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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 175».

erwartet. Die Mißionarii haben gebeten, daß manihnen mittlerweile in dem confiscirten Capuciner-klostcr in der Mcisscnstadt, einen Platz zur Wohnungund Gottesdienst nur blos lehnen mogtc, welchesihnen aber edcnfals abgeschlagen worden, mit demBedeuten, daß man, bevor aus England Ordre ein-lange, nichts damit vornehmen könne i daher ßc end-lich genothigct worden, noch ein Hauß in der Vor-stadt, nächst an dem kleinen Hause, darinnen bisherdie portugiesische Schule und Predigten gehaltenworden, zu miethen, um darinnen Gottesdienst ziehen Geschlechtern zu Christen machen wölken,halten, womit auch den 14. April, als am Osterfeste Fabncins bar indessen, die Leute loszulassen,dieses Jahrs, der Anfang gemacht worden. So ha-ben sie auch sonst verschiedene Schwierigkeiten zuüberwinden gehabt, p)

Insbesondere verdienet der von den Heiden erreg-te Aufstand wegen eines unter ihnen angesehenenMannes, der ein Christ werden wollen, angemerketzu werden, wobey man die gewünschte und gehoftc

gen, daß er dem heidnischen Compagniekanfmann,den er bey seinem heidnischen Anbringen härre ab-weisen sollen, zu Gefallen, zween Christen unverhorr,und um der Ursache willen, weil sie mit behülstichgewesen, eine heidnische Familie zum Christenthumzu bringen, in Arrest gesetzer hätte. Er gestund, daßsie um keiner andern Ursache willen' in Verhaft ge-nommen worden ; wolle aber doch behaupten, er ha-be recht gethan, weil man sich eines Ausstandcs vonden Heiden besorgen müsie, wenn sie Leute von ho-

Hr.und

verbürgte sich für sie. Die Rathc-person that sol-ches, sandte aber zugleich hm, und ließ dem Com-pagnickaufmann sagen, die Sache sey ihm zu weit-länftig, er mogte sein Anbringen, bey den, Gou-vcrncnr selbst thun. Den rz. May hat darauf dergedachte Compaguiekaufmann mit vieler AnimositätNicht nur gedachte zween Christen abermals, und

Aßistenz von der Obrigkeit nicht erhalten können,'zwar mit Compagmebothen, grcefen «md vor desDie Umstände davon, die sehr betrübt laute», wer- Gouverneurs Haus bringen lassen, und denselbenden also beschrieben: Ein heidnischer Södti oder vermocht, sie so lange, bis der zum ChristenthumKaufmann hatte den vcsten Schluß gefaßt, samt tretende, Sedn wieder zum Vorschein komme, msseiner Frau und vier jüngsten Kindern die christli- Gcfängn'S setzen zu lassen; sondern er hat auch ei-

che Religion anzunehmen, weshalbcr er nicht alleinmit ihnen öffentlich zum evangelischen sonntäglichenGottesdienst zu kommen angefangen, sondern sichauch von den Mißionarien in eine genauere Prä-paration nehmen lassen, und von solcher Zeit antäglich zwey von seinen Kindern in die Mißoneschu-le gesendet. Als solches seine heidnische Verwandtenvernommen, haben sie sich zusammen rottirct, und dieFrau sogleich abwendig gemacht, die Kinder aber ausdem Unterrichte der Mißionarien eigenmächtig wegge-nommen. Und weil der Mann bisher in des christlichenHirten Hanse aus-und eingegangen, woselbst auchdie Präparation gehalten worden, so haben ße ihngegen Abend darinnen gesuchet; da sie ihn aber nichtgefunden, die Sache bey dem vorncmsten Mann ihres Geschlechts, der Compagniekaufmann ist, ange-geben. Dieser hat den 22. May eigenmächtig einen Hansen Leute in des'gedachten Hirten Hausgesandt, und da sie ihren GcschlechtSverwandtennicht ausfinden können, den Hirten samt einem sei-ner Cameraden, der auch ein Christ war, nach derWeissenstadt führen lassen, und nachdem er auchselbst hereingekommen, ein Mitglied aus dem Rathevermocht, diese zwo Personen »»verhört in Verhaftzu nehmen. So bald dieses die Mißionarien er-fahren, gierig Hr.Fabricitts mit dem englische» Pre

nen Haufen von seinen Leuten, nebst etlichen Com-pagnicbothen, hingesandt, und die neben dem evan-gelischen Begräbnisplatz liegende neuerbante Häusereiniger tamulischen M»ßto»sbcdienten visitiren las-sen, und, da sie den Mann da auch nicht gefunden,drey von denselben vor des Hrn. Gouverneurs Hausbringen, und daselbst unter vielen herbei» Wortenund Drohungen bis an den Abend bewahren lassen.Währender Zeit hat sich der obqedochte englischePrediger noch einmal bemühet, bey dem Gouver-neur Vorstellungen zu thun, aber vergebens. Wasnun den Catcchnmenen betrift, so harte sich solcherden 2l. May Mittags in eines der gedachten Häu-ser der Mißionsbedienken bey dem Begräbnisplatzrctirirct, und daselbst bis den 22sten des NachtSverborgen gehalten, da ihn die Mißionarien zu al-lem Glück voii dar hinweg holen,und in das Haus,so siezn Haltung des GotteSdicnsts in einer andernVorstadt, wie obgedacht, gemiethet, und wo gegen-wärtig einer der Mißionarien sich aufhält, bringenlassen. Hätten sie ihn noch bis den andern Morgen amersten Orte gelassen, so hätten ihn seine heidnische Ver-wandten bey ihrem Einfall daselbst gefunden. Nach-dem nun aber alles abgedachte vorgegangen, so hiel-ten die Mißionarien sürö beste, ihn auch nicht indiesem Hause bleiben zu lassen, sondern auf einige

diqer, Hrn. Swynfen, zu gedachter Rathsperscn.lZeit nach Paleacakta zum Catecheren Minyo zuS e stellten diesem Herrn die Unbilligke»r'vor Au-»senden, damit er in derzeit seines dortigen Aufenc«— - -j haltt

k- Lsiuidischr Berichte (.'om:n.l.XXIH.p. »zr. ,zz.