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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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t 266

!V. Fortsetzung von 1746. bis 175a.

sonst von einer der besten Landgemcincn vermuthenkönnen. >

Das Pastorat zu Lnonrekis, und insonderheitdas zu Juckasjcrf, welche ehedem als diejenigen, diein Tornelappmark die wenigste Einsicht besessen, be-kant gewesen, haben sich nunmehro durch den uner,müderen FleiS und Arbeitsamkeit ihrer Lehrer nichtwenig verbessert, und sowol im Leben als in derLehre zugenommen, welches das genaue Verhör zuerkennen gab, so von dem Morgen an, bis um 8.Uhr des Abends, gröstentheils in finnlandischerSprache, wahrere.

Man darf sich aber deswegen doch nicht überre-den , daß alle Lappmarkc gleich weit gekommen;denn in der Gemeine zu Gcllirvare, welche nächstan Juckasjcrf grenzet, und wo die lappländischeSprache annoch gebrauchet wird, wurde der Zustandsehr schlecht befunden , und das Volk war ganz rohUnd ungezogen, sowol in der Erkentnis als m den Sit-ten und «hrer Kirche nicht ungleich, als woran nichtsmehr fehlere als Thür und Fenster, Diele und Dach,mit einem Worte, alles innere Geräthe und Zierde.

Wäre die Oeconomie in den Lappmarken so weitgebracht, als das Christenthum in den meisten Thei-len derselben, so würde man Lappland eine Stelleunter denjenigen schwedischen Provinzen, die in gu-tes Aufnehmen gebracht sind, nicht absprechen ^können.

Der Herr Bischof verrichtete auch mit einer Lei-chenprcdigt die Beerdigung des Pastoren zu Juckas-jerf, Herrn Johann Tornbergs, dessen Leben umso viel mehr bemerket zu werden verdienet, als erbey seinem Abscheiden Eltermann der Priesterschaftzu HernösandS-Stift, und 82. Jahr alt gewesen.Als Pastor hat er der Gemeine gedienet erst inKau-tokeino lg. Jahr, woselbst er in seinen jünger»Iahren den Grundhöhern Erkentn

XVIIl.

Was ist von der Mßl'on in Grönland fer-ner anzumerken?

Von dem jetzigen Zustande der Mißion selbst kön-nen wir zwar nichts zuverläßiges melden; mzwi,schen werden wir doch verschiedenes beybringen kön-nen, das damit in Verknüpfung stehet und hieran«gemerket zu werden verdienet. Der ehemalige be-rühmte Bürgermeister in Hamburg, D- JohannAnderson hat Nachrichten von Island (Grön-land und der Strafe Davids handschriftlich hin-terlassen, die nach seinem Tode zu Hamburg 1746.'"groß 8- mit Kupfern herausgekommen, hernachaber zu Frankfurt und Leipzig 1747. in 8 nachge-druckt, auch zu Coppenhagen in einer dänischen Ue«bcrsrtzung ans Licht gestcllet werden. Hieran« wol-len wir einiges, da» uns vor andern merkwürdig ge-schienen, hier beybringen.

Das erste bestehet darinne, daß das alte Grön-land , wo vor etlichen hundert Jahren das Christen-thum schon gepflanzet gewesen, letz» ganz fnr ver-loren geachtet wird. Es ist solches die östliche ^li-ste desjenigen Landes, dessen westliche Küste manietzo b,schiffet; es ist aber jene ietzo mit so vielemEise Jahr aus Jahr ein verschanzet, daß niemandderselben nahe kommen kan. Man strebet aber dar-nach, sich zu Lande dahin einen Weg zu bahnen,und machet sich solchenfalls Hofnung, die Ueber«bleibst! dieser alten Christen und gewisse Documen-te von ihnen, wie auch Gebäude und Kirchen an-zutreffen. Die Wilden der westlichen Küste habennoch eine alte Sage unter sich, daß ihre Vorelternnicht in dem Lande gebohren worden, sondern an-ders woher dahin gekommen, und gewisse Menschen,die vor ihnen hier gewöhnet, todtgcschlagen hätten.

)r, wo,c>on er in ,r,nen simgern^zay- -v v- —r .

zu der obengedachten rühmlichen und Auf der östlichen Küste aber sollen vormals schon- ms des Christenthums gelcget, und "" Bischofthum, gc>. Klöster, 12. Kirchspiele, undDarauf in Jrrckasjcrf g2. Jahr. Er ist also zusam- bewohnte Dörfer gewesen seyn. -)nien 45. Jahr Lehrer in den Lappmarken gewesen, Das andere, was wir anmerken, ist dieses, daßund überdies noch vorhin 9 Jahr Prediger in einer,uach Hrn. Andersoiro Versicherung die eingebohr-.^^cmeine. Die ihn näher gekaut, geben ihm,nrn Inwohner des westlichen Grünlandes, auf wel-«derall den Ruhm, daß er ein Mann von guten chem Hr. Egede stme Mißten gepflanzet, vor derStudien gewesen , nach der Beschaffenheit und dem Ankunft dieses Mannes völlig ohne GOlk, das ist,

ohne alle Wissenschaft und Erkentnis ihres ei-nigen Schöpfers und Wohlthäters gelebet, und sogar nicht einmal ein Wort, womit sie dieses aller,höchste Wesen benennen tönten, in ihrer Sprach«gehabt haben sollen, dergestalt, daß diejenigen, s,von den Dänen eines bessern unlenchlel worden,

genöthi«

Geschmack der Wissenschaften im vorigen Jahrhun-dert. Er war still, fromm und sanftmüthig in sei-nem ganzen Leben, vergnügt mit seinem geringenbescheidenen Theil, und lag seinen Vorgesetztenauch nicht ein einigesmal an um Beförderung, ober gleich dieselbe wirklich schien verdienet zu haben.Sein Tod war seinem Leben nicht unähnlich, still,aber langsam. Sein Ruhm in allen diesen Stückenverdienet nicht weniger die Nachwelt, als der ietzi-igen Zeit bekant gemacht zu werden. I

,) A/rberlöno Nachrichten von Grönland rc. F. ta-12,

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