I. Cap. III. Abth. von dcr Lehre.
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Hr. D- (!>lof ÄiövniilI in verschiedenen Theilenvon Lappiiinrk eine Kirchenvisitation gehalten, beywelcher Gelegenheit er fleißige Ermahnungen ziiinwahren Gottesdienst in lappländischer Sprache andie Einwohner gethan, auch zur fernern Unterwei-sung sowol dcr Alten als Jungen manche nützlicheAnstalten verfüget hat. Von den Visitationen inAselelappmark und Tornelappmark können wir eini-ge nähere Umstände melden, r)
Nach Afl'ielappiiiark kam Hr. D. RiLnuirgden z. Januar, 1752. in Begleitung des Herrn M.Nils Holmbohms, ersten Düßionarii in Läpp»mark. Des Tages darauf wurden die Schulkinder,derer an der Zahl 6. ncmlich z Knaben und z Mägd-lein waren, sowol vor - als nachmittag aufs genaue-ste examiniret, und befunden, daß sie in derErkent-nis ihres Christenthums ziemlich weit gekommen,auch darneben wohl geartet waren. Den 6ten, alsden Tag dcr heil. drey Könige, weihcte wohlgemeld-ter Herr Prasul, mit einer sehr beweglichen Redevor dem Altar, in Gegenwart einer ansehnlichenVersamlung, die neue Kirche ein. Die vorige al-te Kirche wurde A. 1648- auf Befehl der höchstse-ligen Königin Lhl'l'stl'liü, nachdem Jhro könjgl.Majcst. zum Bau derselben 6ovv. Thaler Kupfer-münze, und ausserdem Meßgewandte, vergüldetenKelch, Paten, auch cme Glocke, so 1647. gegossen
den nunmehrigen Pastor Walinder zum Pfarr-herrnamte in dieser Versamlung ein, nachdem zu,vor der Pästor in Lycksele, Hr. pcrer Fiellströnreine erbauliche Predigt gehalten hatte. Alle dieseheilige Verrichtungen schienen eine besondere Auf-merksamkeit bey der Gemeine zu erwecken.
UebrigenS hat man mit Freuden vernommen,daß die Neusaassen dieses Theils von Lappmark inden Jahren 1749. und 1750. GOttes besondernSeegen sowol vom Felde als den Wiesen gespühret,welche sonst öfters die schweren Folgen erfahrenmüssen, die ein durchfrohrnes und nahe an den Ge»bürgen und Wüsten belegenes sandigtes Land mitsich führet; jedoch scheinet die Natur denselben ih-re Hülfe nicht zu versagen, obgleich Kalte und Frostihnen die Erndte ungewis machen; weil ihr neuauf-gearbeitetes Land sie desto sicherer einen reichlicher»Heuwachs genießen lässet, womit sie mit grossemNutzen desto mehr Rindvieh füttern, und dafür,ausser den Fischen und dem Wildprett, sich Getrai-de von andern Orten verschaffen können. Die An-zahl dcr Neusaassen wird jährlich von den Lappenvermehret, so daß mit der Zeit eine Landgemeinedaraus werden kan; Massen sie allbcreit grossen-theils, ausser wenige Lappen vom Gcbürge, nichtnur das schwedische verstehen , sondern auch verlan-gen, der Nahrung und Lebensart nach, Schweden
worden, verehret, von Holz aufgeführet. Diese zu seyn; in Absicht dessen schon unterschiedene Lappenalte Kirche hat eben roo. Jahre, oder bis A-l748.jselbst Getraide gesact und dasselbe auf dem blauengestanden , da die Gemeine am dritten Psingsttage Eise gedroschen haben.
anfangen müssen, dieselbe niederzureißen, an welcherstatt durch Bemühung des vorigen Pfarrers derGemeine, Herrn perri Forsbertzs, jetzigen Pa-stors zu Alfra in Helsingcland, eine neue Kircheerbauet worden; und hak bemeldter Herr Forsbergsowol Eifer, als Geschicklichkeit bezeiget, die Ge-meine zu ermuntern, diese Arbeit ohne fremde Un-terstützung auf eigene Kosten vorzunehmen und zuvollführen. Die Kirche ist achtkandig, wohl unddauerhaft gebaut, von ausen mit Vrcrcrn beschla-gen, und inwendig gcpanclt. Nach gehaltener Ein-weihungsrede wurde die Vcrhörung des Catechis-mi mir den Neusaassen von dem Herrn D. Bckör
Die Visitation in Tornelappmark geschahe zuAnfange des Jahrs 1751. in den dreyen Gemei,nen, Bamokelilo, Lnontekls und Juckasjerf,wobey zugleich die angrenzende Gemeine zu Gelliwa-re mitgenommen wurde. Dcr Herr Pastor, M.Erich Bruimius, der Herr Vicepastor M. LorenzEngelmark, und der Herr M. Joh. Fsugt warendem Herrn Bischof dabey behülfiich.
In dem am weitesten entlegenen kleinen Pasto-rat zu Rankob'eino, welches jenseits des Landrü-ckens nach Norden zu, zwischen dem Eisgebürge undEismeere lieget, und wo die Einwohner von dem
»Uiig, mit den Lappen abcrvon dem Hrn.M.Holm- Umgänge mit den schwedischen, sinnländischen undbohm vorgenommen. Hier spürte man mit Ver- norwegischen Völckern am meisten abgesondert sind,gnügcn eine gute Erkentnis des Christenthums iNjbezeugcte der Herr Bischof bey dem Examen, so indieser Versamlung, insonderheit waren ein Theil der finnländischcr Sprache gehalten wurde und lauge
Neusaassen in Erkentnis des Heils und der heil.Schrift reichlich gegründet. Den 7. Januar, alsan einem Sonntage setzte er Hr. D. RlörniiiI
r) bistor. ecUet. V. XM.P.57P. k. XlV. x. 184. sg.1'. XV. p. lhg. rzz.Igg.
Ul. Lhcil.
dauerte, wobey es schr genau und Mann für Mannhcrgieng, ein besonderes Vergnügen über die tiefernFragen aus dem Christenthum, welche beides vonjünger» und ältern nicht nur mit guter Fertigkeitbeantwortet, sondern auch mit mehren» Verständeund grösserer Deutlichkeit erörtert wurden, als man'
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