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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Cap. III. Abth. von der Lehre.

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befunden worden, sondern cö haben auch die HerrenTrustees, alö die ordentliche Obrigkeit des Landes,durch einen italiänischen Kaufmann eine Instruktionaufsetzen lassen, um zu zeigen, worinnen es dabey nochfehle. Man hat daher in Ebenezer und auf denPlantativnen eine gute Anzahl mehrerer Maulbeerbäume, zu besserer Beförderung dieser Manufakturangepflanzet, auch unter andern auf der Mühlplan-tage cnien grossen Garten von einem Morgen Landangeleget, und vergleichen Bäume hineingesetzet, wel-che vorncmUch für Wittwen, Waysen, gebrechlicheund betagte Leute dienen sollen. Die Seide wirdsezt in drey verschiedenen Häusern abgesponnen. Je-de Meisterin hat vier junge Weibespersonen bey sich,welche diese Kunst lernen. Da auch die schwächlich«sten Personen durch Eeidemachen etwas verdienenkönnen, so ist man bemühet, die Verfertigung undAbjpinnung der Seide recht allgemein zu machen;womit es auch schon ziemlich weit gekommen, unddiejenigen, welche selbige schicklich abzuwinden gelernet, oder noch lernen, empfangen von den HerrenTrustees eine besonder Belohnung. Aus den Pfer-slchen, die cort in solcher Menge wachsen, daß oftsehr viele an den Bäumen oder unter denselben ver-faulen, haben ste eine feine Quantität Vrandtweinverfertiget und verlauft, m)

Da Hr. Bolziriö bisher neben der geistlichenSecljorge noch immer die äusserliche und leiblicheGeschäfte in der Gemeinde mit besorgen müssen, undcr schon längst dies weltliche Amt zu desto bessererBeobachtung desselben einem andern zu überlassengcwunschet, so ist cö nunmehr» mit Gcnehmhaltungder ganzen Gemeinde ihrem Chirurgs, Hrn. Map

richtig erhalten. Auch hat ihr GOtt ein Legat vondem scl. Hrn. Decano Berner, des Stifts St.Bo-nifacii zu Halberstadt, bescheret, welches in zeo Rthlr.bestehet. An Dienstbothen hat es in dieser Colonieimmer gar sehr gefehlet, wodurch den Leuten die Ar-beit sehr beschwerlich geworden. Es haben daher ei-nige sehr daran gearbeitet, die Mohrensclaven oderNegers auch allhier einzuführen, und dazu die Her-ren Trustees zu bewegen. In den Provinzen Sud«und Nord-Carolina, und in einem Theil Virgimenssind dergleichen schwarze Heiden in grosser Anzahl,und mag nur allein Südcarolina bey 50002 Moh-rensclaven haben. Man hat also vorgegeben, es wer-de auch aus dieser Georgischen Colonie ohne derglei-chen Negers nichts werden. Dargegen aber hat nunHr. Äolzius in einem Briefe den grossen Schadenvon solchen Sclaven wcitlauftig vorgestellet, davoneiner 25,^0 bis 50 Pfund Sterlings koste, die abereine hungcrigeunddiebischeNation wären, und durchwelche von den reichen Mohrcnbcsitzern den armenEuropäern alle Nahrung entzogen werde. Wie dennauch selbst viele Colonisten grosses Mißvergnügenüber dieses Vorhaben bezeiget, und sich erkläret, daß,wenn sich einen Ort in dem Englischen Gebiethewüsten, der wider die Negereinführung ein Privile-gium hätte, und es würde ihnen ohne Widerwillenerlaubt, dahin zu ziehen, auch zum neuen beschwerli-chen Anfange einige Beyhülfe gcreichet, so wollen stelieber noch einmal emigriren als unter Negern woh-nen. Sie befürchten, diese Negereinführnng werdesie nicht nur um ihre Viehweide, leibliche Nahrungund zeitliches Vermögen, sondern auch um die Wohl-fahrt ihrer Kinder bringen. Denn wo Negers über-

erii aufgetragen worden, welcher es denn nicht mirs Hand nehmen, da nimr auch Verdrengungder Armenangenommen, solider» es haben ihn auch die HerrenTrustees darinnen bestätiget, und ihn wirklich zumFriedensrichter und Agenten berufen, worauf er inöffentlicher Court in Savannah durch einen Eid zu

Hinderung ihrer Nahrung, Unsicherheit der Güterin Häusern, und der Früchte auf dem Felde, Aerger-nisse und schändliche Vermischung der Weisen undSchwarzen übcrhand, der grossen Gefahr, der Spa-

diejem Amte^ver,stichlet worden. Er genicsset voninier, Franzosen und Indianer wegen nicht zugeben-den Herre» Tr stecS jährlich ein Salarium von 2v!ken. Diese und andere dergleichen VorstellungenPf« Sterling, und weil er als Mcdicuö und Handhaben auch bey den Herren Trustees solchen Eingangdelsmai-n auch Einkünfte hat, so kan er gar wohl gefunden, daß sie sich oahu, erkläict, dic Linfü/rungsubsistiren. n) .der Negers in die Colonie Georgien nimmermehr zu- -

Unter andern Wohlthaten, die dieser Gemeinde im zugeben. Dagegen ergriffen sieden Entschluß, eineLeiblichen wtederfahren, ist auch diese, daß das lischst- Anzahl deutscher Knechte anzunehmen und hineinzu-preisliche c^orpiiz Mangel cnruin in Rcgcnspurg ihr, schicken. Hierzu zeigte sich liUil auch gar bald cinebe-

auf cm von Hrn. Pastor ?Ic>lzius erlassenes S chrei-ben, aus der evangelischen Emigrationscassc 50c» Gulden auszahlen lassen, welches Geschenke ste A. 17-1.7.

m) Urlapcrgcr.-i Nachiichlcn Lmirin. XIN ? t 6,lp. 72. IN. XIV. p. (.'omin. XVI. p.cr;.425

XtU IiiiU>. eccl>-t'.'1^ XII. p I. XI i. p 149. jgn- Ul stipcrgcrXvi. p. Z24

qucme Gelegenheit. Denn cS waren A. i749. durcheinen, namens Zxienieilbc geu, 7V Personen ausSalzburg Und Würtemberg nach England gebrachtworden, um nach Südc rolina gesandt zu werden,denen es ab r fehl geschlagen. Daher die HerrenTrustees sich entschlösse,', sie zu ihrer Wiederaufrich-

lipcrgcr.-i Nachnchlcn c^unr. Xiv. p. z i x.jiz. k-onr.i^ung als Knechte auf 4 Jahre nach Georgien zu sen-14. ig. Inttor., ec-Ioü/l . -XIV. p. 249. ^ Appppppg den,