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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
rung, mit Lust anhören, was man ihnen von GOttund dessen Schutz und Sergen, von einem zukünsti-gen bessern Leben u.d. vorsaget/auch es willig anneh-men und sich selbst trösten. Es ist auch damit, wievormals gemeldet, 5 ) ein rühmlicher Anfang ge-macht worden; nachdem aber die Kolonien grösten-theils aufgehoben, und einige Prediger davon ge-zogen sind, die Neubekehrte und noch wohl kaumrecht befestigte sich auch bald nach Landcsgcwohn-heit zerstreuen werden: so ist zu besorgen, daß diegeringe Wissenschaft von GOtt, dem Welthcilandcund der Religion , so an sie gebracht worden, in we-nig fahren wieder in Vergessenheit kommen, undal>o der unselige Haufe in der Finsternis und demElende, wonnnen er stecket, leider noch lange ver-bleiben werde, g) Wenn wir inzwischen einer ge-wissen Nachricht trauen dürfen, K) so hat man in,Jahr 1750. eine neue Bevölkerung von Grönlandin Vorschlag gebracht. Die allgemeine Handlungs-gesellschaft in Danncmark, welche sich von diesemAnbau erhebliche Vortheile verspricht, soll von demKönige bereits Erlaubnis 'erhalten haben, nicht al.lein ledige Personen aus den Arresthäusern, sondernauch alle andere, die dazu Lust bezeigen, in diesesLand zu schicken; man meldet auch aus Eopcnha-ge», daß sich schon verschiedene Familien und vieleeinzelne Personen dazu angegeben hätten, und daßman nächstens einen starken Transport dahin ab-führen würde. Ob nun dieses Vorhabe» wirklich^zu Stande kommen werde, und ob solchenfalls dieFortpflanzung des Christenthums unter den Grün-ländern dadurch zugleich werde befördert werden,das muß die künftige Zeit lehren. >)
XIX.
Was ist von den Mißionsanstalten dcr Ev,angelisch-Lutherischen in Ämerica zumerken?
Man findet mehr als eine evangelische Gemeinein America, und wir müssen also von jeder insbe
sondere Nachricht geben. Den Anfang machen wir,wre gewöhnlich, mit den Salzburg,scheu Gemeinen,so sich in esieorcssen, «,nem Theile von Earolina,niedergelassen und LZeu'Lbenczcr zu ihrem Haupt-sitz haben K) Der Hr. Senior ttiloperyer zuAugspurq hat uns in verschiedenen Fortsetzungenseiner LTachrichrcu, davon nun die Gcckszchcnkeans Licht gekommen, den fernern Zustand dieser Ge-meinen gemeldet. Wir müssen zurrst ihrer leibli-chen Umstände gedenken. Solche sind nun noch al-lezeit gar gesegnet gewesen, und GOtt hat diese Leu-te mit vielen Vorzügen vor andern begnadiget. D>eSpanier harten dieser Colonie A. >744. abermalsden Umsturz gedrohet, und sie hat also cine grosseGefahr zu befürchten gehabt'; aber doch har sie derHErr so väterlich beschützet, daß sie nicht das ge»ringstevon feindlichen Anfällen erfahren haben.
Line ziemlich harte Züchtigung ist ihnen begegnet,da sie in eben dem Jahre 1744. mit einer gartenViehseuche heimgesuchet worden, wodurch sie ihrmeistes Rindvieh verlohren, und mithin ihnen einnöthiges Stück ihrer Nahrung entzogen worden;doch hat GOtt diesem Uebel nicht nur wieder ge-steurer, sondern sie auch hernach, sowol in jetztgc-dachtem, als in allen folgenden Jahren, durch einereiche Erndkc beides an indianischen und auch aneuropäischen Feldfrüchten gesegnet. Eine wichtigeWohlthat ist ihr verbesserter Mühlenbau; denn ihreMahlmühle ist nun so eingerichtet, daß sie auch beyniedrigem Wasser mahlen können. Sie haben fer-ner eine Reiß-und Gersicnstampe angelegt, über-dies aberauch eine Sägmühlc gebauct, von welchenallen sie sich grossen Nutze,, versprechen tonnen.Die ganze Einrichtung ist von einem Generaifeld-mcsser dirigiret worden, und obgleich derselbe baldgestorben, so! hat «r doch von allem euren solchenRiß hinterlassen, nach welchem sie den ganzen Vangücklich ,a Stande gebracht haben, l
So sind sie auch im Seidenbau unmrr weiter ge-kommen. Denn da sonst eine gewisse Frau in Sa-vaniiah, welcher d»c Sorge für d«e Seldenmanufar-tur aufgetragen ist, mit dieser 4(u»st sehr geheim ge-het, so haben sie doch »u Ebrnezer eine Maschine,Seide aufzuwinden, als welches das vornemsie ist,
1750
k) Dieser NI. p. ,8- lgg.
g) Andersön I.« §-7 p. Z'6.
ll) Coburgischec Auszug der neuesten Geschichte Anno aufgerichtet, und die Proben der geai-be.lcten Seide,
ssL"«»-»',» k,ri„> m«, sich °°n d-m «""-d England g,sch>-I>, lind mch, nn,gn.
men Prediger Egede ein Mstk, unter dem Titel' n--.'»»- ve.
Aeg»n
bestens Elemendek til den christlich« Kundskab fer» denGronlandske Luliecu ncne', Iioc est, Llemenr, ckristiun»ri:llg>oai? pro crrecbu neni stn^a- (-roenlrnäicr cum ver-staue Dinier i? 24 . sDn. lornne llj^eäe, ^tifiivn-rioDanicn in Oronulinäia, fcriprs, in 8. IN dein batalogv derDaneskioldisch n Bibliothek gefunden, welches daraus indie käm st. Bibliotbek erkaufet worden. Siehe Änderst)»«Nachrichten vonGrönlano p.->?.
>-) Ben dem XIII. Theil derer Url.-,perg,stl'en LTach-ricl'rcn findet man eine Landkarte vcn Georgien, auf wel-cher mai» zugleich den Plan vcn ' eu Ebcnezer und den'Ibris der neuerbauetrn N -b!cn find k.
i) lstrlspcrgcrs Nachristn » von dea stilzburgistchen Emiqranttii,ll:«)l>»nii- VI!« l-. I p z.7. .-0 ".18.ig47.41t.onrm.XVi.p, 4>s. äür bist. eceief. 1 . Vt 1 .p.rz 8 .