden. «)

Den 10. Febr. 1747. haben die beiden Mißiona-rien zu Trankcnbar, Hr. wiedehrock und Hr.Zeglm, wie sie es jährlich zu thun unter einanderausgemacht, eine Reise nach Cudnlur gethan, undsind den 27stc:r darauf wieder zurückgekommen, wo-ben sie denn nicht nur unterwegens zu vielen erbauli-chen Gesprächen niit den Heiden Gelegenheit ge-habt, sondern auch m Eudulur selbst unterschied-liche Ermahnungen an dieselben gethan. Der Zu-wachs der Gemeinde hak vom Zo. Sept. 1744. bisdahin 1745. in 4;. Personen bestanden, worunterzi.zur malabarischcn, und 14. zur portugiesischenGemeine gehörten. Im folgenden Jahre 174s.sind zu beiden Gemeinen zusammen 6;. Seelen hin-zugethan worden. In beiden Schulen sind 48.Kinder am Ende des Jahrs 1745. unterrichte:,

Ttt trrt z nnd

OstinLische Berichte Comin. l.xxm.p. IL8.IZ4. tgg.141. st-

r) Osiind. Berichte Lonrln. k.XXNl. x. -Li. iz». 141. »47.>4S- und in der Vorrede x. 9. »o.

8) Iiuivr. ecclek.1. Xll.p. r;r. Ostinkischt BerichteLonrin. I^Xl l. p. ;v2. ;c.8> zoy. Lornin. ITilV. P- 7 Z 7 - lgLsnlin. t.xv. m der Vorred« ,57.